
Annette Grabbe, Vorständin der Rheinbahn, Oliver Wittke, Vorstandssprecher des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr und Lars Redeligx, Vorsitzender der Geschäftsführung des Flughafens Düsseldorf freuen sich über den Start des CALO-SkyTrain-Tickets am Flughafen. © Rheinbahn
Zum Beginn der Sommerferien führen die Rheinbahn, der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und der Flughafen Düsseldorf ein neues digitales Ticket für den SkyTrain ein. Mit dem sogenannten CALO-SkyTrain-Ticket soll die Fahrt mit der fahrerlosen Bahn künftig deutlich einfacher werden: Fahrgäste checken an Lesegeräten an den Haltestellen mit ihrer Bankkarte ein, fahren mit dem SkyTrain und checken anschließend wieder aus. Der Fahrpreis wird danach automatisch nach dem sogenannten Luftlinientarif berechnet.
Das neue Verfahren orientiert sich an der Logik des bereits etablierten Systems eezy.nrw und überträgt dieses Prinzip erstmals auf den SkyTrain. Damit entsteht am Düsseldorfer Flughafen ein Angebot, das digitale Einfachheit mit moderner Zugangstechnik verbindet.
„Der Düsseldorf Airport ist das Tor zur Region, gerade hier erwarten Fahrgäste einfache, digitale und komfortable Mobilitätsangebote“, sagt Annette Grabbe, Vorständin der Rheinbahn. Mit dem neuen Ticket im Rahmen der CALO-Initiative werde der Zugang zum SkyTrain deutlich vereinfacht. Mit Bankkarte oder Smartphone einchecken, fahren, auschecken – einfacher könne Nahverkehr kaum sein, so Grabbe weiter.
Auch beim VRR setzt man auf das neue System. „Mit dem CALO-SkyTrain-Ticket bringen wir Innovation direkt in die Praxis“, erklärt Oliver Wittke, Vorstandssprecher des VRR. Gemeinsam mit der Rheinbahn und dem Flughafen Düsseldorf zeige man, wie digitale Zugangs- und Bezahlsysteme den öffentlichen Verkehr noch einfacher machen könnten. Ziel sei es, Hürden abzubauen und Mobilität so intuitiv wie möglich zu gestalten.
Keine Tarifkenntnisse mehr nötig
Das Prinzip kennen viele Fahrgäste bereits von eezy.nrw über das Smartphone: Wer einsteigt, muss sich nicht mehr um die passende Preisstufe kümmern. Die Abrechnung erfolgt automatisch nach der zurückgelegten Strecke. Nach Angaben der Betreiber zahlen Fahrgäste dabei nie mehr als den Preis eines regulären Tickets und profitieren mitunter sogar von einem günstigeren Fahrpreis.
Lars Redeligx, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Düsseldorf GmbH, sieht darin einen weiteren Baustein auf dem Weg zu einer „Destination of Excellence“. Mit CALO komme am Flughafen erstmals ein neues digitales Ticketsystem zum Einsatz, das die Mobilität im öffentlichen Nahverkehr für alle vereinfachen solle. Internationale Passagiere müssten sich für ihre SkyTrain-Fahrt künftig nicht mehr mit lokalen Tarifsystemen am Ticketautomaten auseinandersetzen.
Der SkyTrain verbindet den Bahnhof Düsseldorf Flughafen mit dem Terminal sowie den Parkhäusern P4 und P5. Die fahrerlose Bahn verkehrt auf ihrer rund 2,5 Kilometer langen Strecke täglich von 3.45 Uhr bis 0.45 Uhr und bringt Reisende in etwa sieben Minuten vom Fernbahnhof zu den Haltestellen Parkhaus P4/P5, Terminal A/B und Terminal C. Bislang gelten in den Bahnen unter anderem VRR- und VRS-Tickets, das Deutschlandticket, Parktickets der Flughafen Düsseldorf GmbH sowie die DüsseldorfCard. Für Reisende, die den Flughafen nur gelegentlich nutzen, entfällt mit dem neuen Ticket künftig die Suche nach dem passenden Fahrschein.
Zustimmung kommt auch vom Fahrgastverband PRO BAHN. Dessen stellvertretender Landesvorsitzender Thomas Probol lobt eine intelligente, digitale Lösung mit Bankkarte oder Smartphone, bei der weder Adresse noch Kontodaten hinterlegt werden müssten und nur für die tatsächlich zurückgelegte Strecke gezahlt werde. Damit gebe es auch keine Sprachbarriere mehr für ausländische Touristen und Geschäftsreisende. Rheinbahn und Flughafen würden damit im ÖPNV zum Trendsetter für ganz Nordrhein-Westfalen.
Mit dem neuen System kommt an den Validatoren des SkyTrain erstmals ein Check-in- und Check-out-Verfahren auf Grundlage der eezy.nrw-Logik zum Einsatz. Die Kooperation von Rheinbahn, VRR und Flughafen Düsseldorf gilt als weiterer Schritt in der Digitalisierung des Ticketings im Nahverkehr.