
Ein- und Ausfahrt Rheinufertunnel am Tonhallenufer © Lokalbüro
Der Rheinufertunnel ist nach vierwöchiger Vollsperrung früher als von vielen befürchtet wieder bereit für den Verkehr: Am Samstagmorgen, 25. April, wird eine der wichtigsten Verkehrsachsen der Stadt planmäßig freigegeben. Damit endet eine intensive Bauphase, in der zentrale technische Anlagen erneuert und umfangreiche Instandsetzungsarbeiten umgesetzt wurden.
Im Mittelpunkt der Maßnahmen stand der Austausch von zwei der insgesamt fünf Axialventilatoren. Jeder dieser Kolosse misst rund fünfeinhalb Meter in der Höhe und bringt etwa sechs Tonnen auf die Waage. Der Austausch war notwendig geworden, um das Sicherheitskonzept im Brandfall zu aktualisieren. Insbesondere bei einem Stau im Tunnel müssen künftig größere Luftmengen abgesaugt werden können – eine Anpassung, die moderne Sicherheitsstandards zwingend vorgeben.
Neben der aufwendigen Lüftungstechnik wurde auch die Infrastruktur des Tunnels umfassend modernisiert. Die Beleuchtung ist weiter auf energieeffiziente LED-Technik umgestellt worden, während gleichzeitig große Teile der Fahrbahndecke erneuert wurden. Insgesamt wurden rund 33.000 Quadratmeter Asphalt im Tunnel selbst sowie an angrenzenden Bereichen wie der Völklinger Straße und dem Tonhallenufer ersetzt. Ergänzend dazu fanden zahlreiche Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten statt.
Dass die Arbeiten fristgerecht abgeschlossen werden konnten, führen die Verantwortlichen vor allem auf eine präzise Vorbereitung und eine reibungslose Zusammenarbeit aller beteiligten Gewerke zurück. Oberbürgermeister Stephan Keller betonte bei einem Ortstermin kurz vor Abschluss der Bauarbeiten die Bedeutung des Projekts: Die Sperrung sei bewusst genutzt worden, um mehrere Maßnahmen gleichzeitig umzusetzen und so zusätzliche Belastungen in der Zukunft zu vermeiden. Gleichzeitig dankte er den Verkehrsteilnehmern für ihre Geduld angesichts spürbar längerer Fahrzeiten während der Bauphase.
Auch Stadtkämmerin Dorothée Schneider zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf der Arbeiten. Der Austausch der Ventilatoren sowie die parallel ausgeführten Maßnahmen seien ohne größere Probleme verlaufen. Cornelia Zuschke, Beigeordnete für Mobilität und Stadtentwicklung, hob zudem hervor, dass der „Stresstest“ für das Düsseldorfer Verkehrsnetz insgesamt erfolgreich bewältigt worden sei. Durch optimierte Ampelschaltungen und klar definierte Ausweichrouten hätten die Auswirkungen der Sperrung begrenzt werden können. Ein städtisches Monitoring-System habe dabei geholfen, Engpässe frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern.
Auch logistisch lief vieles effizienter als ursprünglich geplant: Weil benötigte Materialien bereits vor Beginn der Sperrung in den Betriebsräumen gelagert wurden, konnten Bauöffnungen an der Rheinuferpromenade früher geschlossen werden. Die Baustelleneinrichtungsflächen werden daher rechtzeitig vor dem Düsseldorf Marathon vollständig zurückgebaut.
Die Kosten für das Gesamtprojekt belaufen sich auf rund sieben Millionen Euro, davon entfallen etwa 4,5 Millionen Euro auf die neuen Axialventilatoren.
Ganz ohne Einschränkungen bleibt es allerdings nicht: Bereits am Sonntag, 26. April, wird der Tunnel im Zuge des Marathons noch einmal temporär gesperrt. Zudem stehen weitere Arbeiten an der Beleuchtung an. Dafür ist zwischen dem 4. Mai und dem 21. August eine nächtliche Sperrung an Werktagen vorgesehen – mit deutlich geringeren Auswirkungen auf den Verkehr.
Unterm Strich zeigt sich: Die umfassende Modernisierung des Rheinufertunnels ist abgeschlossen, der Verkehr kann wieder rollen – technisch aufgerüstet und sicherheitstechnisch auf dem neuesten Stand.


