Polizei Düsseldorf: Fast 80 Prozent der kontrollierten Fahrer lagen über dem Cannabis-Grenzwert

Symbolbild Polizei © Lokalbüro
Die Verkehrskontrollen auf den Zufahrtswegen zur Hanfmesse im August haben ein deutliches Bild gezeichnet: Von 81 Autofahrern, denen die Polizei nach einem positiven Drogenvortest eine Blutprobe entnehmen ließ, überschritten 64 den neu eingeführten Grenzwert von 3,5 ng/ml für das Fahren unter Cannabiseinfluss. Das entspricht einer Quote von 79 Prozent. Die Polizei Düsseldorf zieht daraus nun Konsequenzen für ihre künftige Kontrollpraxis.
Kontrollen von Freitag bis Sonntag
Die Beamten hatten vom 21. bis zum 23. August 2026 auf den Zufahrtswegen zur Messe kontrolliert. Unterstützung erhielt die Düsseldorfer Polizei dabei von den Behörden aus Duisburg, Bochum, Oberhausen und Gütersloh. Über die ersten Ergebnisse hatte die Polizei bereits am 24. August berichtet. Nun liegen auch die Auswertungen der Blutproben vor.
Fast alle Proben positiv
Von den 81 entnommenen Blutproben fielen 79 positiv aus, was einer Quote von 97,5 Prozent entspricht. Bei 64 dieser Proben lag der Wert über der gesetzlichen Grenze. Lediglich 18,5 Prozent der Proben blieben unter dem Grenzwert, der Cannabis im Straßenverkehr seit seiner Einführung regelt.
Polizeipräsidentin kündigt konsequenteres Vorgehen an
Polizeipräsidentin Miriam Brauns sieht in den Zahlen einen klaren Handlungsauftrag. „Wenn fast 80 Prozent der Autofahrer, die unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln (Cannabis) stehen, den vom Gesetzgeber gewählten Grenzwert nicht einhalten, bedeutet dies, dass wir bei unseren Verkehrskontrollen noch konsequenter vorgehen müssen“, sagte sie. Die Ergebnisse machten deutlich, wie verantwortungslos einige Fahrzeugführer mit der Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer umgingen.
Weitere Kontrollen angekündigt
Die Düsseldorfer Polizei will auch künftig sowohl anlassbezogen als auch anlassunabhängig Verkehrskontrollen mit dem Schwerpunkt „berauschende Mittel im Straßenverkehr“ durchführen. Das gilt für das Stadtgebiet der Landeshauptstadt ebenso wie für die Autobahnen im Zuständigkeitsbereich der Behörde. „Betäubungsmittel haben im Straßenverkehr keinen Platz, und wir werden Verstöße konsequent ahnden“, betonte die Polizeipräsidentin.