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Pendler und Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr müssen sich zu Wochenbeginn auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Die Gewerkschaft ver.di hat für Montag und Dienstag, 16. und 17. März, zu einem zweitägigen landesweiten Warnstreik im kommunalen Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen aufgerufen. Betroffen sind rund 30.000 Beschäftigte in mehr als 30 kommunalen Verkehrsunternehmen. Der Ausstand ist Teil der laufenden Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft und dem Kommunalen Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen (KAV NW). Nach zwei Verhandlungsrunden liege weiterhin kein Angebot der Arbeitgeber vor, teilte ver.di mit. Stattdessen hätten diese lediglich Gegenforderungen präsentiert. Der Streik ist in zwei Phasen organisiert. Am Montag sind landesweit Beschäftigte aus Verwaltung und Kundenzentren zum Warnstreik aufgerufen. Am Dienstag folgt der Fahrdienst: Dann sollen Busse und Straßenbahnen in ganz Nordrhein-Westfalen von der ersten Frühschicht bis zur letzten Spätschicht weitgehend stillstehen. Nicht betroffen sind S‑Bahnen sowie Regionalzüge. Nach Angaben der Gewerkschaft soll die Struktur des Warnstreiks deutlich machen, wie viele unterschiedliche Berufsgruppen täglich den Betrieb des Nahverkehrs sichern. „Der Nahverkehr funktioniert nur, weil jeden Tag viele Berufsgruppen zusammenarbeiten – in Leitstellen, Werkstätten, Kundenzentren und im Fahrdienst“, erklärte ver.di-Verhandlungsführer Heinz Rech. Im Zentrum der Tarifrunde stehen laut Gewerkschaft vor allem Verbesserungen der Arbeitsbedingungen. Gefordert wird unter anderem eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von derzeit 39 auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Außerdem verlangt ver.di höhere Zuschläge für Sonntagsarbeit sowie Entlastungen bei Schichtdiensten. Schon jetzt sei der Personalmangel in vielen Verkehrsbetrieben deutlich spürbar. In zahlreichen Städten komme es bereits regelmäßig zu Ausfällen und Einschränkungen. „Wenn sich an den Arbeitsbedingungen nichts ändert, wird der Nahverkehr auch ohne Streiks künftig spürbar häufiger ausfallen“, sagte Rech. Deshalb müsse in den Tarifverhandlungen endlich Bewegung kommen. Die Gewerkschaft zeigte zugleich Verständnis für den Ärger vieler Fahrgäste. Ein Streik sei für die Beschäftigten „kein Selbstzweck“, betonte Rech. Sollte jedoch weiterhin kein Angebot der Arbeitgeber vorgelegt werden, sehe man keine andere Möglichkeit, den Forderungen Nachdruck zu verleihen. „Der Ball liegt jetzt bei den Arbeitgebern, eine weitere Eskalation des Konflikts zu verhindern.“ Die nächste Verhandlungsrunde zwischen ver.di und dem Arbeitgeberverband ist für den 24. März angesetzt. Bis dahin müssen sich Fahrgäste zunächst auf einen deutlich eingeschränkten Nahverkehr einstellen.

Fahr­gäste im öffent­li­chen Nah­ver­kehr in Nord­rhein-West­fa­len müs­sen sich zu Wochen­be­ginn...

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