Kirschblüten in Düsseldorf © Lokalbüro

Kirsch­blü­ten in Düs­sel­dorf © Lokalbüro

 

Mit den ers­ten war­men Tagen des Jah­res zeigt sich Düs­sel­dorf von sei­ner wohl roman­tischs­ten Seite. Für wenige Wochen ver­wan­deln tau­sende Kirsch­blü­ten Stra­ßen, Plätze und Parks in ein rosa-wei­ßes Blü­ten­meer. Das kurze Natur­schau­spiel lockt jedes Jahr zahl­rei­che Spa­zier­gän­ger und Foto­gra­fen an. Wer die Blüte beson­ders inten­siv erle­ben möchte, fin­det in der Lan­des­haupt­stadt meh­rere Orte, an denen sich das Früh­lings­bild beson­ders ein­drucks­voll zeigt.

Zie­ten­straße: Blü­ten­dach über der Straße
Ein beson­ders dich­tes Kirsch­blü­ten­pan­orama bie­tet die Zie­ten­straße. Dort bil­den 35 japa­ni­sche Blü­ten­kir­schen ein geschlos­se­nes Blü­ten­dach über der Straße. Gepflanzt wur­den die Sor­ten Kanzan und Amanogawa.

Die Kanzan-Kir­sche zählt welt­weit zu den belieb­tes­ten Zier­kir­schen. Cha­rak­te­ris­tisch sind ihre üppig gefüll­ten Blü­ten sowie der kräf­tige Wuchs. Mit zuneh­men­dem Alter ent­wi­ckeln die Bäume eine schirm­ar­tige Krone, die im Früh­jahr ein nahezu geschlos­se­nes Blü­ten­dach bil­det. Für Foto­gra­fen und Spa­zier­gän­ger gehört die Straße des­halb zu den attrak­tivs­ten Kirsch­blü­ten­or­ten der Stadt.

Klei­ner Rhein­park: Ein Ort mit Zukunft
Noch ver­gleichs­weise jung ist der Bestand im Klei­nen Rhein­park. Dort wur­den 2021 im Rah­men des städ­ti­schen Baum­kon­zep­tes 32 japa­ni­sche Nel­ken­kir­schen gepflanzt.

Die Bäume ste­hen noch am Anfang ihrer Ent­wick­lung, zei­gen aber bereits jetzt eine zart­rosa bis pink­far­bene Blüte. Der Park gilt der­zeit noch als Geheim­tipp. Mit zuneh­men­dem Wachs­tum könnte er sich in den kom­men­den Jah­ren jedoch zu einem der belieb­tes­ten Orte für Kirsch­blü­ten­freunde entwickeln.

Kö-Bogen: Kirsch­blü­ten zwi­schen moder­ner Architektur
Auch in der Innen­stadt sorgt die Blüte für beson­dere Bil­der. Am Kö-Bogen ste­hen 13 japa­ni­sche Mai­en­kir­schen, soge­nannte Yoshino-Kir­schen. Sie stam­men aus einer Kreu­zung zweier Arten aus der Amagi-Berg­kette auf der japa­ni­schen Insel Honshū.

Wenn sich ihre Blü­ten öff­nen, tau­chen sie die moderne Archi­tek­tur rund um den Kö-Bogen in ein hel­les Rosa und Weiß. Gleich­zei­tig gel­ten die Yoshino-Kir­schen als robuste Stra­ßen­bäume, die mit den Bedin­gun­gen der Innen­stadt gut zurechtkommen.

Josef­platz: Blü­ten­idylle mit gewach­se­nem Bestand
Ein beson­ders stim­mungs­vol­les Bild bie­tet der Josef­platz an der Josef­straße. Dort ste­hen zwölf aus­ge­wach­sene japa­ni­sche Nel­ken­kir­schen. Ihre weit aus­la­den­den Kro­nen bil­den im Früh­jahr ein dich­tes Blü­ten­dach über dem Platz.

Der gewach­sene Alt­baum­be­stand ver­leiht dem Ort eine beson­dere Atmo­sphäre. In Online-Kar­ten wird der Platz inzwi­schen sogar aus­drück­lich als Sehens­wür­dig­keit für Kirsch­blü­ten ausgewiesen.

Mehr als nur ein schö­ner Anblick
Kirsch­bäume sind im Düs­sel­dor­fer Stadt­bild weit ver­brei­tet. Ins­ge­samt ste­hen in der Stadt 5.817 Bäume aus der Gat­tung der Stein­obst­ge­wächse (Pru­nus). Dazu gehö­ren neben Zier- und Süß­kir­schen auch Pflau­men oder Schlehen.

Am häu­figs­ten ver­tre­ten sind die Vogel­kir­sche mit 1.419 Exem­pla­ren sowie die Trau­ben­kir­sche mit 701 Bäu­men. Unter den Zier­kir­schen führt die japa­ni­sche Nel­ken­kir­sche der Sorte Kanzan mit 543 Bäu­men, gefolgt von der japa­ni­schen Säu­len­kir­sche Ama­no­gawa (127) und der japa­ni­schen Mai­en­kir­sche (85).

Die Bäume wer­den nicht nur wegen ihrer Blü­ten­pracht gepflanzt. Ihre frühe Blüte lie­fert wich­tige Nah­rung für Insek­ten, sie ver­bes­sern das Stadt­klima und set­zen mar­kante Akzente im öffent­li­chen Raum.

Sym­bol für Düs­sel­dorf und Japan
Die Kirsch­blüte hat auch eine kul­tu­relle Bedeu­tung. In Japan steht die soge­nannte Sakura für Schön­heit, Ver­gäng­lich­keit und den Beginn des Früh­lings. Seit Jahr­hun­der­ten fei­ern Men­schen dort das tra­di­tio­nelle Hanami – das gemein­same Betrach­ten der Blüten.

Auch in Düs­sel­dorf besitzt die Kirsch­blüte eine beson­dere Sym­bol­kraft. Die Stadt beher­bergt eine der größ­ten japa­ni­schen Com­mu­ni­ties Euro­pas. Die zahl­rei­chen Zier­kir­schen im Stadt­bild erin­nern daher auch an die engen wirt­schaft­li­chen und kul­tu­rel­len Ver­bin­dun­gen zwi­schen Düs­sel­dorf und Japan.

Ein emp­find­li­cher Frühlingsbote
Wann genau die Kirsch­blüte beginnt, hängt stark vom Wet­ter ab. Milde Win­ter und warme Tage im Vor­früh­ling kön­nen den Zeit­punkt deut­lich vor­ver­le­gen. Damit gilt die Blüte auch als sen­si­bler Indi­ka­tor für kli­ma­ti­sche Veränderungen.

Sicher ist nur: Wenn sich die ers­ten Blü­ten öff­nen, beginnt für viele Düs­sel­dor­fer die schönste Zeit des Früh­lings. Für wenige Wochen zeigt sich die Stadt dann von ihrer far­ben­präch­tigs­ten Seite.

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