Die Polleranlage an der Mühlenstraße hat sich in Düsseldorf längst einen zweifelhaften Ruf erarbeitet. Seit ihrer Inbetriebnahme ist sie so oft ausgefallen, dass Anwohner und Passanten die gesenkten Stahlbolzen schon fast als ihren Normalzustand betrachten dürften.
Noch vor wenigen Wochen sorgte ein erneuter Defekt für Aufsehen – kein Einzelfall, sondern eine vertraute Episode in einer schier endlosen Serie. Als ein Mitarbeiter des Lokalbüros am heutigen Mittag zufällig an der Anlage vorbeikam, fiel ihm auf, dass Mitarbeiter einer Fachfirma vor Ort tätig waren. Auf die Frage, ob diesmal wieder ein Schaden vorliege, kam die Antwort prompt und gelassen: Nein, alles bestens, lediglich eine routinemäßige Inspektion.
Man atmete auf.
Wenige Stunden später war die Anlage abermals außer Betrieb.
Was genau bei dieser Inspektion inspiziert wurde, bleibt offen. Fest steht: Das Ergebnis unterscheidet sich optisch nicht von einem Ausfall. Die Poller liegen unten, die Zufahrt ist frei – und die Mühlenstraße zeigt einmal mehr, dass manche Geschichten in Düsseldorf einfach kein Ende finden wollen. Außer dem vorübergehenden.

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