ART IS TRASH vor einem Kunstwerk, Düsseldorf, Königsallee © Jochen Rolfes, Photography

ART IS TRASH vor einem Kunst­werk, Düs­sel­dorf, Königs­al­lee © Jochen Rol­fes, Photography

 

Gla­mour trifft Sperr­müll, feine Male­rei kol­li­diert mit roher Urban Art: Mit der Aus­stel­lung „Gla­mour, Trash & Pain­tings“ kehrt der spa­ni­sche Künst­ler Fran­cisco de Pájaro alias „ART IS TRASH“ nach Düs­sel­dorf zurück – und bringt ein­mal mehr jene eigen­tüm­li­che Mischung mit, die ihn inter­na­tio­nal bekannt gemacht hat. Die offi­zi­elle Eröff­nung fin­det am 2. Mai 2026 um 19 Uhr in den Räu­men von Gra­fik Bild Kunst, Schwa­nen­markt 6, 40213 Düs­sel­dorf, statt.

De Pájaro gilt als schil­lernde Figur der Urban-Art-Szene. Sta­tio­nen wie New York, Lon­don oder Bar­ce­lona mar­kie­ren sei­nen Weg, nun setzt Düs­sel­dorf erneut einen mar­kan­ten Punkt in die­ser Reihe. Der Künst­ler lebt bewusst in zwei Wel­ten: Tags­über ent­ste­hen fein kom­po­nierte Gemälde, die ihren Weg in Gale­rien und Samm­lun­gen fin­den, nachts ver­wan­delt er Abfall und Fund­stü­cke im öffent­li­chen Raum in pro­vo­ka­tive, oft humor­volle Instal­la­tio­nen. Diese ver­gäng­li­chen Werke ver­schwin­den meist schnell wie­der – durch Müll­ab­fuhr, Wit­te­rung oder Ein­griffe Drit­ter – und unter­strei­chen gerade dadurch ihren rebel­li­schen Charakter.

Die Aus­stel­lung spie­gelt genau diese Ambi­va­lenz. Neben neuen Lein­wand­ar­bei­ten wer­den auch Street-Art-Fund­stü­cke und fili­grane Tusche­zeich­nun­gen gezeigt. Sti­lis­tisch ver­bin­det alles die Hand­schrift des Künst­lers: comic­ar­tige Ele­mente, expres­sive Figu­ren und das wie­der­keh­rende Label „ART IS TRASH“. Inhalt­lich bewegt sich de Pájaro zwi­schen Kunst­markt und Gegen­kul­tur, zwi­schen kal­ku­lier­ter Ästhe­tik und spon­ta­ner Intervention.

Bereits im Vor­feld hat der Künst­ler in der Stadt Spu­ren hin­ter­las­sen – etwa am Rhein­ufer, rund um den Carls­platz oder vor dem Apollo. Ein bemal­ter Baum, eine ver­frem­dete Toi­let­ten­szene oder ein innig dar­ge­stell­tes Paar im Schlauch­boot: Seine Arbei­ten pro­vo­zie­ren, irri­tie­ren und sor­gen zugleich für Auf­merk­sam­keit bei Pas­san­ten. Poli­zei, Anwoh­ner und Publi­kum wer­den dabei nicht sel­ten Teil sei­ner doku­men­tier­ten Aktio­nen, die der Künst­ler kon­se­quent über soziale Medien verbreitet.

„Ich bin zurück in Düs­sel­dorf, mei­ner zwei­ten Hei­mat“, kom­men­tiert de Pájaro mit einem Augen­zwin­kern und spielt dabei auf das Image der Stadt zwi­schen Luxus, Mode und urba­nem Lebens­ge­fühl an. Genau hier setzt auch der Aus­stel­lungs­ti­tel an: „Gla­mour, Trash & Pain­tings“ ver­steht sich als bewuss­ter Wider­spruch. Glit­zer und Müll, Ele­ganz und Chaos, Kunst und Anti-Kunst wer­den mit­ein­an­der kon­fron­tiert – und hal­ten der Stadt zugleich einen humor­vol­len Spie­gel vor.

Zur Eröff­nung gehört neben der Ver­nis­sage auch ein Künst­ler­ge­spräch sowie eine Live-Per­for­mance ab 20.30 Uhr. Besu­cher haben dabei die sel­tene Gele­gen­heit, den Künst­ler live bei der Arbeit zu erle­ben. Inter­na­tio­nale Gäste sind will­kom­men, das Gespräch fin­det auf Spa­nisch und Eng­lisch statt. Der Ver­an­stal­ter setzt auf eine lockere Atmo­sphäre mit Dress­code „funky & chic“, Bar­be­trieb im Innen­hof und Snacks gegen Spende.

Eine Anmel­dung ist erfor­der­lich und über Event­brite möglich.

Die Aus­stel­lung läuft bis zum 25. Juli 2026 und dürfte ein­mal mehr zei­gen, warum „ART IS TRASH“ zu den auf­fäl­ligs­ten Stim­men der inter­na­tio­na­len Urban Art zählt.

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