Wer im Düsseldorfer Süden unterwegs ist, sollte sich in den kommenden zwei Wochen auf lange Wege einstellen. Grund ist eine Großbaustelle der Rheinbahn direkt am Werstener Kreuz, wo seit Montagmorgen die Gleisanlagen komplett erneuert werden. Schwere Baumaschinen haben bereits den Asphalt aufgebrochen, der Verkehr rollt nur noch eingeschränkt. Bis zum Morgen des 21. September wird sich daran nichts ändern – und pünktlich zur zweiten Bauwoche kommt eine weitere Einschränkung hinzu, wenn zusätzlich der A46-Tunnel dichtgemacht wird.
Zwei Stadtbahnlinien enden vorzeitig, eine dritte verliert ihre Endstation
Für Fahrgäste der U72 bedeutet die Baustelle einen deutlichen Umweg: Wer aus Ratingen kommt, steigt schon an der Haltestelle Universität Nord/Christophstraße auf die Trasse der U73 um und gelangt so bis Universität Ost/Botanischer Garten – von dort geht es dann wieder zurück in Richtung Ratingen. Den kompletten Abschnitt zwischen Südpark und dem Betriebshof Benrath übernehmen für die Dauer der Bauarbeiten Busse.
Bei der U76 fällt die Fahrt Richtung Holthausen kürzer aus als gewohnt: Endstation ist vorerst die Werstener Dorfstraße, den Rest der Strecke legen Ersatzbusse zurück. Auch die U79 verliert ihr gewohntes Ziel – aus Duisburg kommend wird bereits an der Kaiserslauterner Straße gewendet. Als Ausweichmöglichkeit bietet sich laut Rheinbahn die U76 an, ebenso die Ersatzbusse der U72. Wer zum Südpark oder zur Universität Ost möchte, kommt außerdem über die Haltestelle Heinrich-Heine-Allee mit den Linien U72 und U73 ans Ziel.
Busfahrgäste müssen umsteigen oder umdenken
Nicht nur die Bahnen sind betroffen, auch gleich sieben Buslinien müssen umgeleitet werden. SB50, 780, 782 und 785 nehmen stadtauswärts ab Uni-Kliniken einen anderen Weg, in der Gegenrichtung beginnt die Umleitung an der Autobahnabfahrt Wersten; die Haltestelle Werstener Dorfstraße wird dabei komplett übersprungen.
Für die Linie 723 ändert sich die Route Richtung Eller Mitte, sowohl ab Uni-Kliniken als auch ab Südpark. Die 727 nimmt Richtung Reisholz ebenfalls einen Umweg ab Südpark, während die 817 Richtung Betriebshof Benrath schon ab der Werstener Dorfstraße von der gewohnten Strecke abweicht. Mehrere Haltepunkte an der Ickerswarder Straße wandern für die Bauzeit auf Höhe der Hausnummer 2.
Autofahrer stecken zwischen gesperrten Abbiegespuren fest
Auch mit dem eigenen Wagen kommt man derzeit nur auf Umwegen durch Wersten. Von der Werstener Straße aus dem Südpark bleibt stadtauswärts nur die Fahrt auf die A46 Richtung Wuppertal übrig, ein direkter Weg zum Kreuz selbst existiert momentan nicht. Aus Oberbilk kommend führt die Kölner Landstraße nur noch nach rechts in Richtung Südpark, während der Weg geradeaus nach Wersten sowie das Abbiegen auf die Autobahn Richtung Wuppertal blockiert sind.
Umgekehrt gilt: Wer von der A46 aus Richtung Neuss an der Abfahrt Wersten/Oberbilk herunterfährt, darf nur rechts auf die Kölner Landstraße einbiegen. Aus der Gegenrichtung, von Wuppertal kommend, bleibt die Abfahrt komplett zu. Selbst Fußgänger trifft es: Die Querungen an der Kreuzung Werstener Straße/Kölner Landstraße bleiben gesperrt.
Noch enger wird es zwischen dem 12. und dem 14. September, wenn die Autobahn GmbH zusätzlich den Werstener Tunnel für Wartungsarbeiten dichtmacht – dann geht in beiden Richtungen der A46 an dieser Stelle gar nichts mehr.
Geduld ist gefragt
Die Rheinbahn hat großflächig Umleitungsschilder aufgestellt und rät dazu, den betroffenen Bereich möglichst zu meiden. Über Aushänge, digitale Anzeigen an den Haltestellen und Ansagen in den Fahrzeugen sollen Fahrgäste laufend über den aktuellen Stand informiert werden. Wer in den kommenden Tagen auf Ersatzbusse angewiesen ist, sollte in jedem Fall ein paar Minuten Puffer einplanen.


