Gemeinsam mit Dr. Manjula, Ministerin für Informationstechnologie Biotechnologie, Wissenschaft und Technik, unterzeichnet Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller eine Absichtserklärung mit dem Ziel, die bestehende Zusammenarbeit weiter zu intensivieren. © Landeshauptstadt Düsseldorf

Gemein­sam mit Dr. Man­jula, Minis­te­rin für Infor­ma­ti­ons­tech­no­lo­gie Bio­tech­no­lo­gie, Wis­sen­schaft und Tech­nik, unter­zeich­net Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler eine Absichts­er­klä­rung mit dem Ziel, die bestehende Zusam­men­ar­beit wei­ter zu inten­si­vie­ren. © Lan­des­haupt­stadt Düsseldorf

 

Am vor­letz­ten Tag der Indien-Reise hat Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler am Diens­tag, 3. Februar 2026, Gesprä­che mit Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern der Regie­rung des Bun­des­staa­tes Kar­na­taka geführt. Ziel ist die Ver­län­ge­rung des seit 2023 bestehen­den „Karnataka–Düsseldorf Inno­va­tion Cor­ri­dor“. Die Zusam­men­ar­beit soll ins­be­son­dere in den Berei­chen Soft­landing von Start-ups, digi­tale Gesund­heit, Indus­trie 4.0 und Gre­en­Tech ver­tieft wer­den. Geplant sind zudem neue Pro­jekte wie Tal­ent­brü­cken und gemein­same Test­fel­der. Eine ent­spre­chende Absichts­er­klä­rung wurde unterzeichnet.

„Belast­bare Netz­werke sind essen­zi­ell für nach­hal­tige Inno­va­tion“, sagte Kel­ler. Düs­sel­dorf setze bewusst auf lang­fris­tige Part­ner­schaf­ten mit Kar­na­taka und Ben­g­aluru. Ziel sei es, Ideen, Talente und Tech­no­lo­gien zusam­men­zu­brin­gen und dar­aus kon­krete Pro­jekte zu entwickeln.

Zuvor hatte die Wirt­schafts­de­le­ga­tion Unter­neh­mens­be­su­che bei JK Maini sowie beim Kon­sum­gü­ter- und Tech­no­lo­gie­kon­zern Hen­kel absolviert.

Aero­space und Auto­mo­tive bei JK Maini

Im Mit­tel­punkt des Ter­mins bei JK Maini stand die Glo­bal Aero­space Faci­lity in Ben­g­aluru, ein hoch­mo­der­ner Fer­ti­gungs­stand­ort für flug­kri­ti­sche Prä­zi­si­ons­kom­po­nen­ten und Bau­grup­pen für den inter­na­tio­na­len Luft- und Raum­fahrt­markt. Nach einer Begrü­ßung durch Mana­ging Direc­tor Gau­tam Maini folgte ein Rund­gang durch die Produktion.

The­ma­ti­siert wur­den unter ande­rem die stra­te­gi­schen Rah­men­be­din­gun­gen durch ein mög­li­ches Frei­han­dels­ab­kom­men zwi­schen der EU und Indien sowie der stei­gende Bedarf an resi­li­en­ten Lie­fer­ket­ten in den Berei­chen Aero­space, Defence, Auto­mo­tive und High-Tech-Indus­trie. Kel­ler betonte: „Maini steht bei­spiel­haft für eine neue Gene­ra­tion inter­na­tio­na­ler Indus­trie­un­ter­neh­men, die hoch­prä­zise Fer­ti­gung, tech­no­lo­gi­sche Exzel­lenz und glo­bale Lie­fer­ket­ten ver­ei­nen.“ Düs­sel­dorf und Nord­rhein-West­fa­len böten dafür ein moder­nes indus­tri­el­les Umfeld, direk­ten Zugang zum euro­päi­schen Markt und starke Part­ner. Er hoffe, dass Gau­tam Maini sei­ner Ein­la­dung zur Leit­messe Xpo­nen­tial in Düs­sel­dorf fol­gen werde.

Maini Pre­cis­ion Pro­ducts Ltd. wurde 1973 in Ben­g­aluru gegrün­det und ist heute inter­na­tio­nal als Anbie­ter von Prä­zi­si­ons­kom­po­nen­ten für Auto­mo­tive, Indus­trie sowie Luft- und Raum­fahrt eta­bliert. Mehr als 90 Pro­zent der Pro­dukte wer­den nach Europa, in die USA und nach Kanada expor­tiert. Ende 2024 über­nahm die Ray­mond Group rund 59 Pro­zent der Anteile.

Digi­ta­li­sie­rung bei Henkel

Bei Hen­kel besuchte die Dele­ga­tion das Glo­bal Tech­no­logy Cen­ter (GTC) in Ben­g­aluru. Das 2022 eröff­nete Zen­trum ist ein zen­tra­ler Inno­va­tions- und Digi­tal­hub des Kon­zerns. Mehr als 700 Fach­kräfte arbei­ten dort an Lösun­gen in den Berei­chen Cloud, Daten­ana­lyse, Cyber Secu­rity, Platt­form­tech­no­lo­gien und regu­la­to­ri­sche IT.

„Inter­na­tio­nale Inno­va­ti­ons­zen­tren wie das Glo­bal Tech­no­logy Cen­ter von Hen­kel zei­gen, wie digi­tale Lösun­gen glo­bal ent­wi­ckelt und am Stand­ort Düs­sel­dorf wirk­sam umge­setzt wer­den kön­nen“, sagte IHK-Prä­si­dent Andreas Schmitz. Der Zugang zu inter­na­tio­na­len Talent- und Inno­va­ti­ons­netz­wer­ken helfe, Fach­kräf­te­eng­pässe zu mil­dern und die tech­no­lo­gi­sche Wett­be­werbs­fä­hig­keit zu sichern. Steue­rung, Inte­gra­tion und Wert­schöp­fung blie­ben dabei am hei­mi­schen Standort.

Der Aus­tausch unter­strich die Rolle Indi­ens als glo­ba­ler Inno­va­ti­ons­stand­ort und die enge Ver­zah­nung mit euro­päi­schen Hubs. Zugleich wurde deut­lich, wel­che Bedeu­tung Düs­sel­dorf als inter­na­tio­nal ver­netz­ter Unter­neh­mens­stand­ort für Indus­trie, Digi­ta­li­sie­rung und glo­bale Wert­schöp­fung hat.