
Zigarettenkippen
Mit einem ungewöhnlichen Aktionsformat macht ein Umweltprojekt am Samstag in der Düsseldorfer Innenstadt auf die Folgen von Zigarettenmüll aufmerksam. Unter dem Titel „Tatort Straße“ verwandelt sich der Joachim-Erwin-Platz nahe dem Shadow-Platz am 11. April von 12 bis 16 Uhr in einen symbolischen Schauplatz der Umweltverschmutzung.
Absperrbänder, markierte „Tatorte“ und Menschen in Schutzanzügen sorgen dabei für ein Bild, das eher an kriminalistische Ermittlungen als an klassische Umweltarbeit erinnert. Im Mittelpunkt stehen überdimensionale Zigarettenskulpturen, die als Stationen einer Rallye dienen und gezielt die Aufmerksamkeit von Passanten auf sich ziehen sollen.
Kinder, Familien und Interessierte sind eingeladen, selbst aktiv zu werden. Bei einer Art Spurensuche sammeln sie Zigarettenkippen aus dem öffentlichen Raum, sichern „Beweise“ und erfahren dabei, welche Schadstoffe in den Filtern stecken und welche Auswirkungen diese auf Umwelt und Grundwasser haben können. Die Kombination aus spielerischem Ansatz und konkretem Handeln soll insbesondere junge Teilnehmer für das Thema sensibilisieren.
Neben dem pädagogischen Ansatz steht vor allem die sichtbare Veränderung im Fokus: Durch das gemeinsame Aufräumen soll unmittelbar erlebbar werden, welchen Unterschied bereits kleine Beiträge im Alltag machen können. Die Veranstalter setzen dabei bewusst auf niedrigschwellige Beteiligung und direkte Ansprache im öffentlichen Raum.
Organisiert wird die Aktion von der Initiative Blockblocks Cleanup. Sie ist Teil des Projekts „Sauberes hier, sauberes Morgen“, das von der Stiftung Nachhaltigkeit der Stadtsparkasse Düsseldorf gefördert wird. Ziel ist es, Umweltbewusstsein im direkten Lebensumfeld zu stärken und konkrete Maßnahmen gegen Vermüllung anzustoßen.
Für Besucher und Medien bietet die Veranstaltung zahlreiche visuelle Eindrücke – von den auffälligen Skulpturen bis hin zu den ungewöhnlich inszenierten „Ermittlungen“ auf offener Straße.


