Mit der traditionellen Beerdigung des Hoppeditz ist am Aschermittwoch die Karnevalssession in Düsseldorf offiziell beendet worden. Zahlreiche Jecke erschienen am Vormittag in schwarzer Kleidung und begleiteten den Trauerzug in den Park hinter dem Stadtmuseum Düsseldorf.
Nach knapp drei Monaten närrischer Regentschaft wurde der wohl bekannteste Vertreter des Düsseldorfer Karnevals symbolisch zu Grabe getragen. Über die Hintergründe seines plötzlichen Ablebens wurde – ganz im Sinne des rheinischen Humors – spekuliert. Im Raum standen ein Zusammenbruch in einer Altstadtkneipe oder gesundheitliche Folgen der feucht-fröhlichen Session. Eine offizielle „Todesursache“ wurde erwartungsgemäß nicht benannt.
Die Zeremonie organisierten der Heimatverein Düsseldorfer Weiter gemeinsam mit den Karnevalsgesellschaften Spiesratze und dem Narrencollegium.
Im Park angekommen, verlas Dennis Vobis, Präsident des Narrencollegiums, die „Zehn Gebote“, die Hoppeditz der Stadt hinterlassen habe. Darin hieß es unter anderem, man solle kein Kölsch trinken, da der Herr das Altbier erschaffen habe. Ebenso wurde davor gewarnt, Karneval ausschließlich nüchtern zu feiern, und das Anstimmen kölscher Karnevalslieder als Affront gegen die Düsseldorfer Tradition gewertet. Die augenzwinkernd formulierten Leitsätze sorgten trotz der Trauerinszenierung für zahlreiche Schmunzler.
Mit der anschließenden Verbrennung endete die Session endgültig. Innerhalb weniger Sekunden war Hoppeditz den Flammen übergeben – ein fester Bestandteil des Düsseldorfer Brauchtums, das jedes Jahr den Übergang von der fünften Jahreszeit in die Fastenzeit markiert.
Am 11. November um 11.11 Uhr wird Hoppeditz traditionell auf dem Marktplatz wieder erwachen und mit seiner Rede die neue Session eröffnen. Bis dahin kehrt in der Altstadt zunächst wieder Ruhe ein.



