Warnanlagen,© Landeshauptstadt Düsseldorf/Feuerwehr

Warn­an­la­gen,© Lan­des­haupt­stadt Düsseldorf/Feuerwehr

 

Am Don­ners­tag, dem 10. Sep­tem­ber 2026, ist in Düs­sel­dorf um 11 Uhr wie geplant der sechste bun­des­weite Warn­tag über die Bühne gegan­gen. Alle 99 Sire­nen­an­la­gen im Stadt­ge­biet wur­den plan­mä­ßig aus­ge­löst, ebenso die über das modu­lare Warn­sys­tem (MoWaS) des Bun­des ange­schlos­se­nen Warn­mit­tel wie Cell Broad­cast und die Warn-Apps. Die Feu­er­wehr Düs­sel­dorf zeigte sich am Nach­mit­tag zufrie­den mit dem Ver­lauf des Probealarms.

Der Ablauf folgte dem gewohn­ten Mus­ter: Zunächst ertönte das Signal “Ent­war­nung”, ein ein­mi­nü­ti­ger Dau­er­ton. Nach einer fünf­mi­nü­ti­gen Pause folgte das eigent­li­che Warn­si­gnal, ein ein­mi­nü­ti­ger auf- und abschwel­len­der Heul­ton. Um 11.12 Uhr endete der Sire­nen-Pro­be­alarm mit einer erneu­ten Ent­war­nung. Die Ent­war­nung über MoWaS und die ange­schlos­se­nen Warn­mit­tel erfolgte um 11.45 Uhr.

Deut­lich weni­ger Rück­mel­dun­gen als im Vorjahr
Bis zum Mit­tag gin­gen bei der Feu­er­wehr rund 50 Rück­mel­dun­gen aus der Bevöl­ke­rung ein – im Vor­jahr waren es zum glei­chen Zeit­punkt ins­ge­samt rund 90. Über das Gefah­ren­te­le­fon der Lan­des­haupt­stadt mel­de­ten sich zwi­schen 10.45 und 12 Uhr 17 Bür­ger, um über die Sire­nen­si­gnale zu berich­ten, nach elf im Jahr 2025. Über soziale Medien wie Face­book und X gin­gen rund 27 Mel­dun­gen ein, nach 35 im Vor­jahr. “Aus Sicht der Feu­er­wehr war der dies­jäh­rige Warn­tag ein Erfolg”, sagte Feu­er­wehr­spre­cher Alex­an­der Vie­ten. Die Erkennt­nisse und Erfah­run­gen flös­sen in die kon­ti­nu­ier­li­che Wei­ter­ent­wick­lung des Sire­nen­warn­sys­tems und der wei­te­ren kom­mu­na­len Warn­mit­tel ein.

Posi­tiv fiel auch die Bilanz beim Not­ruf aus: Anders als im Vor­jahr, als noch drei Anru­fer die Leit­stelle über die 112 erreich­ten, rief dies­mal nie­mand über den Not­ruf an. Über die Amts­num­mer der Feu­er­wehr mel­de­ten sich hin­ge­gen drei Bür­ger, um sich über den Ablauf des Pro­be­alarms zu infor­mie­ren – im Vor­jahr war das niemand.

Rhein­bahn und Ver­kehrs­ma­nage­ment infor­mier­ten frühzeitig
Auch die Rhein­bahn und das Amt für Ver­kehrs­ma­nage­ment betei­lig­ten sich an dem Pro­be­lauf. Auf den 680 Info­ta­feln an den Rhein­bahn-Hal­te­stel­len im Stadt­ge­biet wurde bereits seit dem frü­hen Mor­gen auf den bevor­ste­hen­den Sire­nen­pro­be­lauf hin­ge­wie­sen. Die Ver­kehrs­ta­feln im gesam­ten Stadt­ge­biet infor­mier­ten zudem Auto­fah­rer über den Warn­tag, und die digi­ta­len Anzei­ge­ta­feln des Bun­des­am­tes für Bevöl­ke­rungs­schutz und Kata­stro­phen­hilfe (BBK) wur­den mit einer Test­nach­richt bespielt.

Cell Broad­cast und Warn-App NINA lie­fen zuverlässig
Seit dem bun­des­wei­ten Warn­tag 2023 wird auch der Warn­ka­nal Cell Broad­cast im Echt­be­trieb getes­tet, aus­ge­löst zen­tral durch das BBK über das modu­lare Warn­sys­tem. Nach einer ers­ten Ein­schät­zung der Feu­er­wehr emp­fin­gen die meis­ten Mobil­funk­ge­räte in der Lan­des­haupt­stadt die Warn­t­est­nach­richt. Die Feu­er­wehr Düs­sel­dorf kann Cell Broad­cast über das ange­schlos­sene Sys­tem des BBK zen­tral für die Lan­des­haupt­stadt aus­lö­sen und den Bür­gern im Ernst­fall früh­zei­tig Infor­ma­tio­nen zukom­men lassen.

Auch die Warn-App NINA wurde zen­tral durch den Bund aus­ge­löst – mit posi­ti­vem Ergeb­nis. Nur ver­ein­zelte Bür­ger mel­de­ten, dass die App nicht aus­ge­löst habe, die meis­ten Rück­mel­dun­gen bestä­tig­ten eine zuver­läs­sige Funktion.

Aus­wer­tung soll Beschal­lungs­lü­cken schließen
In den kom­men­den Tagen wer­den die Rück­mel­dun­gen wei­ter aus­ge­wer­tet, um mög­li­che Feh­ler­quel­len zu iden­ti­fi­zie­ren und zu behe­ben. Ziel ist es, bestehende Beschal­lungs­lü­cken zu schlie­ßen und die Wahr­neh­mung des Sire­nen­alarms wei­ter zu ver­bes­sern. Bei Bedarf kön­nen dafür zusätz­li­che Anla­gen instal­liert oder bestehende Anla­gen auf­ge­rüs­tet wer­den. Auch das BBK bit­tet um Unter­stüt­zung bei der Eva­lu­ie­rung des Warn­ta­ges 2026: Unter www.warntag-umfrage.de kann an einer rund fünf­mi­nü­ti­gen Umfrage teil­ge­nom­men werden.

Nächs­ter Test im März 2027
Der nächste Sire­nen-Pro­be­lauf in Düs­sel­dorf ist für den 11. März 2027 im Rah­men eines lan­des­wei­ten Warn­ta­ges vor­ge­se­hen. Mit dem lan­des­wei­ten und dem bun­des­wei­ten Warn­tag fin­den in der Lan­des­haupt­stadt wei­ter­hin jähr­lich zwei Test­läufe der Sire­nen­an­la­gen statt – der lan­des­weite jeweils am zwei­ten Don­ners­tag im März, der bun­des­weite am zwei­ten Don­ners­tag im September.