Kati Schön im Andreas Quartier © Lokalbüro

Kati Schön im Andreas Quar­tier © Lokalbüro

 

Wo, wenn nicht hier? Kati Schön hat kei­nen Zwei­fel, warum ihre Run­way-Show „RE:BORN” nur in Düs­sel­dorf statt­fin­den kann. „Diese Stadt atmet Mode”, sagt die Desi­gne­rin und Tex­til­ma­schi­nen­bau-Inge­nieu­rin – und meint es ernst. Düs­sel­dorf, Hei­mat der Igedo, der CPD und unzäh­li­ger inter­na­tio­na­ler Mode­häu­ser, ist seit Jahr­zehn­ten eine der bedeu­tends­ten Mode­me­tro­po­len Euro­pas. Kein ande­rer Ort in Deutsch­land ver­eint auf diese Weise Krea­ti­vi­tät, Inter­na­tio­na­li­tät und Inno­va­ti­ons­geist – und genau das braucht eine Show wie RE:BORN. Am 13. Juni 2026 öff­net das The Wel­lem an der Müh­len­strasse 34 seine Türen für ein Ereig­nis, das Düs­sel­dorf erneut als das zeigt, was es schon immer war: eine Stadt, die Mode nicht nur trägt, son­dern lebt und gestal­tet. Ein­lass ist ab 18 Uhr, die Show beginnt um 19:30 Uhr. Schirm­herr ist Bür­ger­meis­ter Josef Hin­kel. Erwar­tet wer­den 200 bis 250 Gäste. Tickets sind für 79 bis 129 Euro erhält­lich – unter ande­rem über Event­brite.

Der Abend star­tet stan­des­ge­mäß mit einem Sekt­emp­fang, eine Über­ra­schung ist ange­kün­digt, und ein DJ sorgt für die pas­sende Atmo­sphäre zwi­schen Gla­mour und Avant­garde. Für Kati Schön ist der Abend gleich dop­pelt beson­ders: Ihre Schmuck­kol­lek­tion fei­ert in die­sem Jahr ihr zehn­jäh­ri­ges Bestehen – ein Jubi­läum, das sie nicht still und leise bege­hen will, son­dern mit einem gro­ßen Zei­chen. Und weil ihr Mode und Ver­ant­wor­tung schon immer zusam­men­ge­hö­ren, soll ein Teil des Erlö­ses der Ver­an­stal­tung als Spende nach Ghana flie­ßen – einem Land, das beson­ders unter den Fol­gen der euro­päi­schen Tex­til­ex­porte lei­det. Jähr­lich fal­len in Deutsch­land 1,5 bis 1,6 Mil­lio­nen Ton­nen Tex­ti­lien an, von denen ein Groß­teil in Län­der wie Ghana expor­tiert wird und dort öko­lo­gi­schen Scha­den anrich­tet. RE:BORN will genau dage­gen ein sicht­ba­res Zei­chen setzen.

Kati Schön, Absol­ven­tin des Tex­til­ma­schi­nen­baus an der RWTH Aachen mit Schwer­punkt Woll-Recy­cling, hat sich in Düs­sel­dorf ihre Wahl­hei­mat gesucht – und gefun­den. Die Stadt gibt ihr die Ener­gie, die ihre Arbeit braucht. Mit „RE:BORN” macht sie Mode zum Mani­fest: Statt kurz­le­bi­gem Kon­sum setzt sie auf Qua­li­tät, Lang­le­big­keit und den bewuss­ten Umgang mit Res­sour­cen. In Deutsch­land wer­den jähr­lich rund 19 Kilo­gramm Tex­ti­lien pro Per­son ver­braucht – die Show will bewei­sen, dass Umden­ken mög­lich ist, ohne auf Schön­heit und Stil ver­zich­ten zu müssen.

Auf dem Lauf­steg prä­sen­tie­ren meh­rere Talente ihre Kol­lek­tio­nen und zei­gen, wie viel­fäl­tig und mutig die Mode­szene von mor­gen ist. Tom Runge von VERLAN STUDIOS ver­bin­det tra­di­tio­nel­les Hand­werk mit unkon­ven­tio­nel­len Mate­ria­lien, dar­un­ter hoch­wer­tige Dead­stock-Stoffe und Fund­stü­cke vom Floh­markt. Mara Ring­kamp, aus­ge­bil­det beim renom­mier­ten Bridal- und Cou­ture-Haus Claes Iver­sen, spannt mit ihrer Kol­lek­tion den Bogen zwi­schen den Gene­ra­tio­nen – inspi­riert von der Geburt ihres Kin­des prä­sen­tiert sie zeit­lose Ele­ganz für Groß und Klein. Die 20-jäh­rige Elena Stoy­me­nova aus Nord­ma­ze­do­nien, Stu­den­tin am Fashion Design Insti­tut Düs­sel­dorf, haucht einem alten Bla­zer ihres Groß­va­ters durch Upcy­cling neues Leben ein – ein zutiefst per­sön­li­ches Stück Fami­li­en­ge­schichte ver­wan­delt sich in ein modi­sches State­ment. Ana­sta­sia Bis­se­row begreift Mode als trag­bare Kunst­form und zeigt mit ihrer Kol­lek­tion „Russ­land­deutsch” kul­tu­relle Iden­ti­tät im modi­schen Gewand. Kar­lotta Oxana Haag, deren Ent­würfe zuletzt beim Ber­li­ner Salon wäh­rend der Ber­lin Fashion Week für Auf­se­hen sorg­ten, bringt pro­gres­sive Schnitt­ge­stal­tung auf den Lauf­steg. Silja Meise aus Hagen, seit über 25 Jah­ren im Kos­tüm­hand­werk tätig und mit einem tie­fen Ver­ständ­nis für Nach­hal­tig­keit, prä­sen­tiert ihre „Recy­cling Cou­ture” – geret­tete Mate­ria­lien auf Cou­ture-Niveau, zuletzt für den Ber­li­ner Salon 2025 aus­ge­wählt. Eben­falls auf dem Lauf­steg zu erle­ben ist Bahar Fazeli, deren Mode-Label in Düs­sel­dorf und Monaco zu Hause ist und die damit gera­dezu exem­pla­risch für den inter­na­tio­na­len Anspruch steht, den RE:BORN ver­kör­pert. Die in Meer­busch ansäs­sige Desi­gne­rin ist bekannt für ihre figur­be­ton­ten Cou­ture-Krea­tio­nen, die zeit­lose Ele­ganz mit muti­gen, zeit­ge­nös­si­schen Sil­hou­et­ten ver­bin­den – hand­werk­li­che Prä­zi­sion trifft bei ihr auf eine Lei­den­schaft fürs Detail, die per­fekt in das Kon­zept einer Show passt, die Mode als Wert­gut begreift.

„RE:BORN” ist mehr als eine Moden­schau. Es ist eine Hal­tung, ein Ver­spre­chen und ein Bekennt­nis zu einer Indus­trie, die es bes­ser kann – und in Düs­sel­dorf beweist, dass sie es auch tut. Die Mode­stadt am Rhein hat eine neue Bühne. Und die gehört an die­sem Abend ganz der Zukunft.

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