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ver.di erhöht den Druck vor der dritten Verhandlungsrunde. In weiten Teilen des Landes ist mit Einschränkungen zu rechnen.
ACHTUNG: Streik Do. 19. + Fr. 20. März 2026
Wer am Donnerstag, den 19. März, und am Freitag, den 20. März 2026, auf Bus und Straßenbahn angewiesen ist, muss mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat landesweit zu ganztägigen Warnstreiks bei den kommunalen Nahverkehrsunternehmen in Nordrhein-Westfalen aufgerufen – auch Düsseldorf ist betroffen.
Betroffen sind rund 30.000 Beschäftigte der kommunalen Nahverkehrsbetriebe im Land. An zahlreichen Betriebshöfen werden die Busse in den Depots bleiben. Je nach Standort kann es zu Ausfällen auf einzelnen Linien kommen – in kleineren Unternehmen ist mitunter das gesamte Streckennetz lahmgelegt. Nicht betroffen sind S‑Bahnen und Regionalzüge.
„Wenn Fahrerinnen und Fahrer ihre Familie nicht nur im Rückspiegel sehen sollen, braucht es spürbare Verbesserungen.” so Heinz Rech, ver.di-Verhandlungsführer NRW
Hintergrund ist der seit Wochen festgefahrene Tarifstreit mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen (KAV NW). Nach zwei Verhandlungsrunden liegt nach Angaben von ver.di noch immer kein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber vor. Die Gewerkschaft fordert Entlastungen bei der Arbeitszeit und den Schichtdiensten sowie bessere Zuschläge.
Verhandlungsführer Heinz Rech macht die Lage der Beschäftigten deutlich: Die Arbeitsbedingungen seien so belastend, dass die Zeit zwischen den Schichten oft nur noch zum Schlafen reiche. „Das Leben bleibt dabei auf der Strecke und die Gesundheit in nachweisbar steigender Zahl auch”, so Rech. Langfristig gefährde das die Personalstabilität im gesamten Nahverkehr.
Die Warnstreiks sollen den Druck vor der dritten Verhandlungsrunde erhöhen, die ab dem 24. März 2026 in Bochum stattfindet. Bis dahin dürfte die Geduld vieler Fahrgäste in Düsseldorf und dem übrigen NRW auf eine weitere Probe gestellt werden.
Kein Durchatmen: Auch am Montag steht die Rheinbahn still
Kaum sind die Streiktage am Donnerstag und Freitag überstanden, droht Düsseldorf der nächste Ausfall: Am Montag, den 23. März, legt die Nahverkehrsgewerkschaft NahVG die Rheinbahn erneut teilweise lahm. Ab 9 Uhr wird an vier Standorten die Arbeit niedergelegt – an den Betriebshöfen Lierenfeld, Heerdt, Benrath sowie Ratingen-Tiefenbroich.
Auch dieser Ausstand steht im Zeichen der laufenden Tarifverhandlungen. Die Beschäftigten wollen mit der Arbeitsniederlegung ihrem Druck auf die Arbeitgeber Nachdruck verleihen. Geplant ist dazu eine Kundgebung ab 10 Uhr vor dem Betriebshof Lierenfeld, bei der die Streikenden öffentlich auf ihre Forderungen aufmerksam machen wollen.
Hinweis: S‑Bahn und Regionalzug sind nicht betroffen. Fahrgäste sollten vor Fahrtantritt die Webseiten der jeweiligen Verkehrsbetriebe prüfen.


