
Symbolbild Feuerwehr Düsseldorf © Lokalbüro
Bei einem Wohnungsbrand auf der Birkenstraße hat die Feuerwehr Düsseldorf am Dienstagabend eine bewusstlose Bewohnerin sowie eine Katze aus einer stark verrauchten Wohnung gerettet. Eine Einsatzkraft wurde während der Arbeiten leicht verletzt.
Mehrere Notrufe gingen am Dienstag gegen 18.30 Uhr bei der Leitstelle ein. Da sich die zuständige Feuerwache Flingern nur wenige hundert Meter vom Einsatzort entfernt befindet, trafen die ersten Kräfte kurze Zeit später ein. Zu diesem Zeitpunkt schlugen bereits rund zwei Meter lange Flammen aus einem durchgebrannten Fenster im zweiten Obergeschoss eines dreigeschossigen Wohnhauses.
Da das Gebäude verschlossen war und sich zunächst keine Bewohner bemerkbar machten, verschafften sich die Einsatzkräfte gewaltsam Zugang über die Haustür. Gleichzeitig wurde eine Drehleiter vor dem Haus in Stellung gebracht.
Der Treppenraum war beim Eintreffen noch rauchfrei, sodass ein Trupp unter Atemschutz sofort in das zweite Obergeschoss vorgehen konnte. Um die hohe Temperatur in der Brandwohnung zu senken, setzte die Feuerwehr zunächst von außen einen gezielten Löschimpuls durch das zerstörte Fenster ein.
Als die Einsatzkräfte anschließend in die Wohnung vordrangen, herrschte dort wegen der starken Verrauchung nahezu keine Sicht. Bei der systematischen Durchsuchung entdeckten die Feuerwehrleute eine bewusstlose, schwerverletzte Bewohnerin. Gemeinsam mit weiteren Trupps brachten sie die Frau ins Freie.
Rettungskräfte übernahmen die Patientin sofort und begannen aufgrund ihres kritischen Zustands mit Reanimationsmaßnahmen. Nach erfolgreicher Wiederbelebung wurde die ältere Frau in die Universitätsklinik Düsseldorf transportiert.
Im weiteren Verlauf retteten die Einsatzkräfte auch eine Katze lebend aus der Brandwohnung. Das Tier wurde zur Feuerwache gebracht und soll am Mittwoch an ein Tierheim übergeben werden. Eine Jugendliche aus dem ersten Obergeschoss wurde ebenfalls ins Freie begleitet.
Um genügend Personal für die umfangreichen Rettungs- und Kontrollmaßnahmen bereitzuhalten, erhöhte der Einsatzleiter zwischenzeitlich die Alarmstufe und forderte weitere Kräfte nach. Alle Wohnungen des Hauses wurden auf Brandgase kontrolliert; zwei Wohnungen mussten anschließend belüftet werden.
Zusätzlich mussten Oberleitungen der Rheinbahn durch die Feuerwehr geerdet werden, um eine Gefährdung der Einsatzkräfte auszuschließen. Während des Einsatzes war die Birkenstraße vollständig gesperrt, auch der Straßenbahnverkehr wurde vorübergehend eingestellt.
Ein Feuerwehrmann der Berufsfeuerwehr verletzte sich während der Rettungsarbeiten leicht und wurde zur Kontrolle in ein Krankenhaus gebracht.
Nach rund zwei Stunden waren die Lösch- und Belüftungsarbeiten abgeschlossen. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

