Zum 50-jährigen Bestehen des Arbeitskreises Stadtbäume setzt Düsseldorf ein sichtbares Zeichen: An der Mühlenstraße ist eine Hopfenbuche gepflanzt worden. Der Jubiläumsbaum steht für fachlichen Austausch, Klimaanpassung und den Stellenwert des Stadtgrüns.
Düsseldorf. Ein junger Baum, ein symbolischer Ort und ein rundes Jubiläum: An der Mühlenstraße hat die Landeshauptstadt eine Hopfenbuche (Ostrya carpinifolia) gepflanzt. Anlass ist das 50-jährige Bestehen des Arbeitskreises Stadtbäume der Gartenamtsleiterkonferenz (GALK). Der Standort wurde bewusst gewählt – zentral gelegen, gut sichtbar, frequentiert von vielen Menschen. Ein Hinweisschild macht auf den Anlass und die Bedeutung des Baumes aufmerksam.
„Durch seine kontinuierliche Arbeit hat der Arbeitskreis nicht nur das grüne Erbe der Kommunen gestärkt, sondern auch das Bewusstsein für die Bedeutung von Bäumen in der urbanen Umgebung geschärft“, sagt Marian Zempel, Leiter des Baumsachgebiets im Düsseldorfer Gartenamt und selbst Mitglied im Arbeitskreis.
Düsseldorf engagiert sich seit 2019 aktiv im GALK-Arbeitskreis Stadtbäume und ist damit Teil eines bundesweiten Netzwerks von 19 Städten, zu dem auch Basel, Wien und Prag gehören. Ziel ist der fachliche Austausch zu zukunftsfähigen Stadtbäumen, neuen Baumarten und ‑sorten sowie Strategien für klimaresiliente Städte. Behandelt werden dabei unter anderem Baumkontrollen, Baumschutzsatzungen, Krankheiten und Schädlinge.
Der Mehrwert liegt aus Sicht der Beteiligten vor allem in der engen Vernetzung. „Alle teilnehmenden Kommunen profitieren davon, dass sie sich kurzfristig zu Fachthemen austauschen können“, betont Zempel. So entstehe ein belastbares Netzwerk – nicht nur zwischen Kommunen, sondern auch mit Baumschulen, Wissenschaft und weiteren Institutionen.
Ein zentrales Projekt des Arbeitskreises ist der sogenannte Straßenbaumtest, an dem Düsseldorf bereits seit 2018 teilnimmt. Er liefert fundierte Erkenntnisse darüber, welche Baumarten und ‑sorten den besonderen Belastungen im Straßenraum standhalten. Die jährlichen Bewertungen gelten als wichtiges Instrument der kommunalen Grünplanung – auch für die Auswahl sogenannter Zukunftsbäume.
Mit Blick nach vorn setzt der Arbeitskreis weiterhin auf Zusammenarbeit, Wissenstransfer und langfristiges Engagement. Angesichts des Klimawandels und der angespannten Haushaltslagen vieler Kommunen bleiben gesunde Stadtbäume, widerstandsfähige Grünstrukturen und eine hohe Lebensqualität in den Städten zentrale Ziele. Die Hopfenbuche an der Mühlenstraße ist dafür mehr als nur ein Jubiläumsbaum – sie ist ein sichtbares Versprechen für die Zukunft des Stadtgrüns.


