Lufthansa bleibt morgen am Boden © Lokalbüro

Luft­hansa bleibt mor­gen am Boden © Lokalbüro

 

Am Flug­ha­fen Düs­sel­dorf müs­sen sich Rei­sende der Luft­hansa an die­sem Don­ners­tag auf spür­bare Beein­träch­ti­gun­gen ein­stel­len. Hin­ter­grund sind ganz­tä­gige Arbeits­nie­der­le­gun­gen von Pilo­tin­nen und Pilo­ten sowie von Flug­be­glei­tern. Der Aus­stand betrifft sämt­li­che Abflüge im Zeit­raum zwi­schen 0.01 Uhr und 23.59 Uhr an deut­schen Stand­or­ten der Airline.

Für Düs­sel­dorf bedeu­tet dies, dass zahl­rei­che Ver­bin­dun­gen aus­fal­len oder sich erheb­lich ver­spä­ten kön­nen. Flug­gäste wer­den gebe­ten, sich früh­zei­tig über den Sta­tus ihrer Ver­bin­dung zu infor­mie­ren und alter­na­tive Rei­se­mög­lich­kei­ten zu prü­fen. Beson­ders Geschäfts­rei­sende und Umstei­ger dürf­ten von kurz­fris­ti­gen Ände­run­gen betrof­fen sein.

Auf­ge­ru­fen zu dem Streik haben die Gewerk­schaf­ten Ver­ei­ni­gung Cock­pit (VC) für das Cock­pit­per­so­nal sowie die Unab­hän­gige Flug­be­glei­ter Orga­ni­sa­tion (UFO) für das Kabi­nen­per­so­nal. Nach Anga­ben der VC sei die Maß­nahme not­wen­dig gewor­den, nach­dem es in den Tarif­ver­hand­lun­gen keine Fort­schritte gege­ben habe. Man habe eine Eska­la­tion ver­mei­den wol­len, sehe jedoch die Ver­ant­wor­tung beim Unter­neh­men. Gleich­zei­tig beto­nen die Arbeit­neh­mer­ver­tre­ter ihre grund­sätz­li­che Verhandlungsbereitschaft.

Neben Düs­sel­dorf sind auch andere große deut­sche Flug­hä­fen in das Gesche­hen ein­ge­bun­den, dar­un­ter die Dreh­kreuze Frank­furt und Mün­chen sowie wei­tere Stand­orte wie Ham­burg, Stutt­gart, Köln/Bonn, Ber­lin und Han­no­ver. Bun­des­weit ist somit mit einem redu­zier­ten Flug­an­ge­bot im Luft­hansa-Kon­zern zu rechnen.

Im Kern geht es um For­de­run­gen der Pilo­tin­nen und Pilo­ten nach ver­bes­ser­ten Leis­tun­gen bei der betrieb­li­chen Alters­ver­sor­gung. Die Unter­neh­mens­füh­rung ver­weist dage­gen auf wirt­schaft­li­che Zwänge und eine ange­spannte Ertrags­lage ein­zel­ner Gesell­schaf­ten. Auch beim Kabi­nen­per­so­nal ste­hen tarif­li­che Fra­gen, ins­be­son­dere zu einem Sozi­al­plan, im Mittelpunkt.

Für den Stand­ort Düs­sel­dorf bedeu­tet der Streik erneut eine Belas­tungs­probe im lau­fen­den Flug­be­trieb. Zwar ist der Air­port nicht in glei­chem Maße wie die gro­ßen Dreh­kreuze betrof­fen, den­noch sind die Aus­wir­kun­gen für Pas­sa­giere unmit­tel­bar spür­bar. Wie viele Flüge kon­kret aus­fal­len, hängt vom wei­te­ren Ver­lauf des Arbeits­kamp­fes und mög­li­chen Not­fall­maß­nah­men der Air­line ab.

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