Sym­bol­bild Poli­zei im Ein­satz © Lokalbüro

 

In der Nacht zu Sonn­tag hat die Düs­sel­dor­fer Poli­zei mit einem Groß­auf­ge­bot in Ober­bilk ein­ge­grif­fen, nach­dem meh­rere Hun­dert ver­meint­li­che Fuß­ball­fans das Ergeb­nis eines WM-Spiels laut­stark auf den Stra­ßen gefei­ert hat­ten. Beson­ders auf der Eller­straße ver­sam­mel­ten sich zeit­weise bis zu 400 Per­so­nen, die Pyro­tech­nik und Böl­ler zün­de­ten. In der Spitze blo­ckier­ten rund 100 Fahr­zeuge die Straße, sodass der Ver­kehr kurz­zei­tig voll­stän­dig zum Erlie­gen kam.

Gegen 2.23 Uhr gin­gen bei der Leit­stelle meh­rere Not­rufe ein. Ein­satz­kräfte, dar­un­ter meh­rere Strei­fen­teams sowie der Ein­satz­trupp PRIOS, rück­ten an und lös­ten die Men­schen­menge auf – teil­weise unter Anwen­dung kör­per­li­chen Zwangs. Ver­ein­zelt wur­den Böl­ler in Rich­tung der Beam­ten gewor­fen. Ver­letzt wurde dabei niemand.

Eine Jugend­li­che wurde als Tat­ver­däch­tige iden­ti­fi­ziert und noch vor Ort an ihre Erzie­hungs­be­rech­tig­ten über­ge­ben. Zudem stell­ten die Beam­ten bei ihrer Rück­kehr zu einem nahe abge­stell­ten Strei­fen­wa­gen fest, dass das hin­tere Kenn­zei­chen augen­schein­lich vor­sätz­lich aus der Hal­te­rung gebro­chen wor­den war. Die Poli­zei fer­tigte meh­rere Strafanzeigen.