
© 2026 Lokalbüro / KI-generiertes Bild mit ChatGPT
Stadt verbietet Grillen in Grünanlagen wegen hoher Brandgefahr
Die anhaltende Hitze und Trockenheit der vergangenen Tage lässt die Gefahr von Vegetations- und Grasbränden in Düsseldorf deutlich steigen. Nach Angaben der Stadt wird der Grasland-Feuerindex in Kürze die Warnstufe 4 erreichen. Aus diesem Grund ist das Grillen in den städtischen Grünanlagen ab sofort untersagt. Das Verbot gilt so lange, bis der Index wieder auf Stufe 3 oder niedriger zurückgeht – die Aufhebung erfolgt dann automatisch.
Umweltdezernent Jochen Kral appelliert an die Vernunft der Bürgerinnen und Bürger: „Gerade in heißen und trockenen Phasen ist ein verantwortungsvoller Umgang mit offenem Feuer unerlässlich. Unsere Grünanlagen sind wichtige Erholungsorte für alle Menschen in Düsseldorf und zugleich sensible Naturflächen, die wir gemeinsam schützen müssen.“
Grundsätzlich ist das Grillen in Düsseldorfer Parkanlagen geduldet, sofern vor Ort kein ausdrückliches Grillverbot besteht. Solange keine akute Gefahrenlage herrscht, gelten daher folgende Regeln: Einweggrills sind generell verboten, ebenso das Grillen direkt auf der Grasnarbe. Wegen möglichen Funkenflugs muss ausreichend Abstand zu Bäumen und Sträuchern eingehalten werden. Kohle und Feuerreste sind nach dem Grillen vollständig zu löschen, Abfälle müssen in geeigneten Behältern entsorgt oder wieder mitgenommen werden. Zudem sollen Besucher jederzeit Rücksicht auf andere Parkgäste und auf Tiere nehmen und übermäßigen Qualm sowie Lärm vermeiden. Auch das Urinieren in Grünanlagen ist untersagt und kann geahndet werden.
In Wald- und Forstbereichen ist das Grillen grundsätzlich verboten. Bei länger anhaltenden Hitzeperioden – wie derzeit – kann die Stadt zudem unabhängig vom Graslandfeuerindex ein stadtweites Grillverbot verhängen.
Der Ordnungs- und Servicedienst (OSD) wird die Einhaltung der Regeln kontrollieren. Wer sich nicht daran hält, muss mit einem Bußgeld von bis zu 1.000 Euro rechnen, dessen genaue Höhe sich nach dem Einzelfall richtet.
Weitere Informationen zum Grasland-Feuerindex bietet der Deutsche Wetterdienst.