
Die geplante neue Dorfmitte ‘Am Fettpott’ in Angermund ist kein Selbstläufer © Stadt Düsseldorf
Von Christof Roche
Der Plan, die Freifläche „Am Fettpott“ in Angermund zu einer echten Dorfmitte auszubauen, wird kein leichtes Unterfangen. Der für den Düsseldorfer Norden zuständige Ratsherr Andreas Auler (CDU) sagte dem Lokalbüro Düsseldorf: „Wir begrüßen die Vorlage der Verwaltung, nun in ein förmliches Verfahren zur Entwicklung der Fläche ‚Am Fettpott‘ einzutreten.“
Dafür sei jedoch auf der übergeordneten Planungsebene bei der Bezirksregierung eine Änderung des Regionalplans erforderlich. Dies sei „zwar schwierig, aber nicht unmöglich“, so Auler. Hintergrund ist, dass das vorgesehene Plangebiet für die neue Dorfmitte im aktuellen Regionalplan Düsseldorf (RPD) nicht als „Allgemeiner Siedlungsbereich“ ausgewiesen ist.
Das Plangebiet „Am Fettpott“ liegt stattdessen in einem „Regionalen Grünzug“. Zwar ist der Regionalplan nicht statisch. Ändern sich die Planungsziele für einzelne Bereiche oder Themen, gibt es neue raumbedeutsame Projekte oder ändern sich Rechtsvorschriften, kann eine Änderung des Regionalplans erforderlich werden.
In ersten informellen Kontakten der Stadt Düsseldorf mit der Bezirksregierung wies diese allerdings darauf hin, dass die Erfolgsaussichten für eine Änderung eines Regionalen Grünzugs „schwierig einzuschätzen“ seien. Zuständig für eine Änderung des Regionalplans ist der Regionalrat, der bei der Bezirksregierung angesiedelt ist.
Die lokale Politik – die Bezirksvertretung 5 im Düsseldorfer Norden sowie der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung der Landeshauptstadt – hat sich inzwischen mit breiter Mehrheit hinter den Vorstoß für die neue Dorfmitte gestellt, einschließlich der Grünen. Auler setzt darauf, dass die Bezirksregierung dies würdigt.
„Wir erwarten, dass hier die durch den grünen Regierungspräsidenten geführte Bezirksregierung nicht blockiert, sondern den einhelligen Wunsch der Ortspolitik unterstützt.“ Die Verwaltung der Landeshauptstadt Düsseldorf habe dies bereits getan. Sie sei „mit der Politik der Meinung, dass eine maßvolle Entwicklung möglich ist, die auch Belange des Umweltschutzes berücksichtigt“, so der Düsseldorfer Ratsherr.
Bis Klarheit besteht, wird jedoch noch Zeit vergehen. Ein Regionalplanänderungsverfahren dauert in der Regel mindestens zwölf bis 24 Monate – abhängig von der Komplexität und dem Umfang der Änderung. Erst danach können unter anderem Gespräche mit potenziellen Investoren geführt werden.
Als Vorbild für die neue Dorfmitte in Angermund dient das Klemensviertel in Kaiserswerth.