Die alten Treppenniedergänge © Lokalbüro

Die alten Trep­pen­nie­der­gänge © Lokalbüro

 

Ver­ein Metz­ge­rei Schnit­zel zieht im Herbst 2026 in umge­baute Räume unter dem Platz ein – Neuer Kul­tur­ort mit rund 100 Quadratmetern

Die Düs­sel­dor­fer Kul­tur­szene erhält einen neuen Treff­punkt: Der Ver­ein Metz­ge­rei Schnit­zel, bes­ser bekannt als „Brause“, wird künf­tig am Kirch­platz behei­ma­tet sein. Unter dem Platz ent­steht der­zeit durch Umbau und Sanie­rung der ehe­ma­li­gen öffent­li­chen Toi­let­ten­an­lage ein rund 100 Qua­drat­me­ter gro­ßer Kul­tur­ort. Die Eröff­nung ist für Sep­tem­ber 2026 vorgesehen.

Der Ver­ein setzte sich zuvor in einem Aus­schrei­bungs­ver­fah­ren als künf­ti­ger Betrei­ber durch. In sei­ner Bewer­bung über­zeugte er mit einem spar­ten­über­grei­fen­den sozio­kul­tu­rel­len Kon­zept. Neben der eige­nen Ver­eins­ar­beit soll damit auch der Kirch­platz stär­ker belebt wer­den. Geplant ist ein viel­fäl­ti­ges Pro­gramm, das sich an ein brei­tes Publi­kum richtet.

Die Brause gehört seit mehr als zwei Jahr­zehn­ten zur freien Kul­tur­szene der Stadt. Ihren unge­wöhn­li­chen Namen ver­dankt die Initia­tive einem Witz aus den „Tim und Struppi“-Comics – mit Wurst­wa­ren hat der Ver­ein jedoch nichts zu tun. Viel­mehr steht die Brause für Kunst, Musik und sozio­kul­tu­relle Projekte.

Lange Geschichte in der freien Szene
Bis Mitte 2019 befand sich das Ver­eins­heim in einer ehe­ma­li­gen Tank­stelle an der Bil­ker Allee in Fried­rich­stadt. Dort ent­wi­ckelte sich über Jahre hin­weg ein leben­di­ger Ver­an­stal­tungs­ort. Aus­stel­lun­gen, Lesun­gen, Kon­zerte und Film­abende gehör­ten ebenso zum Pro­gramm wie zahl­rei­che expe­ri­men­telle For­mate. Cha­rak­te­ris­tisch war dabei stets der offene Zugang: Der Ein­tritt war frei, jeder Inter­es­sierte war willkommen.

Kurz vor sei­nem 18. Ver­eins­ge­burts­tag musste der Ver­ein im Mai 2019 aus­zie­hen. Das Grund­stück war ver­kauft wor­den, die Räume stan­den nicht län­ger zur Verfügung.

Ganz ver­schwun­den ist die Brause jedoch nie aus dem Düs­sel­dor­fer Kul­tur­le­ben. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren nutzte der Ver­ein Räume an der Aders­straße als tem­po­rä­ren Stand­ort. Von dort aus orga­ni­sierte er wei­ter­hin ein umfang­rei­ches Pro­gramm mit Kon­zer­ten, Lesun­gen und Ausstellungen.

Heute zählt die Initia­tive mehr als 60 Mit­glie­der. Viele von ihnen enga­gie­ren sich regel­mä­ßig in der Orga­ni­sa­tion von Ver­an­stal­tun­gen. Das Ver­eins­heim ver­steht sich dabei nicht nur als Bühne für Kul­tur, son­dern auch als offe­ner Treff­punkt der freien Szene – für man­che Besu­cher eine Art zwei­tes Wohnzimmer.

Neuer Impuls für den Kirchplatz
Auch im städ­ti­schen Ver­an­stal­tungs­ka­len­der ist die Brause seit Jah­ren prä­sent. Der Ver­ein betei­ligt sich unter ande­rem an den Kunst­punk­ten, der Nacht der Museen, dem Büd­chen­tag sowie am Düs­sel­dor­fer Karneval.

Mit dem neuen Stand­ort am Kirch­platz sol­len diese Akti­vi­tä­ten künf­tig eine dau­er­hafte Basis erhal­ten. Künst­ler bekom­men dort die Mög­lich­keit, ihre Arbei­ten zu prä­sen­tie­ren, sich zu ver­net­zen und neue Pro­jekte zu ent­wi­ckeln. Gleich­zei­tig soll ein nied­rig­schwel­li­ger Begeg­nungs­ort für die Nach­bar­schaft und die gesamte Stadt entstehen.

Mit der geplan­ten Eröff­nung im Herbst 2026 gewinnt der Kirch­platz damit nicht nur zusätz­li­che kul­tu­relle Ange­bote. Unter dem Platz soll ein leben­di­ger Treff­punkt ent­ste­hen, an dem Kunst, Aus­tausch und bür­ger­schaft­li­ches Enga­ge­ment zusammenkommen.

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