© 2026 Lokalbüro / KI-generiertes Bild mit ChatGPT

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Die anhal­tende Hitze und Tro­cken­heit macht nicht nur den Men­schen zu schaf­fen, son­dern stellt auch die hei­mi­sche Tier­welt vor Her­aus­for­de­run­gen. Die Lan­des­haupt­stadt appel­liert nun an die Bevöl­ke­rung, Wild­tiere mit ein­fa­chen Mit­teln zu unter­stüt­zen – gleich­zei­tig warnt sie vor gut gemein­ten, aber unan­ge­brach­ten Hil­fen wie dem Füt­tern in den städ­ti­schen Parkanlagen.

“Wild­tiere sind an wech­selnde Wit­te­rungs­be­din­gun­gen ange­passt und ver­fü­gen über ver­schie­dene Stra­te­gien, um mit Hitze und Tro­cken­heit umzu­ge­hen”, erklärt Umwelt­de­zer­nent Jochen Kral. Man könne die Tiere am bes­ten unter­stüt­zen, indem man ihnen Ruhe ver­schaffe und nur dort helfe, wo es wirk­lich sinn­voll sei – etwa mit Was­ser­an­ge­bo­ten im eige­nen Gar­ten oder auf dem Balkon.

Wie die Stadt mit­teilt, reagie­ren die ver­schie­de­nen Arten ganz unter­schied­lich auf die hohen Tem­pe­ra­tu­ren: Füchse, Dachse und Kanin­chen zie­hen sich in ihre küh­len Baue zurück, Eich­hörn­chen suchen Schutz in schat­ti­gen Baum­wip­feln, und Rehe schrän­ken ihre Bewe­gun­gen ein. Vögel küh­len sich über den geöff­ne­ten Schna­bel, Füchse durchs Hecheln. Wird das Nah­rungs­an­ge­bot auf den ver­trock­ne­ten Rasen- und Wie­sen­flä­chen der Parks zu knapp, wei­chen etwa Gänse auf Fel­der am Stadt­rand aus.

Damit die Tiere nicht zusätz­lich unter Stress gera­ten, soll­ten Spa­zier­gän­ger auf befes­tig­ten Wegen blei­ben. Hunde gehö­ren beson­ders in Wald- und Grün­flä­chen an die Leine – geschwächte Wild­tiere wer­den sonst leicht zur Beute oder ver­lie­ren bei der Flucht wert­volle Energie.

Was­ser­scha­len für kleine Wildtiere

Wer hel­fen möchte, kann vor allem mit Was­ser­stel­len etwas bewir­ken. Für Igel, Maul­würfe und andere kleine Wild­tiere eig­nen sich fla­che Scha­len mit nied­ri­gem Was­ser­stand oder grö­ßere Gefäße mit Stei­nen als Aus­stiegs­hilfe, damit die Tiere nicht ertrin­ken. Beson­ders geeig­net sind Ter­ra­kot­ta­scha­len oder Unter­set­zer aus Ton oder Stein. Ste­hen sol­che nicht zur Ver­fü­gung, soll­ten Kunst­stoff­be­häl­ter mit sau­be­rem Kies und Stei­nen beschwert werden.

Für Vögel und Insek­ten bie­ten sich erhöht auf­ge­stellte oder auf­ge­hängte fla­che Scha­len mit rauem Unter­grund an, der bes­se­ren Halt gibt – auch auf dem Bal­kon las­sen sich sol­che Trän­ken ein­rich­ten. Wich­tig ist, das Was­ser täg­lich zu wech­seln und die Gefäße regel­mä­ßig zu rei­ni­gen, damit sich keine Krank­heits­er­re­ger oder Stech­mü­cken aus­brei­ten. Auch Gar­ten­tei­che kön­nen wert­volle Was­ser­stel­len sein, wenn sanft abfal­lende Ufer oder Klet­ter­hil­fen aus Stei­nen, Ästen oder Bret­tern den Tie­ren einen siche­ren Zugang ermöglichen.

Füt­tern bleibt verboten

Unver­än­dert gilt: Das Füt­tern von Wild­tie­ren in öffent­li­chen Park­an­la­gen ist nach der Düs­sel­dor­fer Stra­ßen­ord­nung unter­sagt. Die Stadt begrün­det dies damit, dass Wild­tiere grund­sätz­lich selbst geeig­nete Nah­rung fin­den und durch regel­mä­ßi­ges Füt­tern häu­fig in ihrem natür­li­chen Ver­hal­ten gestört wer­den. Für Wild­trän­ken außer­halb befrie­de­ter Grund­stü­cke – etwa für Rehe, Hasen oder Füchse – sind laut Lan­des­jagd­ge­setz Nord­rhein-West­fa­len die Jagd­aus­übungs­be­rech­tig­ten zustän­dig, die die ört­li­chen Gege­ben­hei­ten am bes­ten kennen.

Stadt kon­trol­liert Parkgewässer

Auch die Ver­wal­tung selbst wird in der Hit­ze­pe­ri­ode aktiv: Mit­ar­bei­ter kon­trol­lie­ren regel­mä­ßig die Park­ge­wäs­ser, ver­sor­gen sie bei Bedarf mit Frisch­was­ser oder sta­bi­li­sie­ren sie durch Umwäl­zung. Zusätz­lich baut das Gar­ten­amt an stei­len Gewäs­se­ru­fern soge­nannte Enten­bret­ter ein. Diese erleich­tern Enten und Klein­säu­gern den siche­ren Ein- und Aus­stieg, ermög­li­chen ihnen Trin­ken und Abküh­lung und schüt­zen sie zugleich vor dem Ertrinken.