Baustelle Werstener Kreuz © Christoph Schroeter
Baustelle Werstener Kreuz © Christoph Schroeter
Baustelle Werstener Kreuz © Christoph Schroeter

Wer im Düs­sel­dor­fer Süden unter­wegs ist, sollte sich in den kom­men­den zwei Wochen auf lange Wege ein­stel­len. Grund ist eine Groß­bau­stelle der Rhein­bahn direkt am Wers­te­ner Kreuz, wo seit Mon­tag­mor­gen die Gleis­an­la­gen kom­plett erneu­ert wer­den. Schwere Bau­ma­schi­nen haben bereits den Asphalt auf­ge­bro­chen, der Ver­kehr rollt nur noch ein­ge­schränkt. Bis zum Mor­gen des 21. Sep­tem­ber wird sich daran nichts ändern – und pünkt­lich zur zwei­ten Bau­wo­che kommt eine wei­tere Ein­schrän­kung hinzu, wenn zusätz­lich der A46-Tun­nel dicht­ge­macht wird.

Zwei Stadt­bahn­li­nien enden vor­zei­tig, eine dritte ver­liert ihre End­sta­tion
Für Fahr­gäste der U72 bedeu­tet die Bau­stelle einen deut­li­chen Umweg: Wer aus Ratin­gen kommt, steigt schon an der Hal­te­stelle Uni­ver­si­tät Nord/Christophstraße auf die Trasse der U73 um und gelangt so bis Uni­ver­si­tät Ost/Botanischer Gar­ten – von dort geht es dann wie­der zurück in Rich­tung Ratin­gen. Den kom­plet­ten Abschnitt zwi­schen Süd­park und dem Betriebs­hof Ben­rath über­neh­men für die Dauer der Bau­ar­bei­ten Busse.

Bei der U76 fällt die Fahrt Rich­tung Holt­hau­sen kür­zer aus als gewohnt: End­sta­tion ist vor­erst die Wers­te­ner Dorf­straße, den Rest der Stre­cke legen Ersatz­busse zurück. Auch die U79 ver­liert ihr gewohn­tes Ziel – aus Duis­burg kom­mend wird bereits an der Kai­sers­lau­t­er­ner Straße gewen­det. Als Aus­weich­mög­lich­keit bie­tet sich laut Rhein­bahn die U76 an, ebenso die Ersatz­busse der U72. Wer zum Süd­park oder zur Uni­ver­si­tät Ost möchte, kommt außer­dem über die Hal­te­stelle Hein­rich-Heine-Allee mit den Linien U72 und U73 ans Ziel.

Bus­fahr­gäste müs­sen umstei­gen oder umden­ken
Nicht nur die Bah­nen sind betrof­fen, auch gleich sie­ben Bus­li­nien müs­sen umge­lei­tet wer­den. SB50, 780, 782 und 785 neh­men stadt­aus­wärts ab Uni-Kli­ni­ken einen ande­ren Weg, in der Gegen­rich­tung beginnt die Umlei­tung an der Auto­bahn­ab­fahrt Wers­ten; die Hal­te­stelle Wers­te­ner Dorf­straße wird dabei kom­plett übersprungen.

Für die Linie 723 ändert sich die Route Rich­tung Eller Mitte, sowohl ab Uni-Kli­ni­ken als auch ab Süd­park. Die 727 nimmt Rich­tung Reis­holz eben­falls einen Umweg ab Süd­park, wäh­rend die 817 Rich­tung Betriebs­hof Ben­rath schon ab der Wers­te­ner Dorf­straße von der gewohn­ten Stre­cke abweicht. Meh­rere Hal­te­punkte an der Ickers­war­der Straße wan­dern für die Bau­zeit auf Höhe der Haus­num­mer 2.

Auto­fah­rer ste­cken zwi­schen gesperr­ten Abbie­ge­spu­ren fest
Auch mit dem eige­nen Wagen kommt man der­zeit nur auf Umwe­gen durch Wers­ten. Von der Wers­te­ner Straße aus dem Süd­park bleibt stadt­aus­wärts nur die Fahrt auf die A46 Rich­tung Wup­per­tal übrig, ein direk­ter Weg zum Kreuz selbst exis­tiert momen­tan nicht. Aus Ober­bilk kom­mend führt die Köl­ner Land­straße nur noch nach rechts in Rich­tung Süd­park, wäh­rend der Weg gera­de­aus nach Wers­ten sowie das Abbie­gen auf die Auto­bahn Rich­tung Wup­per­tal blo­ckiert sind.

Umge­kehrt gilt: Wer von der A46 aus Rich­tung Neuss an der Abfahrt Wersten/Oberbilk her­un­ter­fährt, darf nur rechts auf die Köl­ner Land­straße ein­bie­gen. Aus der Gegen­rich­tung, von Wup­per­tal kom­mend, bleibt die Abfahrt kom­plett zu. Selbst Fuß­gän­ger trifft es: Die Que­run­gen an der Kreu­zung Wers­te­ner Straße/Kölner Land­straße blei­ben gesperrt.

Noch enger wird es zwi­schen dem 12. und dem 14. Sep­tem­ber, wenn die Auto­bahn GmbH zusätz­lich den Wers­te­ner Tun­nel für War­tungs­ar­bei­ten dicht­macht – dann geht in bei­den Rich­tun­gen der A46 an die­ser Stelle gar nichts mehr.

Geduld ist gefragt
Die Rhein­bahn hat groß­flä­chig Umlei­tungs­schil­der auf­ge­stellt und rät dazu, den betrof­fe­nen Bereich mög­lichst zu mei­den. Über Aus­hänge, digi­tale Anzei­gen an den Hal­te­stel­len und Ansa­gen in den Fahr­zeu­gen sol­len Fahr­gäste lau­fend über den aktu­el­len Stand infor­miert wer­den. Wer in den kom­men­den Tagen auf Ersatz­busse ange­wie­sen ist, sollte in jedem Fall ein paar Minu­ten Puf­fer einplanen.