Bugatti Chiron Super Sport löst Carspotteralarm aus © Lokalbüro
Bugatti Chiron Super Sport löst Carspotteralarm aus © Lokalbüro
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Bugatti Chiron Super Sport löst Carspotteralarm aus © Lokalbüro

Ein blau-oran­ge­far­be­ner Chi­ron Super Sport sorgt in Düs­sel­dorf für Auf­se­hen – der außer­ge­wöhn­li­che Hyper­sport­wa­gen kommt aus Dubai und ist in der inter­na­tio­na­len Szene längst bekannt

Ein Foto, eine Car­spot­ter-Gruppe – und plötz­lich ste­hen Dut­zende Men­schen vor dem Brei­den­ba­cher Hof. Was am Frei­tag auf der Königs­al­lee pas­sierte, dürfte selbst für die Düs­sel­dor­fer Innen­stadt eher unge­wöhn­lich gewe­sen sein. Grund dafür war kein Pro­mi­nen­ter und auch keine Ver­an­stal­tung, son­dern ein Auto: ein spek­ta­ku­lär lackier­ter Bug­atti Chi­ron Super Sport.

Der blau-oran­ge­far­bene Hyper­sport­wa­gen stand vor dem Brei­den­ba­cher Hof. Seine außer­ge­wöhn­li­che Lackie­rung, die extrem fla­che Sil­hou­ette und nicht zuletzt der Preis mach­ten den Bug­atti inner­halb kür­zes­ter Zeit zum Publi­kums­ma­gne­ten. Kame­ras wur­den gezückt, Smart­phones hoch­ge­hal­ten und immer mehr Men­schen kamen hinzu. Viele von ihnen waren gezielt auf­ge­bro­chen, nach­dem ein Car­spot­ter die Sich­tung in einer ent­spre­chen­den Gruppe geteilt hatte.

In der Szene ver­brei­ten sich sol­che Sich­tun­gen rasend schnell. Wer weiß, dass ein beson­ders sel­te­nes Fahr­zeug irgendwo in Europa auf­ge­taucht ist, macht sich auf den Weg. Genau das geschah auch in Düs­sel­dorf. Aus eini­gen weni­gen Foto­gra­fen wurde inner­halb kur­zer Zeit eine regel­rechte Menschentraube.

Ein Bug­atti für rund fünf Mil­lio­nen Euro
Bei dem Fahr­zeug han­delt es sich um einen Bug­atti Chi­ron Super Sport. Die beson­dere Aus­füh­rung trägt die Bezeich­nung „Vagues de Lumière“ – Wel­len des Lichts. Die Karos­se­rie ist in Cali­for­nia Blue lackiert und von auf­fäl­li­gen oran­ge­far­be­nen Linien in Aran­cia Mira überzogen.

Das Design ist kein gewöhn­li­cher Dekor. Bug­atti beschreibt „Vagues de Lumière“ als auf­wen­dig von Hand aus­ge­führte Indi­vi­dua­li­sie­rung des haus­ei­ge­nen Sur-Mesure-Pro­gramms. Die Linien wer­den über die drei­di­men­sio­na­len For­men der Karos­se­rie geführt und Schicht für Schicht von Hand auf­ge­tra­gen. Für die auf­wen­dige Lackie­rung sind meh­rere Wochen Arbeit vorgesehen.

Und die­ses Exem­plar lässt sich anhand eines beson­de­ren Details ein­deu­tig zuord­nen: Im Bug­atti-Huf­ei­sen­grill steht die Zahl 69. Eine bereits im Dezem­ber 2024 ver­öf­fent­lichte Sich­tung aus Dubai zeigt genau diese Aus­füh­rung und berich­tet, dass die Zahl auf Wunsch des Besit­zers ange­bracht wurde. Auch die Kom­bi­na­tion aus Cali­for­nia Blue und Aran­cia Mira sowie die oran­ge­far­be­nen Details im Motor­raum und Innen­raum stim­men mit dem jetzt in Düs­sel­dorf foto­gra­fier­ten Fahr­zeug überein.

1.600 PS und 440 km/h
Unter der spek­ta­ku­lä­ren Karos­se­rie steckt Tech­nik, die kaum weni­ger beein­dru­ckend ist. Der Chi­ron Super Sport wird von einem 8,0‑Liter-W16 mit vier Tur­bo­la­dern ange­trie­ben. Die Leis­tung beträgt 1.600 PS, die von Bug­atti ange­ge­bene Höchst­ge­schwin­dig­keit liegt bei 440 km/h.

Auch beim Blick durch die Heck­scheibe lässt sich die Beson­der­heit erken­nen: Auf den Abde­ckun­gen des Motors ste­hen gut sicht­bar „W16“ und „1600“. Im Innen­raum setzt sich das oran­ge­far­bene Farb­kon­zept fort.

Der Chi­ron Super Sport gehört damit zu den extrems­ten Seri­en­fahr­zeu­gen, die Bug­atti in Mols­heim gebaut hat. Die Kun­den­pro­duk­tion des Modells begann Ende 2021; ins­ge­samt war die Bau­reihe auf eine begrenzte Stück­zahl ausgelegt.

Vom Wüs­ten­staat nach Europa
Der Düs­sel­dor­fer Bug­atti ist in der inter­na­tio­na­len Car­spot­ter-Szene aller­dings längst kein unbe­kann­ter Wagen. Das Fahr­zeug wurde bereits 2024 in Dubai foto­gra­fiert. Spä­tere Ein­träge und Sich­tun­gen füh­ren es eben­falls mit Dubai in Verbindung.

Beson­ders inter­es­sant ist dabei der aktu­elle Ein­trag in der Fahr­zeug­da­ten­bank Exclu­sive Car Regis­try. Dort wird genau die­ser Chi­ron Super Sport mit Nova Luxury Cars aus Dubai in Ver­bin­dung gebracht. Am 26. März 2026 wurde das Fahr­zeug dort mit 20.999.999 Dir­ham und einer Lauf­leis­tung von 1.400 Kilo­me­tern geführt. Das ent­spricht – je nach Wech­sel­kurs – unge­fähr fünf Mil­lio­nen Euro. Die Daten­bank führt das Fahr­zeug zudem als eine von drei doku­men­tier­ten Chi­ron-Super-Sport-Aus­füh­run­gen mit dem „Vagues de Lumière“-Design.

Damit lässt sich auch die Infor­ma­tion aus der Car­spot­ter-Szene ein­ord­nen, wonach der außer­ge­wöhn­li­che Bug­atti zu einem Auto­händ­ler aus Dubai gehört bezie­hungs­weise mit des­sen Fahr­zeug­be­stand ver­bun­den ist. Nova Luxury Cars selbst führt Bug­atti aus­drück­lich in sei­nem Sor­ti­ment und bie­tet ver­schie­dene Chi­ron-Modelle an.

Für die Spot­ter ist der Bug­atti ein Glücks­fall
Dass ein sol­ches Auto über­haupt auf der Straße zu sehen ist, ist für die Car­spot­ter-Szene etwas Beson­de­res. Noch unge­wöhn­li­cher ist es, wenn ein Hyper­sport­wa­gen die­ser Preis­klasse nicht nur kurz vor­bei­fährt, son­dern län­gere Zeit vor einem bekann­ten Hotel steht.

Nach Anga­ben von Düs­sel­dor­fer Car­spot­tern ist der Besit­zer im Som­mer regel­mä­ßig mit sei­nen außer­ge­wöhn­li­chen Fahr­zeu­gen in Europa unter­wegs. Düs­sel­dorf soll in die­sem Jahr erst­mals auf sei­ner Rei­se­route ste­hen. Diese Infor­ma­tion stammt aus der Szene, die sol­che Fahr­zeuge anhand von Bil­dern, Kenn­zei­chen und frü­he­ren Sich­tun­gen über län­gere Zeit verfolgt.

Als Auf­ent­halts­ort wird dabei der Brei­den­ba­cher Hof genannt. Der Bug­atti steht nach Anga­ben aus der Szene offen­bar immer wie­der bewusst sicht­bar im öffent­li­chen Raum und nicht aus­schließ­lich in einer abge­schirm­ten Garage. Für die Spot­ter ist das natür­lich die Gele­gen­heit, die sel­tene auto­mo­bile Kost­bar­keit aus nächs­ter Nähe zu fotografieren.

Die Königs­al­lee wird zur Foto­ku­lisse
Am Frei­tag war des­halb an der Kö plötz­lich eini­ges los. Jugend­li­che, pro­fes­sio­nelle Foto­gra­fen, Hob­by­fo­to­gra­fen und neu­gie­rige Pas­san­ten stan­den rund um den Bug­atti. Man­che gin­gen in die Hocke, um die Front mög­lichst spek­ta­ku­lär auf­zu­neh­men, andere foto­gra­fier­ten das Heck mit den vier gro­ßen Auspuffendrohren.

Immer wie­der wech­sel­ten die Men­schen ihre Posi­tion. Der Bug­atti wurde von allen Sei­ten abge­lich­tet. Selbst wer eigent­lich nur zum Ein­kau­fen oder durch die Innen­stadt unter­wegs war, blieb stehen.

Beson­ders auf­fäl­lig: Der Wagen sieht aus, als wäre er direkt aus einem Film in die Düs­sel­dor­fer Innen­stadt gefah­ren. Das tiefe Blau, die aggres­siv ver­lau­fen­den oran­ge­far­be­nen Linien, die schwar­zen Car­bon­teile und der oran­ge­far­bene Innen­raum machen den Chi­ron zu einem Fahr­zeug, das man kaum über­se­hen kann.

Und genau das ist offen­bar auch Teil sei­ner Faszination.

Für die Car­spot­ter dürfte die Düs­sel­dor­fer Sich­tung des­halb noch lange Gesprächs­stoff blei­ben. Denn wäh­rend viele sel­tene Super­sport­wa­gen nur für wenige Sekun­den im Stadt­ver­kehr auf­tau­chen, stand die­ser rund fünf Mil­lio­nen Euro teure Bug­atti am Frei­tag mit­ten auf der Königs­al­lee – und plötz­lich war die Kö für eine Weile eine der inter­es­san­tes­ten Auto­ku­lis­sen Europas.