Die bei Sondierungsarbeiten in Düsseldorf-Kalkum gefundene Panzergranate aus dem Zweiten Weltkrieg konnte am Mittwoch, 5. August 2026, durch Sprengmeister Julian Granzow (r.) und Kampfmittelbeseitiger Michael Hoff vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung erfolgreich kontrolliert gesprengt werden. ©  Feuerwehr Düsseldorf

Die bei Son­die­rungs­ar­bei­ten in Düs­sel­dorf-Kal­kum gefun­dene Pan­zer­gra­nate aus dem Zwei­ten Welt­krieg konnte am Mitt­woch, 5. August 2026, durch Spreng­meis­ter Julian Gran­zow (r.) und Kampf­mit­tel­be­sei­ti­ger Michael Hoff vom Kampf­mit­tel­be­sei­ti­gungs­dienst der Bezirks­re­gie­rung erfolg­reich kon­trol­liert gesprengt wer­den. © Feu­er­wehr Düsseldorf

 

Bei Son­die­rungs­ar­bei­ten an der Kal­ku­mer Schloss­al­lee in Höhe Zep­pe­n­hei­mer Straße war am Mitt­woch eine Pan­zer­gra­nate aus dem Zwei­ten Welt­krieg ent­deckt wor­den. Die Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf hatte dar­auf­hin umge­hend ihr Kri­sen­ma­nage­ment alar­miert und einen Sicher­heits­ra­dius von 300 Metern rund um die Fund­stelle ein­ge­rich­tet. Rund 120 Men­schen muss­ten in der Folge ihre Woh­nun­gen verlassen.

Die Eva­ku­ie­rung des Gefah­ren­be­reichs war um 16:00 Uhr abge­schlos­sen. Poli­zei und Ord­nungs­amt sperr­ten die zufüh­ren­den Stra­ßen bereits ab 15.30 Uhr. Als Anlauf­stelle für betrof­fene Anwoh­ner hatte die Stadt die Räume des Theo­dor-Flied­ner-Gym­na­si­ums an der Kal­ku­mer Schloss­al­lee 28 ein­ge­rich­tet, wo eine Betreu­ung orga­ni­siert wurde. Rhein­bahn­busse brach­ten Betrof­fene von der Hal­te­stelle Schloss Kal­kum zur Betreu­ungs­stelle. Die Bus­li­nien 728, 749, 751 und 760 muss­ten für die Dauer der Maß­nahme über die Arn­hei­mer Straße und die Ein­brun­ger Straße umge­lei­tet wer­den. Wer aus gesund­heit­li­chen Grün­den nicht selbst­stän­dig sein Zuhause ver­las­sen konnte, hatte die Mög­lich­keit, über die Feu­er­wehr­leit­stelle einen Trans­port anzufordern.

Am spä­ten Nach­mit­tag war es dann so weit: Um 16.20 Uhr spreng­ten Spreng­meis­ter Julian Gran­zow und Kampf­mit­tel­be­sei­ti­ger Michael Hoff vom Kampf­mit­tel­be­sei­ti­gungs­dienst der Bezirks­re­gie­rung Düs­sel­dorf die Gra­nate kon­trol­liert. Zur Abdämp­fung waren rund 100 Ton­nen Sand über dem Fund­ort auf­ge­schüt­tet wor­den. Wäh­rend der Spren­gung musste der Flug­be­trieb kurz­zei­tig unter­bro­chen wer­den. Unmit­tel­bar im Anschluss hoben die Ein­satz­kräfte die Stra­ßen­sper­run­gen wie­der auf.

Sechs Men­schen und ein Hund hat­ten wäh­rend der Eva­ku­ie­rung die Betreu­ungs­stelle im Theo­dor-Flied­ner-Gym­na­sium auf­ge­sucht. Ins­ge­samt waren rund 80 Kräfte von Ord­nungs­amt, Feu­er­wehr, Poli­zei, Stadt­wer­ken, Rhein­bahn, Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen sowie dem Amt für Ver­kehrs­ma­nage­ment im Ein­satz. Über das ein­ge­rich­tete Gefah­ren­te­le­fon mel­de­ten sich rund zehn Anru­fe­rin­nen und Anru­fer, um sich über die Lage zu informieren.