Eröffneten die neue Haltestelle „Suitbertusstraße“ offiziell (von links): Christian Finke (Rheinbahn-Vorstand Betrieb und Infrastruktur), Dr. Thorsten Graeßner (Bezirksbürgermeister Stadtbezirk 3), Cornelia Zuschke (Dezernentin für Planen, Bauen, Wohnen, Grundstückswesen und Mobilität), und Marc Nüßen (Abteilungsleiter Investitionsförderung, Verkehrsverbund Rhein-Ruhr) vor Ort.

Eröff­ne­ten die neue Hal­te­stelle „Suit­ber­tus­straße“ offi­zi­ell (von links): Chris­tian Finke (Rhein­bahn-Vor­stand Betrieb und Infra­struk­tur), Dr. Thors­ten Graeß­ner (Bezirks­bür­ger­meis­ter Stadt­be­zirk 3), Cor­ne­lia Zuschke (Dezer­nen­tin für Pla­nen, Bauen, Woh­nen, Grund­stücks­we­sen und Mobi­li­tät), und Marc Nüßen (Abtei­lungs­lei­ter Inves­ti­ti­ons­för­de­rung, Ver­kehrs­ver­bund Rhein-Ruhr) vor Ort.

 

Nach nur zwei Mona­ten Bau­zeit ist die Hal­te­stelle „Suit­ber­tus­straße” in Bilk seit Mitt­woch, 2. Sep­tem­ber, bar­rie­re­frei nutz­bar. Die bei­den neuen Bahn­steige sind jeweils 60 Meter lang und ermög­li­chen den Fahr­gäs­ten der Stadt­bahn­li­nien U71 und U83 künf­tig ein niveau­glei­ches und kom­for­ta­bles Ein- und Aus­stei­gen. Rund 4.000 Men­schen nut­zen die Hal­te­stelle an der Aache­ner Straße täglich.

Neu­ar­ti­ges Rad­kap als Premiere
Beson­ders ist die tech­ni­sche Lösung: Erst­mals kommt im Netz der Rhein­bahn ein ange­ho­be­nes Rad­kap zum Ein­satz. Dabei wer­den der bar­rie­re­freie Bahn­steig und der Rad­weg bau­lich und räum­lich direkt mit­ein­an­der ver­bun­den. Das Prin­zip hat sich bereits in ande­ren Städ­ten wie Ber­lin und Basel bewährt und soll nun auch in Düs­sel­dorf zei­gen, wie sich die Inter­es­sen von Fahr­gäs­ten, Rad­fah­rern und Fuß­gän­gern trotz beeng­ter Platz­ver­hält­nisse im Stra­ßen­raum ver­ei­nen las­sen. Ergänzt wird die Hal­te­stelle durch tak­tile Leit­sys­teme, gesi­cherte Über­wege, ein­seh­bare War­te­hal­len sowie digi­tale Anzei­gen mit Vorlesefunktion.

Mehr als nur ein Bahnsteig
Die Rhein­bahn nutzte die Bau­zeit für wei­tere Arbei­ten: 450 Meter Gleise wur­den moder­ni­siert, die Abbie­ge­mög­lich­keit sowie die Geh- und Rad­wege neu gestal­tet und Pegel- sowie Rohr­lei­tun­gen erneu­ert. Rhein­bahn-Vor­stand Chris­tian Finke betont, man habe in kom­pak­ter Bau­zeit spür­bar mehr Kom­fort und Sicher­heit geschaf­fen und leiste mit dem Umbau einen kon­kre­ten Bei­trag zur Mobi­li­täts­wende. Auch die Stadt Düs­sel­dorf zieht eine posi­tive Bilanz. Bei­geord­nete Cor­ne­lia Zuschke ver­weist dar­auf, dass die tak­ti­len Leit­ele­mente bis zu den Häu­ser­kan­ten geführt wur­den, um im gesam­ten Kreu­zungs­be­reich größt­mög­li­che Bar­rie­re­frei­heit zu errei­chen. Im Zuge der Arbei­ten seien zudem im Sinne des Kon­zepts „Wege für alle” die angren­zen­den Geh- und Rad­wege erneu­ert und zwei freie Rechts­ab­bie­ger zuguns­ten der Ver­kehrs­si­cher­heit zurück­ge­baut worden.

Bezirks­bür­ger­meis­ter lobt Termintreue
Dr. Thors­ten Graeß­ner, Bezirks­bür­ger­meis­ter des Stadt­be­zirks 3, wer­tet die Fer­tig­stel­lung als wich­ti­gen Mei­len­stein für den Bezirk. Er hob her­vor, dass der geplante Eröff­nungs­ter­min ein­ge­hal­ten wer­den konnte, wofür alle Betei­lig­ten – teils auch am Wochen­ende – mit gro­ßem Ein­satz gear­bei­tet hät­ten. Wei­tere Hal­te­stel­len­um­bau­ten im Stadt­be­zirk sol­len dem­nächst folgen.

Mil­lio­nen­för­de­rung vom Verkehrsverbund
Für den bar­rie­re­freien Aus­bau erhält die Rhein­bahn eine För­de­rung des Ver­kehrs­ver­bun­des Rhein-Ruhr in Höhe von rund 3,9 Mil­lio­nen Euro. Die Gesamt­kos­ten des Pro­jekts belau­fen sich auf etwa 5,3 Mil­lio­nen Euro. Marc Nüßen, Abtei­lungs­lei­ter Inves­ti­ti­ons­för­de­rung beim Ver­kehrs­ver­bund, sieht darin einen wei­te­ren Schritt in Rich­tung Bar­rie­re­frei­heit im Nah­ver­kehr, von dem ins­be­son­dere mobi­li­täts­ein­ge­schränkte Per­so­nen profitierten.

Wei­tere Umbau­ten bereits terminiert
Der Aus­bau in Bilk ist Teil eines grö­ße­ren Plans von Stadt und Rhein­bahn, sämt­li­che Nie­der­flur-Hal­te­stel­len im Stadt­ge­biet nach und nach bar­rie­re­frei umzu­ge­stal­ten. Als Nächs­tes ste­hen fol­gende Umbau­ten an: die Hal­te­stelle „Flin­gern S” Ende 2026, „Hein­rich­straße” Anfang 2027, „Min­tropp­latz” Anfang 2028 sowie „Mer­zi­ger Straße” Mitte 2028.

Wis­sen­schaft­li­che Aus­wer­tung läuft bis 2027
Um die Erfah­run­gen mit der neuen Hal­te­stel­len­form sys­te­ma­tisch zu nut­zen, hat die Rhein­bahn das Wup­per­ta­ler Büro „buef­fee” mit einer wis­sen­schaft­li­chen Beglei­tung und Eva­lua­tion des Pro­jekts beauf­tragt. Im Mit­tel­punkt steht dabei vor allem die Nut­zung des Rad­kaps. Die Unter­su­chung läuft noch bis zum Som­mer 2027, ihre Ergeb­nisse sol­len in künf­tige Umset­zun­gen der neuen Hal­te­stel­len­form einfließen.