Zöllnerinnen und Zöllner haben am Flughafen Düsseldorf die Ausfuhr von sechs Hunden gestoppt, die unter tierschutzwidrigen Bedingungen nach Kairo transportiert werden sollten. Am 4. August entdeckten die Beamten auf dem Vorfeld drei Transportboxen, in denen sich jeweils zwei Hunde befanden. Der Platz in den Boxen war viel zu knapp bemessen, zudem hatten die Tiere keine Möglichkeit zu trinken. Die Zöllner schalteten daraufhin das Veterinäramt der Stadt Düsseldorf ein.
Besitzer der Hunde ist ein 38 Jahre alter ägyptischer Staatsbürger, der sich den Angaben zufolge während der Kontrolle uneinsichtig und aufbrausend zeigte. Er erklärte, die sechs Hunde stammten aus Ägypten und hätten in Deutschland an einem Wettbewerb teilgenommen. Mit Blick auf die beengten Transportbedingungen behauptete er sogar, es sei erlaubt, drei oder vier Tiere in einer einzigen Box zu transportieren.
Die vorgelegten Heimtierausweise der Hunde waren nur lückenhaft ausgefüllt. Das weckte bei den Beamten den Verdacht, dass es sich um Fälschungen handeln könnte. Damit steht auch der Verdacht im Raum, dass die Tiere in Wirklichkeit aus einer illegalen Zucht in Deutschland stammen und ins Ausland verkauft werden sollten.
Angesichts der Gesamtumstände ordnete das Veterinäramt an, die Hunde sicherzustellen. Sie befinden sich derzeit in einer Quarantänestation.
„Durch die Aufmerksamkeit der Zöllnerinnen und Zöllner und die gute Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt der Stadt Düsseldorf, bleibt den sechs Hunden ein möglicherweise qualvoller Flug nach Kairo erspart”, erklärte Michael Walk, Pressesprecher des Hauptzollamts Düsseldorf.
