
Die neuen Schilder auf der schadowstraße © Lokalbüro
Die Schadowstraße bleibt ein Dauerproblem. Vier neue Hinweisschilder hat die Stadt Düsseldorf an den Ein- und Ausgängen der Einkaufsmeile aufgestellt, die Radfahrer und Fußgänger auf die klar getrennten Bereiche hinweisen sollen: links und rechts die Gehwege für Fußgänger, in der Mitte die Fahrgasse für Radfahrer. Ob die Tafeln tatsächlich dazu beitragen, das Konfliktpotenzial auf einem der meistfrequentierten Innenstadtabschnitte zu entschärfen, bleibt abzuwarten.
Die Schadowstraße zählt zu Spitzenzeiten über 120.000 Fußgänger pro Tag – im Dezember wurden sogar 1,76 Millionen Menschen gezählt. Gleichzeitig verläuft auf ihr ein zentraler Abschnitt des Düsseldorfer Radhauptnetzes, der täglich von rund 2.000 Radfahrenden genutzt wird. Viele Passanten nehmen die Straße schlicht als Fußgängerzone wahr und ignorieren die mittlere Fahrgasse, was seit Jahren zu Konflikten führt.
Die neuen Schilder sind nur die jüngste Maßnahme in einer langen Reihe von Versuchen. Die weißen Begrenzungslinien, die die mittlere Radfahrgasse von den seitlichen Gehbereichen abgrenzen, wurden zuletzt neu aufgebracht – ein erster Anstrich im April 2025 hatte auf dem speziell imprägnierten Pflaster nicht dauerhaft gehalten. Weitere Schritte sind angekündigt: Die Stadt will zusätzlich Fahrradpiktogramme auf dem Belag aufbringen und 25 Pflanzkübel aufstellen, die die Trennung zwischen Geh- und Fahrbereich künftig auch räumlich sichtbar machen sollen. Vor Ort sind beide Maßnahmen noch nicht umgesetzt.
Grundlage ist ein Beschluss des Ordnungs- und Verkehrsausschusses (OVA/018/2025). Langfristig denkt die Stadt weiter: Der Radverkehr soll perspektivisch über die Liesegang- und Klosterstraße Richtung Süden geführt werden, sodass die Schadowstraße vollständig zur Fußgängerzone werden könnte. Wann und ob dieser Plan politisch umgesetzt wird, ist noch offen.

Erneuereung der eißen Trennlinie © Lokalbüro

