Foto: F95 / David Matthäus

Foto: F95 / David Matthäus

 

Es sind unge­wohnte Zei­ten für For­tuna Düs­sel­dorf. Mit dem 17. Platz und einer deut­li­chen Nie­der­lage zum Sai­son­ab­schluss gegen die SpVgg Greu­ther Fürth endete eine schwa­che Spiel­zeit mit dem Absturz in die 3. Liga. Der über­ra­schende Abstieg mar­kiert eine tiefe Zäsur – 67 Mit­ar­bei­ter wur­den ent­las­sen, Sport­vor­stand Sven Mislin­tat musste sei­nen Hut neh­men. Und fast der gesamte Kader löste sich auf. Nun, wenige Wochen spä­ter, soll der Neu­auf­bau begin­nen – mit einem neuen Team, neuem Per­so­nal und dem kla­ren Ziel, so schnell wie mög­lich wie­der in die 2. Bun­des­liga zurückzukehren.

Am Sams­tag­vor­mit­tag absol­vier­ten die F95-Pro­fis unter Chef­trai­ner Alex­an­der Ende ihre erste Ein­heit mit Ball auf dem Platz im Arena-Sport­park – bei hoch­som­mer­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren, aber mit spür­ba­rer Auf­bruchs­stim­mung. Mehr als 100 Fans lie­ßen es sich trotz der Hitze nicht neh­men, dabei zu sein, feu­er­ten die Mann­schaft an und war­te­ten anschlie­ßend gedul­dig auf Auto­gramme und Fotos.

Was auf­fällt: Das Gesicht der Mann­schaft ist ein völ­lig ande­res. Gleich acht Neu­zu­gänge stan­den erst­mals gemein­sam auf dem Platz. Kurz vor dem Trai­nings­auf­takt war noch Tor­hü­ter Louis Lord ver­pflich­tet wor­den. Hinzu kom­men Jor­rit Hen­drix, Fabian Schleu­se­ner, Jomaine Con­s­bruch, Sascha Risch, Miguel Gon­çal­ves, Ste­ven van der Sloot und Domi­ni­que Heintz – alle­samt Spie­ler, die den Ver­ein in der 3. Liga sta­bi­li­sie­ren und idea­ler­weise direkt wie­der nach oben füh­ren sol­len. Dass auch meh­rere Talente aus dem ver­eins­ei­ge­nen Nach­wuchs­leis­tungs­zen­trum dabei waren, ist kein Zufall: Nach dem Abstieg hatte der dama­lige Sport­vor­stand Mislin­tat bereits offen ein­ge­räumt, „fast gar kei­nen Kader in der drit­ten Liga” zu haben. Der Ver­ein ist also gezwun­gen, auf Eigen­ge­wächse zu set­zen..

Sport­vor­stand Samir Arabi, der die Nach­folge von Mislin­tat antrat, gab sich beim Trai­nings­auf­takt betont zuver­sicht­lich: „Ich finde, dass es die Jungs aus dem NLZ heute sehr gut gemacht haben. Wir haben uns mit dem Trai­ner­team bewusst dazu ent­schie­den, dass sich die jun­gen Spie­ler in den ers­ten Wochen bei uns zei­gen kön­nen.” Auch ein Gast­spie­ler war dabei: Tor­hü­ter Niko­lai Reh­nen, 29 Jahre alt und der­zeit ver­eins­los, trai­nierte mit und soll auch in den kom­men­den Ein­hei­ten dabei sein – ein Zei­chen dafür, wie offen die Kad­er­fin­dung noch ist.

Ein­zig Sima Suso fehlte krank­heits­be­dingt. Auf­grund der Hitze hiel­ten die Rot-Wei­ßen die Ein­heit kurz und inten­siv, bevor es für die Flin­ge­ra­ner in den Kraft­raum ging.

Das erste Test­spiel steht bereits am Frei­tag, 3. Juli, um 19 Uhr beim Ober­li­gis­ten 1. FC Mon­heim auf dem Pro­gramm – danach geht es Mitte Juli ins Trai­nings­la­ger nach Bad Leon­fel­den in Ober­ös­ter­reich. Die Sai­son beginnt also, und mit ihr die wohl wich­tigste Auf­bau­ar­beit, die For­tuna Düs­sel­dorf seit Jah­ren leis­ten muss.