Symbolbild: Awista im Karnevalseinsatz © Lokalbüro

Sym­bol­bild: Awista im Kar­ne­vals­ein­satz © Lokalbüro

 

Wenn der letzte Jeck geht, kommt die Kehrmaschine

Kar­ne­val in Düs­sel­dorf bedeu­tet Aus­nah­me­zu­stand – nicht nur für die Fei­ern­den, son­dern auch für die AWISTA. Wäh­rend in der Alt­stadt geschun­kelt wird, beginnt für die Stra­ßen­rei­ni­gung ein Kraft­akt, der sich von Alt­wei­ber bis Veil­chen­diens­tag nahezu rund um die Uhr zieht.

Früh­start an Altweiber

Kaum sind die letz­ten Kos­tüme in der Nacht ver­schwun­den, rol­len ab 4 Uhr mor­gens die ers­ten Kehr­ma­schi­nen durch die Alt­stadt. 13 Fahr­zeuge – dar­un­ter Kehr­ma­schi­nen, Laub­sauger, Keh­richt­wa­gen und Klein­kehr­ma­schi­nen – sind mit 33 Mit­ar­bei­ten­den im Ein­satz. Ziel ist es, die engen Gas­sen schnell wie­der pas­sier­bar zu machen.

Bis gegen 8 Uhr sind die meis­ten Stra­ßen vom gröbs­ten Unrat befreit. Anschlie­ßend folgt bis etwa Mit­tag der Fein­schliff. Das Glas­ver­bot zeigt dabei Wir­kung: Das Müll­auf­kom­men an Alt­wei­ber ist seit des­sen Ein­füh­rung um rund zehn Ton­nen gesun­ken und liegt inzwi­schen bei etwa 25 Ton­nen. Weni­ger Glas bedeu­tet weni­ger Scher­ben – und damit mehr Sicher­heit für Fei­ernde und Einsatzkräfte.

Rosen­mon­tag: 100 Ton­nen im Blick

Der logis­ti­sche Höhe­punkt folgt am Rosen­mon­tag. Noch bevor der Zug star­tet, wird zwi­schen 2 und 11 Uhr die Stre­cke gerei­nigt. Sobald der letzte Wagen des Rosen­mon­tags­zug Düs­sel­dorf pas­siert hat, setzt sich der Rei­ni­gungs­tross direkt dahin­ter in Bewe­gung. Wei­tere Teams rücken zeit­ver­setzt an beson­ders stark fre­quen­tierte Abschnitte vor – etwa an der Hein­rich-Heine-Allee oder rund um den Carls­platz.

44 Fahr­zeuge und 90 Beschäf­tigte sind allein für die Zugrei­ni­gung ein­ge­plant, dar­un­ter 30 Kehr­ma­schi­nen, vier Was­ser­wa­gen – sofern es nicht friert – und drei Laub­sauger. Erfah­rungs­ge­mäß kom­men zwi­schen 90 und 100 Ton­nen Müll zusam­men. Pro­ble­ma­tisch sind immer wie­der dick­wan­dige Sekt­fla­schen und kleine Alko­hol­fläsch­chen: Sie sor­gen nicht sel­ten für Rei­fen­schä­den an den Fahrzeugen.

Gegen 19 Uhr sind die gröbs­ten Arbei­ten erle­digt. Die Alt­stadt selbst bleibt zunächst aus­ge­spart – dort wird weitergefeiert.

Veil­chen­diens­tag: End­spurt im Morgengrauen

Wäh­rend viele Jecken erst ins Bett gehen, beginnt für die Stra­ßen­rei­ni­gung um 2 Uhr mor­gens der nächste Ein­satz. Die Bol­ker­straße, die Müh­len­straße, die Ratin­ger Straße sowie das gesamte Alt­stadt­um­feld ste­hen auf dem Plan. 18 Fahr­zeuge und 39 Ein­satz­kräfte sor­gen dafür, dass bis 8 Uhr auch hier der Groß­teil des Mülls besei­tigt ist.

Fein­ar­bei­ten zie­hen sich jedoch noch durch den Vor­mit­tag – ins­be­son­dere dort, wo Stände und Tri­bü­nen abge­baut werden.

Dau­er­be­trieb an den „tol­len Tagen“

Ins­ge­samt sind an den Kar­ne­vals­ta­gen rund 90 Fahr­zeuge und etwa 200 Mit­ar­bei­tende im Ein­satz. Und nicht nur die gro­ßen Tage for­dern Per­so­nal und Tech­nik: Auch bei den Stadt­teil­um­zü­gen und an den übri­gen Kar­ne­vals­ter­mi­nen ist die AWISTA präsent.

Wäh­rend für viele der Kar­ne­val am Ascher­mitt­woch vor­bei ist, endet er für die Stra­ßen­rei­ni­gung erst, wenn auch der letzte Kon­fet­ti­rest von Düs­sel­dorfs Stra­ßen ver­schwun­den ist.