Eindrücke vom Bau der Wehrhahnlinie © Lokalbüro
Eindrücke vom Bau der Wehrhahnlinie © Lokalbüro
Eindrücke vom Bau der Wehrhahnlinie © Lokalbüro

Am 20. Februar 2016 ging mit der Wehr­hahn-Linie eines der größ­ten Infra­struk­tur­pro­jekte in der jün­ge­ren Geschichte der Lan­des­haupt­stadt in Betrieb. Heute, zehn Jahre spä­ter, zieht die Rhein­bahn Bilanz: Rund 250 Mil­lio­nen Fahr­gäste haben den 3,4 Kilo­me­ter lan­gen Tun­nel seit der Eröff­nung genutzt.

Die unter­ir­di­sche Stre­cke ver­bin­det die Stadt­teile Bilk und Wehr­hahn und führt unter zen­tra­len Ach­sen der Innen­stadt hin­durch. Sechs neue Bahn­höfe – Pem­pel­forter Straße, Scha­dow­straße, Hein­rich-Heine-Allee, Ben­ra­ther Straße, Graf-Adolf-Platz und Kirch­platz – wur­den im Zuge des Pro­jekts errich­tet. Am Eröff­nungs­tag ström­ten nach Anga­ben der Rhein­bahn rund 100.000 Besu­cher durch die Sta­tio­nen. Die erste plan­mä­ßige Fahrt im regu­lä­ren Betrieb star­tete am 21. Februar 2016 um 4.36 Uhr.

Die Pla­nun­gen für das Pro­jekt rei­chen bis in die 1990er Jahre zurück. Bereits 1997 wurde die Wehr­hahn-Linie für den ÖPNV-Bedarfs­plan des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len ange­mel­det. Der Bau begann 2007 und dau­erte rund acht Jahre. Die Gesamt­kos­ten belie­fen sich auf rund 900 Mil­lio­nen Euro, getra­gen von Stadt, Land und Bund.

Tech­nisch mar­kiert die Stre­cke einen Mei­len­stein im Düs­sel­dor­fer Stadt­bahn­aus­bau: 22.000 Ton­nen Stahl und 240.000 Kubik­me­ter Beton wur­den ver­baut. Die Tun­nel­röh­ren haben einen Durch­mes­ser von 8,30 Metern, die Bahn­steige sind 90 Meter lang. 14 Auf­züge und 59 Roll­trep­pen ver­bin­den die unter­ir­di­schen Ebe­nen mit der Oberfläche.

Heute ver­keh­ren die Linien U71, U72, U73 und U83 durch den Tun­nel. Pro Woche wer­den mehr als 4.300 Fahr­ten gezählt, das ent­spricht über 220.000 Fahr­ten im Jahr. An Werk­ta­gen nut­zen durch­schnitt­lich 80.000 bis 100.000 Ein- und Aus­stei­gende die Wehr­hahn-Linie. Mit ihrer Inbe­trieb­nahme ent­fie­len die ober­ir­di­schen Stra­ßen­bahn­li­nien 703, 712 und 713.

Zehn Jahre nach dem Start gilt die Wehr­hahn-Linie als zen­tra­ler Bestand­teil des Düs­sel­dor­fer Nah­ver­kehrs­net­zes. Sie hat die Innen­stadt ober­ir­disch ent­las­tet, die Rei­se­zei­ten ver­kürzt und die Leis­tungs­fä­hig­keit des Stadt­bahn­net­zes deut­lich erhöht.

Eindrücke vom Bau der Wehrhahnlinie © Lokalbüro

Ein­drü­cke vom Bau der Wehr­hahn­li­nie © Lokalbüro