Tausende Möhnen und Jecken verbrachten bei ausgelassener Stimmung Altweiber in der Landeshauptstadt. Ordnungsamt und Feuerwehr ziehen eine positive Bilanz — das Glasverbot wurde auch im 16. Jahr sehr gut angenommen.
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: “Altweiber wurde gestern in Düsseldorf ausgelassen und vor allem friedlich gefeiert. Auch bei wechselhaftem Wetter verwandelten tausende Menschen die Straßen, Kneipen und Discotheken in eine große Party. Dass unbeschwert gefeiert werden konnte, verdanken wir vor allem auch dem Einsatz der Feuerwehr und des Ordnungsamtes in enger Zusammenarbeit mit der Polizei. Allen Dienstkräften gilt dafür mein herzlicher Dank.”
Ordnungsamt
Der Außendienst des Ordnungsamtes war mit zahlreichen Kräften im Einsatz, darunter waren neben Einsatzkräften des Ordnungs- und Servicedienstes (OSD) und der Verkehrsüberwachung Mitarbeitende eines Security-Unternehmens. Bis Dienstschluss um 2 Uhr am Freitagmorgen wurden vom OSD 889 (2025: 324) Mal Jugendschutzkontrollen (Alkohol/Rauchen) durchgeführt. Insgesamt wurden 285 Mal (2025: 108) Alkohol und 192 Mal (2025: 85) Zigaretten freiwillig vernichtet.
Insgesamt 56 (2025: 86) Wildpinkler wurden erwischt. Das Toilettenkonzept wird gut angenommen. Einige Wildpinkler wurden dennoch durch Einsatzkräfte erwischt – zum Teil auch direkt neben einer Toilettenanlage. Eine teure Erleichterung, erwartet sie doch ein Bußgeld in Höhe von 150 Euro plus Verwaltungsgebühr.
Keiner (2025: 2) der Gastronomen hatten trotz Verbots ihre Terrassen aufgebaut und mussten ihr Mobiliar wieder einräumen. Darüber hinaus forderten OSD-Mitarbeiter 7 Mal (2025: 7) medizinische Hilfe für hilflose oder verletzte Personen an. 5 Mal (2025: 6) mussten Schlägereien geschlichtet und die Polizei angefordert werden.
Feuerwehr
Zu den regulär 213 Einsatzkräften auf den Feuer- und Rettungswachen im gesamten Stadtgebiet hatte die Feuerwehr eine umfangreiche Einsatzplanung für den Tag konzipiert. Mit über 150 (2025: 150) zusätzlichen Helfern von Arbeiter-Samariter-Bund, Deutschem Roten Kreuz, Johanniter-Unfall-Hilfe und Malteser Hilfsdienst sowie Einsatzkräften des Technik- und Kommunikationszuges der Freiwilligen Feuerwehr und erfahrenen Führungskräften der Berufsfeuerwehr konnte so schnelle medizinische Hilfe gewährleistet werden.
In den Unfallhilfestellen in der Altstadt mussten bis 24 Uhr 159 (2025: 152) Karnevalisten medizinisch versorgt werden. Die häufigsten Ursachen waren Kreislaufprobleme und übermäßiger Alkoholkonsum. Insgesamt 21 (2025: 33) unter 18-Jährige behandelten die meist ehrenamtlichen Helfer aufgrund von zu viel Alkoholgenuss. 122 (2025: 92) Jecken und Möhnen wurden zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus transportiert. Im gleichen Zeitraum rückten die Einsatzkräfte der Feuerwachen zu 20 (2025: 10) Brandeinsätzen und 18 (2025: 22) technischen Hilfeleistungen aus.
Um den Rettungsdienst zu entlasten, wurden in der Altstadt mobile Rettungswachen eingerichtet. Auch waren mobile Erstversorgungstrupps unterwegs. Dabei zeigte sich erneut die gute Zusammenarbeit zwischen allen beteiligten Partnern, sodass über den gesamten Zeitraum schnelle Hilfe für alle Feierende gewährleistet werden konnte.
Bereits zum 16. Mal galt für Teile der Düsseldorfer Altstadt an Altweiberfastnacht ein Glasverbot. 4 (2025: 1) Feiernde erlitten Schnittverletzungen, die auf Glasbruch zurückzuführen waren und mussten medizinisch behandelt werden.



