Kanadische Wildgänse © Lokalbüro

Kana­di­sche Wild­gänse © Lokalbüro

 

Die Zahl der Kana­da­gänse im Düs­sel­dor­fer Stadt­ge­biet ist erneut leicht zurück­ge­gan­gen. Nach der dies­jäh­ri­gen Erhe­bung leben aktu­ell 1.115 Tiere in Düs­sel­dorf – 20 weni­ger als im Vor­jahr. Die Lan­des­haupt­stadt wer­tet die Ent­wick­lung als Erfolg ihres seit 2018 lau­fen­den Gänsemanagements.

Von den ins­ge­samt 1.115 erfass­ten Gän­sen hal­ten sich 817 in den Düs­sel­dor­fer Park­an­la­gen auf. Im ver­gan­ge­nen Jahr waren es dort 812 Tiere. Beson­ders bemer­kens­wert ist die Ent­wick­lung mit Blick auf die ver­gan­ge­nen Jahre: Zwi­schen 2009 und 2017 hatte sich die Zahl der Gänse in den Parks etwa ver­drei­facht, im gesam­ten Stadt­ge­biet nahezu verdoppelt.

Ohne die seit 2018 durch­ge­führ­ten Maß­nah­men wäre nach Ein­schät­zung der Stadt auf­grund der bis­he­ri­gen Wachs­tums­ra­ten in die­sem Jahr mit einer Popu­la­tion von mehr als 2.000 Kana­da­gän­sen zu rech­nen gewesen.

Weni­ger Nach­wuchs durch Gelegemanagement
Ein zen­tra­ler Bestand­teil des Gän­se­ma­nage­ments ist die Begren­zung des Brut­er­folgs. In den Park­an­la­gen wer­den die gefun­de­nen Gän­se­nes­ter von einer exter­nen Fach­gut­ach­te­rin beglei­tet und kon­trol­liert. Aus jedem Nest wer­den die Eier bis auf ein oder zwei ent­nom­men. Dadurch soll ver­hin­dert wer­den, dass die Gänse nach einem voll­stän­dig geleer­ten Gelege erneut mit einer Brut beginnen.

In die­sem Jahr wur­den auf diese Weise fast 1.000 Gän­se­eier ent­nom­men. Anschlie­ßend wer­den die Bestände und ins­be­son­dere die Zahl der Jung­vö­gel erfasst.

Der Anteil der Jung­vö­gel an der Gesamt­po­pu­la­tion liegt in die­sem Jahr bei 13 Pro­zent. Im Vor­jahr waren es noch 14 Pro­zent. Vor Beginn des Gän­se­ma­nage­ments lag der Anteil regel­mä­ßig bei etwa 20 Pro­zent. Im Jahr 2013 betrug er sogar mehr als 30 Prozent.

„Das Gän­se­ma­nage­ment der Lan­des­haupt­stadt zeigt erneut Wir­kung. Wir set­zen die Maß­nah­men des­halb kon­se­quent fort, um die Popu­la­tion der Kana­da­gänse lang­fris­tig auf einem ver­träg­li­chen Niveau zu hal­ten“, sagt Umwelt­de­zer­nent Jochen Kral.

Füt­tern ver­schärft die Probleme
Eine der größ­ten Schwie­rig­kei­ten bei der Begren­zung der Popu­la­tion bleibt das Füt­tern der Tiere. Nach der Düs­sel­dor­fer Stra­ßen­ord­nung ist das Füt­tern wild­le­ben­der Tiere und damit auch von Kana­da­gän­sen verboten.

An beson­ders betrof­fe­nen Stel­len in den Park­an­la­gen wei­sen Schil­der auf das Ver­bot hin. Die Stadt kon­trol­liert die Ein­hal­tung und ahn­det Verstöße.

Gän­se­kot bleibt Belas­tung in den Parks
Obwohl die Zahl der Kana­da­gänse ins­ge­samt leicht gesun­ken ist, bleibt die Belas­tung durch Gän­se­kot in eini­gen Düs­sel­dor­fer Parks hoch. Die Stadt hält des­halb wäh­rend der Haupt­auf­ent­halts­zei­ten der Tiere an häu­fi­gen Rei­ni­gungs­in­ter­val­len fest.