
Die Stadtbüchereien Düsseldorf blicken in ihrem Jahresbericht 2025 auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Rund zwei Millionen Menschen besuchten 2025 die Stadtbüchereien © Stadtbüchereien Düsseldorf
Die Stadtbüchereien Düsseldorf haben im Jahr 2025 ihre Bedeutung als zentrale Bildungs- und Begegnungsorte weiter ausgebaut. Wie aus dem jetzt vorgelegten Jahresbericht hervorgeht, nutzten rund 1,97 Millionen Menschen das Angebot der insgesamt 15 Standorte – ein Plus von etwa vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit festigt das Bibliothekssystem seine Rolle im Alltag der Düsseldorfer Bevölkerung.
Auch bei den Ausleihzahlen zeigt sich eine anhaltend hohe Nachfrage: Insgesamt wurden 2,9 Millionen physische Medien entliehen. Parallel dazu gewinnt die digitale Nutzung weiter an Bedeutung. Die sogenannte Onleihe verzeichnete mit mehr als 631.000 Ausleihen einen deutlichen Zuwachs. Hinzu kommen rund 3,5 Millionen virtuelle Besuche.
Ein zentraler Publikumsmagnet bleibt die Zentralbibliothek im KAP1. Vier Jahre nach ihrer Eröffnung hat sie ihre Besucherzahlen im Vergleich zum früheren Standort am Bertha-von-Suttner-Platz verdoppelt. Die Entwicklung gilt als Beleg für den Erfolg moderner Bibliothekskonzepte in urbanen Räumen.
Ein Schwerpunkt lag im vergangenen Jahr auf der Verbesserung der Zugänglichkeit. Die Open-Library-Angebote, bei denen Besucher die Einrichtungen auch ohne Personal nutzen können, wurden deutlich ausgeweitet. So öffnet die Zentralbibliothek sonntags bereits ab 11 Uhr – zwei Stunden früher als zuvor. Möglich wurde dies durch die Unterstützung der Stadtsparkasse Düsseldorf, die das Sonntagsangebot fördert.
Auch in den Stadtteilen wurde nachgelegt: Die Büchereien in Gerresheim und Wersten erweiterten ihre Öffnungszeiten, unter anderem durch längere Samstage und zusätzliche Sonntagsöffnungen im Selbstbedienungsbetrieb. Die Einrichtung in Wersten wurde zudem umfassend modernisiert. Inzwischen bieten fünf Stadtteilbüchereien verlängerte Wochenendzeiten an.
Darüber hinaus bauten die Stadtbüchereien ihr Serviceangebot aus. In der Zentralbibliothek steht seit dem Frühjahr ein Digitalstudio zur Verfügung, in dem analoge Medien wie VHS-Kassetten oder Dias eigenständig digitalisiert werden können.
Personell markierte das Jahr 2025 einen Einschnitt: Nach mehr als 34 Jahren verabschiedete sich Direktor Dr. Norbert Kamp in den Ruhestand. Seit August steht mit Stephan Schwering ein erfahrener Nachfolger an der Spitze, der zuvor über viele Jahre die Zentralbibliothek leitete.
Neben den klassischen Angeboten bleibt auch das Veranstaltungsprogramm ein wichtiger Bestandteil der Arbeit. Insgesamt fanden 3.209 Veranstaltungen und Führungen mit rund 67.467 Teilnehmern statt. Zudem wurden mehr als 13.000 neue Nutzer registriert.
Der vollständige Jahresbericht mit weiteren Kennzahlen und Einblicken ist online abrufbar unter: https://www.duesseldorf.de/stadtbuechereien/wer-wir-sind/ueber-uns


