Die neue Feuerwache © Lokalbüro
Die Geschäftsführung des Düsseldorfer Flughafens vor der neuen Feuerwache des Airports:  Lars Redeligx und Pradeep Pinakatt © Lokalbüro
Die Einsatzzentrale der Feuerwache © Lokalbüro

Nord­rhein-West­fa­lens größ­ter Flug­ha­fen blickt auf ein erfolg­rei­ches Jahr zurück. 21 Mil­lio­nen Flug­gäste nutz­ten 2025 den Düs­sel­dor­fer Air­port – ein Zuwachs von knapp fünf Pro­zent gegen­über dem Vor­jahr. Damit legte der Flug­ha­fen zum zwei­ten Mal hin­ter­ein­an­der um rund eine Mil­lion Pas­sa­giere zu. Täg­lich hoben im Schnitt fast 58.000 Men­schen ab oder kamen an, an beson­ders stark fre­quen­tier­ten Tagen waren es mehr als 80.000.

Noch deut­li­cher als bei den Rei­se­zah­len fiel das Wachs­tum beim Ergeb­nis aus. Der Jah­res­über­schuss stieg um knapp die Hälfte auf 20,2 Mil­lio­nen Euro – ein kla­res Zei­chen, dass sich der Air­port nach den Ein­brü­chen der Pan­de­mie­jahre wei­ter erholt. Der Umsatz der Flug­ha­fen Düs­sel­dorf GmbH belief sich auf 467,2 Mil­lio­nen Euro. Gleich­zei­tig wurde mit fast 95 Mil­lio­nen Euro so viel inves­tiert wie nie zuvor – unter ande­rem in den Bau der neuen Haupt­feu­er­wa­che sowie in die Moder­ni­sie­rung der Lounge-Berei­che. Trotz des hohen Inves­ti­ti­ons­tem­pos gelang es, die Ver­bind­lich­kei­ten um rund 37 Mil­lio­nen Euro zu drü­cken. Das Corona-Dar­le­hen des Lan­des NRW soll bis Ende 2026 voll­stän­dig getilgt sein.

Die neue Haupt­feu­er­wa­che, die am 22. März ihren Betrieb auf­nimmt und auf der Jah­res­pres­se­kon­fe­renz am Don­ners­tag erst­mals der Öffent­lich­keit prä­sen­tiert wurde, steht für den Anspruch des Air­ports, lang­fris­tig zu den füh­ren­den Flug­hä­fen sei­ner Grö­ßen­klasse in Europa zu gehö­ren. Wei­tere Groß­pro­jekte sind eine Pho­to­vol­taik-Anlage mit rund 40.000 Modu­len, die mehr als 15 Mil­lio­nen Kilo­watt­stun­den Strom jähr­lich lie­fern soll, sowie ein geplan­tes Tank­la­ger mit Gleis­an­schluss für kli­ma­freund­li­chere Kraft­stoffe. Im Ter­mi­nal selbst sind erste Ver­än­de­run­gen bereits erleb­bar: Die neue Rhein Lounge und der erneu­erte VIP-Bereich sind teils geöff­net, das Gas­tro­no­mie- und Ein­zel­han­dels­an­ge­bot wird bis Anfang 2027 um 24 neue Kon­zepte erweitert.

Für das lau­fende Jahr hatte sich der Flug­ha­fen 22 Mil­lio­nen Pas­sa­giere vor­ge­nom­men – und lag bis Ende Februar noch über den eige­nen Erwar­tun­gen. Seit­dem aber macht sich der Krieg gegen den Iran im Flug­be­trieb bemerk­bar. Nach Anga­ben des Flug­ha­fens sind seit Kriegs­aus­bruch rund fünf Pro­zent der Flug­gäste aus­ge­blie­ben, was etwa 100.000 Rei­sen­den pro Monat ent­spricht. Beson­ders der Ver­kehr in Rich­tung Golf­re­gion ist emp­find­lich ein­ge­schränkt – von regu­lär mehr als 50 Direkt­ver­bin­dun­gen in den Nahen Osten wird der­zeit nur noch ein Bruch­teil bedient. Dubai, eine der wich­tigs­ten Lang­stre­cken­des­ti­na­tio­nen des Air­ports, wird aktu­ell deut­lich sel­te­ner ange­flo­gen als üblich. Flug­ha­fen­chef Lars Rede­ligx hält es den­noch für zu früh, die Jah­res­pro­gnose zu revidieren.

Der Flug­ha­fen ist zugleich ein gewich­ti­ger Wirt­schafts­fak­tor für die Region. Rund 20.000 Beschäf­tigte arbei­ten am Stand­ort, und zwi­schen 2022 und 2025 ver­gab der Air­port Auf­träge im Wert von mehr als 750 Mil­lio­nen Euro an Unter­neh­men in NRW. Die Brut­to­wert­schöp­fung aller am Flug­ha­fen täti­gen Fir­men liegt bei über vier Mil­li­ar­den Euro jährlich.

 

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