
Zapfenstreich für das Prinzenpaar © LB / Olaf Oidtmann
Mit einem festlichen Fackelzug und der traditionellen Verabschiedung des diesjährigen Prinzenpaares endete am Dienstagabend die Karnevalszeit 2026 in der Landeshauptstadt. Beim sogenannten „närrischen Zapfenstreich“ zogen zahlreiche Gesellschaften, Musikformationen und Jecken über den Marktplatz vor das Rathaus, um Prinz Marcus I. und Venetia Nicole offiziell in den Alltag zu entlassen.
Der närrische Abschluss des Straßenkarnevals ist seit Langem ein fester Bestandteil der rheinischen „fünften Jahreszeit“. Auf dem Rathausplatz versammelten sich am Abend neben dem Prinzenpaar und Vertretern des Comitee Düsseldorfer Carneval e.V. (CC) zahlreiche Abordnungen von Garden, Musikzügen und Karnevalsvereinen, um das Ende der Session gemeinsam zu begehen. Der närrische Zapfenstreich markiert traditionell den Schlussakkord nach Rosenmontag und dem Karnevalssonntagstreiben und leitet die Zeit bis zur Beerdigung des Hoppeditz am Aschermittwoch ein.
In seinen Abschlussworten hob Präsident Lothar Hörning hervor, dass der Karneval weit mehr als eine Festzeit sei: Er verbinde Tradition, Gemeinschaft und ein ausgeprägtes Brauchtum, das Menschen über Vereins- und Stadtgrenzen hinaus zusammenführe. Gleichzeitig nutzte der CC-Vorsitzende die Gelegenheit, das Motto der kommenden Session zu präsentieren: „Karneval – grenzenlos vereint!“, das nach einer internen Auswahl aus zahlreichen Einsendungen von Mitgliedern und Jecken entstanden ist.
Der närrische Zapfenstreich selbst ist kein bloßes Ritual: Er umfasst neben Musik und Fackelzug auch das symbolische Abnehmen der Insignien, die das Prinzenpaar während der Session getragen hat. Anschließend kehren die Tollitäten in ihr bürgerliches Leben zurück, während sich die Stadt auf die kommende Fastnachtszeit vorbereitet. Der offizielle Abschluss der Session folgt am Aschermittwoch, wenn mit der Hoppeditz-Beerdigung die fünfte Jahreszeit endgültig endet.
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