Die Mahn- und Gedenkstätte zeigt ab Donnerstag, 19. Februar 2026, in den Räumen der Garather Stadtteilbibliothek © Mahn- und Gedentstätte

Die Mahn- und Gedenk­stätte zeigt ab Don­ners­tag, 19. Februar 2026, in den Räu­men der Gara­ther Stadt­teil­bi­blio­thek © Mahn- und Gedentstätte

 

Die Mahn- und Gedenk­stätte Düs­sel­dorf bringt ihre Bil­dungs­ar­beit in den Düs­sel­dor­fer Süden: Ab Don­ners­tag, 19. Februar 2026, ist in der Stadt­teil­bi­blio­thek Garath im Kul­tur­haus Süd eine drei­tei­lige Aus­stel­lung unter dem Titel „So hat es damals auch ange­fan­gen“ zu sehen. Die Schau läuft bis zum 25. März 2026. Der Ein­tritt ist frei.

Ein zen­tra­les Ele­ment der Prä­sen­ta­tion sind Pla­kate von Schü­le­rin­nen und Schü­lern des Fried­rich-Rück­ert-Gym­na­sium Düs­sel­dorf. Sie set­zen sich mit dem Ver­mächt­nis der Holo­caust-Über­le­ben­den Mar­got Fried­län­der aus­ein­an­der. Ihr Satz „So hat es damals auch ange­fan­gen“ steht als Leit­mo­tiv über den Arbei­ten. Die Jugend­li­chen grei­fen in ihren Ent­wür­fen Fra­gen nach Demo­kra­tie, Rechts­staat­lich­keit und gesell­schaft­li­cher Ver­ant­wor­tung auf. Slo­gans wie „Genau hin­schauen und gemein­sam han­deln“ schla­gen eine Brü­cke von der his­to­ri­schen Erfah­rung in die Gegen­wart und sen­si­bi­li­sie­ren für aktu­elle Gefähr­dun­gen demo­kra­ti­scher Strukturen.

Groß­for­ma­tige Foto­gra­fien des Düs­sel­dor­fer Foto­gra­fen Tho­mas Stelz­mann bil­den den zwei­ten Teil der Aus­stel­lung. Unter dem Titel „Das war hier. Düs­sel­dor­fer Gedenk­zei­chen im öffent­li­chen Raum“ waren die Arbei­ten erst­mals 2024 in der Mahn- und Gedenk­stätte an der Müh­len­straße zu sehen. Stelz­mann doku­men­tiert Mahn­male, Tafeln und Ste­len, die seit 1945 im Stadt­ge­biet an Opfer der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Ver­fol­gung erin­nern. Unter­schied­li­che Akteu­rin­nen und Akteure aus Poli­tik, Kul­tur, Wis­sen­schaft und Brauch­tum haben die Gedenk­zei­chen initi­iert. Die Foto­gra­fien ver­deut­li­chen, dass Erin­ne­rungs­kul­tur kein sta­ti­scher Pro­zess ist, son­dern sich im urba­nen All­tag voll­zieht – sicht­bar zwi­schen Wohn­häu­sern, Ver­kehrs­adern und Plät­zen der Stadt.

Der dritte Aus­stel­lungs­teil trägt den Titel „Das bes­sere Deutsch­land: Wider­stand gegen das NS-Regime in Garath und Hel­ler­hof“. Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Ober­stufe der Gesamt­schule Stet­ti­ner Straße Düs­sel­dorf stel­len Per­sön­lich­kei­ten vor, nach denen Stra­ßen in Garath und Hel­ler­hof benannt sind. Sie wür­di­gen Men­schen, die sich wäh­rend der NS-Dik­ta­tur gegen das Regime stell­ten und damit ein Zei­chen für Zivil­cou­rage setzten.

Die Stadt­teil­bi­blio­thek Garath im Kul­tur­haus Süd, Fritz-Erler-Straße 21, ist mon­tags von 14 bis 19 Uhr, mitt­wochs von 11 bis 13 Uhr und 14 bis 17 Uhr, don­ners­tags von 14 bis 19 Uhr, frei­tags von 11 bis 13 Uhr und 14 bis 17 Uhr sowie sams­tags von 11 bis 13 Uhr geöffnet.

Das Aus­stel­lungs­pro­jekt ist eine gemein­same Initia­tive der Mahn- und Gedenk­stätte und der Stadt­teil­bi­blio­thek Garath. Ziel ist es, his­to­ri­sche Auf­klä­rung, lokale Erin­ne­rungs­kul­tur und schu­li­sches Enga­ge­ment mit­ein­an­der zu ver­bin­den und einem brei­ten Publi­kum im Stadt­teil zugäng­lich zu machen.