Die Flusswächter von Teuchitlán tragen durch ihr umfangreiches Engagement zum Erhalt vieler bedrohter Arten bei. © Dr. Günther Schleussner

Die Fluss­wäch­ter von Teu­chit­lán tra­gen durch ihr umfang­rei­ches Enga­ge­ment zum Erhalt vie­ler bedroh­ter Arten bei. © Dr. Gün­ther Schleussner

 

Wer schon ein­mal einen Blick in die Becken des Aqua­zoo Löbb­ecke Muse­ums gewor­fen hat, kennt sie viel­leicht noch nicht mit Namen – dabei zäh­len Hoch­land­kär­pf­linge zu den fas­zi­nie­rends­ten und zugleich bedroh­tes­ten Süß­was­ser­fi­schen der Welt. Die über­wie­gend lebend­ge­bä­ren­den Fische aus der Fami­lie der Goo­de­idae kom­men aus­schließ­lich in den Gewäs­sern des mexi­ka­ni­schen Hoch­lan­des vor. Ein­ge­schleppte, nicht hei­mi­sche Arten sowie bau­li­che Ein­griffe und die inten­sive Nut­zung ihrer natür­li­chen Lebens­räume durch den Men­schen set­zen ihnen erheb­lich zu.

Am Don­ners­tag, den 24. Sep­tem­ber 2026, bekommt Düs­sel­dorf nun sel­te­nen Besuch: Die soge­nann­ten Fluss­wäch­ter von Teu­chit­lán rei­sen eigens aus Mexiko an, um im Aqua­zoo Löbb­ecke Museum an der Kai­sers­wert­her Straße 380 von ihrer Arbeit zu berich­ten. Der Vor­trag fin­det im Con­tai­ner vor dem Aqua­zoo statt und beginnt um 18 Uhr. Da die Gäste auf Spa­nisch spre­chen, wird live ins Deut­sche über­setzt – im Anschluss ist zudem Gele­gen­heit, Fra­gen an den Refe­ren­ten zu stellen.

Ein­satz für den Fluss und seine Bewohner
Die Fluss­wäch­ter von Teu­chit­lán enga­gie­ren sich als Bewoh­ner des mexi­ka­ni­schen Hoch­lan­des unmit­tel­bar vor Ort für den Arten­schutz. Regel­mä­ßig säu­bern sie den Río Teu­chit­lán, der die Lebens­grund­lage für den bedroh­ten Kär­pf­ling bil­det, über­wa­chen die Was­ser­qua­li­tät des Flus­ses und klä­ren in Work­shops die ört­li­che Bevöl­ke­rung auf. Inter­na­tio­nal gilt das Pro­jekt inzwi­schen als eines der größ­ten Erfolgs­bei­spiele im Schutz von Süß­was­ser­fi­schen überhaupt.

Vom Aus­ster­ben bedroht zur Rück­kehr in die Natur
Beson­ders ein­drucks­voll zeigt sich der Erfolg am Bei­spiel des Tequila-Kär­pf­lings (Zoo­go­ne­ti­cus tequila): Noch vor zehn Jah­ren galt die Art in freier Natur als aus­ge­stor­ben. Durch das koor­di­nierte Enga­ge­ment meh­re­rer Arten­schutz-Akteure, die sich für die Wie­der­her­stel­lung der Lebens­räume sowie die Aus­wil­de­rung von in mensch­li­cher Obhut nach­ge­züch­te­ten Popu­la­tio­nen ein­set­zen, kehrt der kleine Fisch nun Schritt für Schritt in sein ursprüng­li­ches Ver­brei­tungs­ge­biet zurück. Auch das Aqua­zoo Löbb­ecke Museum trägt seit vie­len Jah­ren zu die­sem Erfolg bei und zieht den Tequila-Kär­pf­ling erfolg­reich nach.

Welt­weite Ver­net­zung als Erfolgsrezept
Koor­di­niert und finan­ziert wer­den diese und wei­tere Pro­jekte zum Schutz der Hoch­land­kär­pf­linge über die Goo­deid Working Group, eine inter­na­tio­nal ver­netzte Arten­schutz­in­itia­tive. Auch die Besu­che­rin­nen und Besu­cher des Aqua­zoo leis­ten ihren Bei­trag: Über den frei­wil­li­gen Arten­schutz­bei­trag beim Ein­tritt unter­stüt­zen sie direkt die Arbeit der Goo­deid Working Group und damit auch das Wie­der­an­sied­lungs­pro­jekt des Tequila-Kärpflings.