Sind das die ersten Backstreet Boys? Schwarze Limousinen fahren in die Tiefgarage des Breidenbacher Hofs. © Lokalbüro

Sind das die ers­ten Back­street Boys? Schwarze Limou­si­nen fah­ren in die Tief­ga­rage des Brei­den­ba­cher Hofs. © Lokalbüro

 

Noch gut eine Woche, dann steht Düs­sel­dorf für zwei Wochen ganz im Zei­chen der Back­street Boys. Sind bereits heute Mit­glie­der der Band in der Stadt ange­kom­men? Fest steht nur: Am Don­ners­tag­abend roll­ten meh­rere dunkle Limou­si­nen in die Tief­ga­rage des Brei­den­ba­cher Hofs – jenes Tra­di­ti­ons­hau­ses in der Alt­stadt, das wäh­rend der Kon­zert­reihe offen­bar als Quar­tier der Band die­nen soll. Wer in den Fahr­zeu­gen saß, ließ sich von außen nicht erkennen.

Zehn Shows, ein Come­back mit Geschichte
Schon in Las Vegas sorgte die Pro­duk­tion für Furore: Mit ihrer „Into The Millennium”-Show füll­ten die Back­street Boys über 20-mal die Sphere-Arena, ehe sie das Kon­zept nun erst­mals nach Europa brin­gen – exklu­siv nach Düs­sel­dorf. Zwi­schen dem 25. Sep­tem­ber und dem 7. Okto­ber tre­ten Nick Car­ter, Brian Litt­rell, AJ McLean, Howie Dorough und Kevin Richard­son ins­ge­samt zehn­mal in der Mer­kur Spiel-Arena auf, unter dem Titel „Home­co­ming: Live in Ger­many”. Der Name ist Pro­gramm: Aus­ge­rech­net in Deutsch­land hatte die Band vor drei Jahr­zehn­ten mit der Sin­gle „I’ll Never Break Your Heart” ihre erste Pla­tin-Aus­zeich­nung erhal­ten, lange bevor der welt­weite Durch­bruch folgte. Geplant waren zunächst sechs Kon­zerte, aus denen wegen der gro­ßen Nach­frage inzwi­schen zehn wur­den – nach Anga­ben des Ver­an­stal­ters sind bereits mehr als 400.000 Tickets verkauft.

Wer könnte schon da sein?
Eine belast­bare Ant­wort dar­auf gibt es der­zeit nicht, weder von der Band noch vom Ver­an­stal­ter. Etwas Ori­en­tie­rung bie­tet höchs­tens ein Blick in die sozia­len Netz­werke: Dort zeig­ten sich Nick Car­ter, Brian Litt­rell und AJ McLean am Don­ners­tag noch auf dem Rück­weg von gemein­sa­men Pro­ben in Groß­bri­tan­nien in die USA – bevor es für sie dann erst Anfang der kom­men­den Woche wei­ter nach Düs­sel­dorf gehen soll. Soll­ten also tat­säch­lich schon Band­mit­glie­der vor Ort sein, kämen rein rech­ne­risch nur Kevin Richard­son oder Howie Dorough infrage. Genauso gut könn­ten die Limou­si­nen aber auch nur im Auf­trag des Manage­ment- oder Pro­duk­ti­ons­teams unter­wegs gewe­sen sein, ganz ohne pro­mi­nente Insassen.

Alt­stadt berei­tet sich auf Fan-Ansturm vor
Los­ge­löst von der Frage, wer wann ein­trifft, lau­fen die Vor­be­rei­tun­gen für den nächs­ten Höhe­punkt bereits: Am Markt­platz, in der Alten Käm­me­rei, soll noch vor dem ers­ten Kon­zert ein tem­po­rä­rer Fan­shop öff­nen. Wie die­ser „Back­street Boys Ter­mi­nal” getaufte Store im Detail aus­se­hen wird, ist noch offen – ange­kün­digt sind unter ande­rem Mer­chan­dise-Arti­kel und Foto­ge­le­gen­hei­ten für Besu­cher. Erfah­rungs­werte aus der jün­ge­ren Ver­gan­gen­heit las­sen erah­nen, wor­auf sich die Stadt ein­stel­len muss: Schon bei Auf­trit­ten der Toten Hosen und von Sys­tem of a Down bil­de­ten sich vor den jewei­li­gen Pop-up-Läden lange Schlan­gen durch die Alt­stadt. Offen ist bis­lang auch, ob die Stadt Düs­sel­dorf der Band im Rah­men der Resi­dency einen offi­zi­el­len Emp­fang berei­tet, etwa mit einem Ein­trag ins Gol­dene Buch, wie es bei pro­mi­nen­ten Gäs­ten mit­un­ter üblich ist. Ob Der­ar­ti­ges geplant ist, ist bis­her nicht bekannt.

Auch abseits der Arena hat sich rund um die Kon­zert­ter­mine mitt­ler­weile ein eige­nes Pro­gramm eta­bliert, von 90er-Jahre-Par­tys über gemein­sa­mes Mit­sin­gen bis zu the­ma­tisch pas­sen­den Lauf-Events. Ob auch die Band selbst für spon­tane Auf­tritte in der Alt­stadt sorgt, wie es zuletzt bei Bad Bunny und Ed Sheeran der Fall war, muss sich erst noch zei­gen. Sicher ist bis­lang nur: Wer die­ser Tage durch die Gas­sen rund um den Brei­den­ba­cher Hof läuft, dürfte beson­ders genau hin­schauen – auch wenn nie­mand mit Gewiss­heit sagen kann, ob sich dort tat­säch­lich schon echte Back­street Boys auf­ge­hal­ten haben.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen zu Ter­mi­nen und Tickets: merkur-spiel-arena.de/backstreet-boys