
Polizeidirektor Oliver Strudthoff, Ordnungsdezernent Christian Zaum und CC-Präsident Lothar Hörning © Lokalbüro
„Wir sind gut und sicher aufgestellt“, ist CC-Präsident Lothar Hörning zuversichtlich. Mit riesigen Schritten schreitet die fünfte Jahreszeit auf das unvermeidbare Finale zu: den Straßenkarneval samt Rosenmontag.
Ein Kraftakt für Karnevalisten, das Ordnungsamt, die Polizei und alle unterstützenden Helfer – zumal am Karnevalssamstag Demonstrationen in Düsseldorf angemeldet sind.
Wie viele Polizisten am närrischen Wochenende in der Landeshauptstadt uniformiert und in Zivil die „Feiertage“ absichern, wollte Polizeidirektor Oliver Strudthoff nicht verraten. Es seien aber mehrere Tausend, die im „gesamten Stadtgebiet präsent und ansprechbar“ seien.
„Unsere oberste Priorität ist die Sicherheit der Menschen, die friedlich Karneval feiern möchten. Zu unserem Einsatzkonzept gehören konsequente Kontrollen in der eingerichteten Waffenverbotszone, der gezielte Einsatz von Videobeobachtung und ein entschlossenes Vorgehen gegen Störer.“ Denn: „Wir differenzieren klar zwischen friedlich Feiernden, die wir gern schützen, und Krawallmachern.“
Das Düsseldorfer Ordnungsamt ist mit über 200 Mitarbeitern im Einsatz – vorwiegend in der „Fläche“, wie Ordnungsdezernent Christian Zaum betonte. Externe Zusatzkräfte werden das Glasverbot an den Grenzen zur Altstadt überprüfen, ein Anliegen, auf das Zaum besonders hinwies.
„Lasst das Glas zu Hause“, appellierte der Ordnungsdezernent an die Feierlustigen, da das Glasverbot „für eine deutliche Reduzierung der Schnittverletzungen gesorgt hat“. Gleichzeitig drohte er Wildpinklern mit drastischen Strafen von mindestens 150 Euro, zumal an zahlreichen Stellen in der Stadt die Möglichkeit zur Blasenentleerung besteht (siehe Ende des Textes).
Pünktlich zum Karnevalswochenende warnt Polizeidirektor Oliver Strudthoff zusätzlich vor sogenannten K.-o.-Tropfen. Diese farb‑, geruchs- und geschmacksneutralen Betäubungsmittel kommen sowohl in Kneipen und Diskotheken als auch überall dort zum Einsatz, wo Getränke konsumiert werden. Die Täter mischen sie ihren Opfern in die Getränke, um sie kurzzeitig hilf- oder willenlos zu machen (Tipps für Betroffene am Ende des Textes).
An diesen Tagen herrscht Glasverbot
Das Glasverbot in der Altstadt gilt an Altweiberfastnacht (12. Februar), am Karnevalssonntag (15. Februar) sowie an Rosenmontag (16. Februar) für den Kern der Düsseldorfer Altstadt.
Im Einzelnen:
- Altweiberfastnacht, Donnerstag, 12. Februar, von 8 Uhr bis Freitag, 13. Februar, 5 Uhr
- Karnevalssonntag, 15. Februar, ab 12 Uhr bis Veilchendienstag, 17. Februar, 5 Uhr
Die genauen Grenzen des Geltungsbereichs sind auf den Internetseiten der Landeshauptstadt zu sehen.
Zusätzlich wird das Glasverbot an den 16 Zugängen zur Altstadt kontrolliert. Das Ordnungsamt wird mit großer Personalstärke im Einsatz sein und an Altweiber, Kö-Sonntag sowie Rosenmontag von einem privaten Sicherheitsdienst unterstützt. Die Feiernden nehmen das Verbot und die damit verbundenen Kontrollen erfahrungsgemäß positiv auf.
Achtung: K.-o.-Tropfen
- In Kneipen und Diskotheken das eigene Glas nicht unbeaufsichtigt stehen lassen
- Vor dem Gang zur Tanzfläche oder zur Toilette das Glas möglichst austrinken
- Hat die Möglichkeit bestanden, dass jemand unbemerkt etwas in das Glas getan haben könnte, zur eigenen Sicherheit ein neues Getränk bestellen
- Bei plötzlicher Übelkeit, Schwindel oder Unwohlsein Freunde und/oder das Personal des Betriebes ansprechen
- Den Ort nur mit Freunden oder Vertrauenspersonen verlassen – nie mit Fremden mitgehen
- Wenn jemand plötzlich über Übelkeit, Schwindel oder Unwohlsein klagt, die Aussagen ernst nehmen und Freunde und/oder Personal hinzuziehen; geht es der Person erkennbar sehr schlecht, sollte ein Krankenwagen alarmiert werden
- Wer den Verdacht hat, unter dem Einfluss von K.-o.-Tropfen zu stehen, sollte den Polizeinotruf 110 wählen
Pipi-Bio-Pause
In diesem Jahr stellt die Stadt insgesamt drei Toilettencontainer (à 16 Kabinen), 72 sogenannte Cross-Urinale, 69 mobile Toiletten (davon acht behindertengerecht) sowie drei Toilettenwagen in der Düsseldorfer Altstadt auf.
Toilettencontainer, Urinale, mobile Toiletten und Toilettenwagen der Landeshauptstadt befinden sich an folgenden Orten:
- St. Lambertus: Alte Stadt
- St. Lambertus: Stiftsplatz
- Schlossufer
- Unteres Rheinwerft (nördlich Freitreppe)
- Burgplatz vor „Im Goldenen Ring“
- Stadterhebungsmonument
- Lieferplätzchen / Mühlenstraße
- Ratinger Mauer
- Kay-und-Lore-Lorentz-Platz
- Ratinger Straße / Kreuzherrenkirche
- Ratinger Straße / Ratinger Mauer
- Südliche Rheinuferpromenade
- Zollstraße
- Rheinort
- Akademiestraße
- Ursulinengasse gegenüber der Hausnummer 5 (nur Altweiber)

