Düsseldorf ruft zur Beteiligung an den Internationalen Wochen gegen Rassismus auf

Wochen gegen Rassismus
Vereine, Schulen und Unternehmen können sich mit eigenen Veranstaltungen an den Aktionswochen im März 2027 beteiligen. Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller und die Rassismusexpertin Karima Benbrahim übernehmen die Schirmherrschaft.
Die Internationalen Wochen gegen Rassismus finden 2027 vom 5. bis 21. März statt. Der Düsseldorfer Arbeitskreis “Internationale Wochen gegen Rassismus” ruft dazu auf, das gemeinsame Programm mit eigenen Angeboten zu füllen. Das Motto lautet “100% Menschenwürde. Zukunft bunt gestalten”. Interessierte können ihre Veranstaltungen ab sofort bis zum 1. Februar 2027 über ein digitales Formular auf der Website der Landeshauptstadt anmelden: www.duesseldorf.de/wochen-gegen-rassismus
Vielfältige Beteiligungsmöglichkeiten
Eingeladen sind alle, die sich für eine vielfältige und friedliche Stadtgesellschaft engagieren wollen. Dazu zählen Vereine und Initiativen, Schulen, Religionsgemeinschaften, Gewerkschaften und Unternehmen. Das Spektrum möglicher Formate reicht von Filmvorführungen, Lesungen und Konzerten über interreligiöse Begegnungen und Kunst- und Kulturprojekte bis zu politischen Diskussionsrunden. Auch Angebote für bestimmte Zielgruppen, etwa Workshops für Vereinsmitglieder oder Schulklassen, können ins Programm aufgenommen werden. Ziel ist es, das breite Engagement der Düsseldorfer Stadtgesellschaft sichtbar zu machen und ein starkes Zeichen gegen Rassismus zu setzen. Anregungen liefern die Veranstaltungen vergangener Aktionswochen im Veranstaltungskalender der Stiftung gegen Rassismus, die die Wochen bundesweit koordiniert.
Schirmherrschaft von Keller und Benbrahim
Als Schirmpersonen konnten Oberbürgermeister Keller und Karima Benbrahim gewonnen werden. Benbrahim ist Düsseldorfer Erziehungswissenschaftlerin, Konfliktmediatorin und Expertin für Rassismuskritik. Beide unterstützen den Aufruf und wünschen sich eine möglichst breite Beteiligung. Keller sagte, zahlreiche Engagierte setzten in den Aktionswochen ein sichtbares Zeichen dafür, dass für Rassismus und jede andere Form von Diskriminierung in der Stadt kein Platz sei. Er lade Vereine, Initiativen und weitere Akteurinnen und Akteure herzlich ein, sich 2027 mit eigenen Veranstaltungen zu beteiligen.
Benbrahim hält die Aktionswochen auch heute noch für unverzichtbar. Rassismus funktioniere nach wie vor als gesellschaftliches System, in dem Menschen aufgrund zugeschriebener oder tatsächlicher Merkmale besser oder schlechter behandelt würden. Es gehe darum, Rassismus in verschiedenen Lebensbereichen zu thematisieren, aufzuklären und aktiv Handlungsstrategien zu entwickeln, auch über die Wochen hinaus.
Bundesweit mehr als 5.000 Veranstaltungen
Die Internationalen Wochen gegen Rassismus finden jedes Jahr rund um den 21. März statt. Bundesweit gibt es dabei mehr als 5.000 Veranstaltungen mit über 300.000 Teilnehmenden. Die Aktionswochen sollen für Rassismus und Diskriminierung sensibilisieren, die Perspektiven Betroffener sichtbar machen und das gesellschaftliche Engagement stärken. Seit Januar 2016 koordiniert die Stiftung gegen Rassismus die Wochen auf Bundesebene. In Düsseldorf organisiert das Kommunale Integrationszentrum der Landeshauptstadt sie gemeinsam mit dem Arbeitskreis. Weitere Informationen zu den Düsseldorfer Veranstaltungen und zur Anmeldung gibt es online unter www.duesseldorf.de/wochen-gegen-rassismus.