
Trafen sich im Rathaus zum Spitzentreffen Masterplan Handwerk am Mittwoch, 18. Februar 2026 (v.l.): Michael Kregel, Kreishandwerksmeister, Johannes Kamm, Kreishandwerkerschaft, Andreas Ehlert, Handwerkskammer, OB Dr. Stephan Keller, Dr. Axel Fuhrmann, Handwerkskammer, Wirtschaftsdezernent Christian Zaum, Dr. Jutta Peters, Wirtschaftsförderung © Landeshauptstadt Düsseldorf/Ingo Lammert
Beim dritten Spitzengespräch zum „Masterplan Handwerk Düsseldorf“ haben Stadtspitze und Handwerksvertretungen ihre Zusammenarbeit bekräftigt. Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller empfing am Mittwoch Vertreter der Handwerkskammer Düsseldorf und der Kreishandwerkerschaft Düsseldorf im Rathaus. Im Mittelpunkt standen der Stand der Umsetzung gemeinsamer Maßnahmen sowie aktuelle politische Entwicklungen mit Bedeutung für die Betriebe in der Landeshauptstadt.
Ein Thema war das Sondervermögen des Bundes, das nach Einschätzung der Beteiligten direkte Auswirkungen auf das Düsseldorfer Handwerk haben kann – etwa im Zusammenhang mit Investitionen in Infrastruktur und Bauprojekte. Konkrete Erwartungen und mögliche Handlungsoptionen wurden im Gespräch ausgelotet.
Keller betonte die enge Verflechtung von Stadtentwicklung und Handwerk. „Das Handwerk ist fester Bestandteil unserer Stadtgesellschaft und von vielen städtischen Zukunftsfragen unmittelbar betroffen“, erklärte der Oberbürgermeister. Das betreffe unter anderem die Entwicklung sozial gemischter Quartiere, die Sicherung und Weiterentwicklung von Gewerbeflächen, Fragen der Mobilität sowie die Gewinnung von Fachkräften.
Vor diesem Hintergrund hoben die Gesprächspartner die Bedeutung langfristig gesicherter und bezahlbarer Standorte für Handwerksbetriebe hervor. Ein zentrales Instrument sollen sogenannte Handwerkerhöfe sein. Mehrgeschossige und flexibel nutzbare Standorte in urbanen Lagen könnten dazu beitragen, Betriebe dauerhaft in den Quartieren zu verankern, Kooperationen zu erleichtern und die Sichtbarkeit des Handwerks zu erhöhen.
Breiten Raum nahm zudem das Thema Fachkräfteentwicklung ein. Formate wie „Erlebnis Handwerk“, bei denen Schülerinnen und Schüler Betriebe besichtigen, sollen junge Menschen frühzeitig für eine Ausbildung sensibilisieren. Auch die Austragung der EuroSkills 2027 in Düsseldorf wurde als Impuls für die Branche gewertet. Zu der Europameisterschaft der Berufe werden rund 800 Nachwuchskräfte aus mehr als 30 Ländern erwartet.
Darüber hinaus informierte die Stadt über aktuelle und geplante Infrastrukturmaßnahmen. Das Spitzengespräch machte deutlich, dass der „Masterplan Handwerk“ weiterhin als strategischer Rahmen dienen soll, um Interessen der Betriebe frühzeitig einzubinden und gemeinsame Lösungen zu entwickeln. Stadt und Handwerk sehen sich dabei als Partner in Fragen einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung.

