
Nicola Thomas © KW Diakonie
Von Gabriele Schreckenberg
1820 ist Florence Nightingale geboren. Sie ist eine der wichtigsten Wegbereiterinnen der modernen Krankenpflege, wurde bei Theodor und Friederike Fliedner in Kaiserswerth ausgebildet, hat nie geheiratet und ist im Alter von 90 Jahren gestorben.
Das in Kurzform.
Florence Nightingale ist eine der berühmtesten Krankenpflegerinnen der Welt, weil sie auf ihren zahlreichen Reisen erkannt hat, dass die Menschen nicht an Krankheiten, sondern an mangelnder Hygiene sterben.
Deshalb kämpfte sie für bessere hygienische Bedingungen. Eine Reise in ein britisches Militärhospital während des Krimkrieges 1854 war der Auslöser für sie, auch systematisch Daten auszuwerten. So hat Florence Nightingale lange vor ihrer Zeit dafür gesorgt, dass später Daten im Gesundheitsbereich visualisiert und ausgewertet werden konnten.
Musik verbindet Vergangenheit und Gegenwart.
Am Sonntag, 13. September, feiert die Kaiserswerther Diakonie ihr 190. Jahresfest. Eingebettet in diese Zeit ist der musikalische Dialog am 19. September um 19 Uhr in der Mutterhauskirche, wenn Nicola Thomas, Pfarrerin und Schauspielerin, Florence Nightingale mit literarischen Texten eine starke Stimme verleiht.
Begleitet wird sie von der Konzertpianistin Ani Ter-Martirosyan und dem Rheinstimmen-Ensemble mit Julia Hagenmüller, Eva Marti, Felix Leander Läpple und Joel Urch.
Eine Wanderin zwischen den Welten, eine Visionärin, eine starke Frau – das alles passt auf Florence Nightingale.
Im Büstenpark Kaiserswerth, zwischen der Galerie Burghof und dem Suitbertus-Gymnasium, steht eine Bronzebüste von Florence Nightingale.
Seit 1959 schon steht sie dort, als Abguss einer Originalbüste eines schottischen Bildhauers namens Sir John Steell.
Seit Dezember 2023 hat sie Gesellschaft von zwei weiteren bedeutenden Frauen bekommen, ohne die die Pflege nicht in die Welt hätte getragen werden können: Friederike Fliedner und Caroline Fliedner, den beiden Ehefrauen von Theodor Fliedner, beide gestaltet von der Bildhauerin Anne Wissmann im Auftrag der Düsseldorfer Jonges und der Helmut-Haubrich-Stiftung.
Vom Diakonissenfriedhof zum Pflegemuseum
Und weiter geht es mit der Spurensuche. Am 20. September wird der Campus der Kaiserswerther Diakonie selbst zur Bühne. Vom Diakonissenfriedhof am Klemensplatz bis zu den Feierabendhäusern der Diakonissen und zum Pflegemuseum führt der Weg.
Das Projekt wird vom LVR – Landschaftsverband Rheinland, der Kunststiftung NRW und dem NRW KULTURsekretariat gefördert.