
Best Lightning siegt unter Michaela Malacova im Preis der Fortuna © LB / Olaf Oidtmann
Strahlender Sonnenschein, rund 10.000 Besucher und hochklassiger Galoppsport: Der Saisonstart auf der Grafenberger Rennbahn ist dem Düsseldorfer Reiter- und Rennverein am Sonntag eindrucksvoll gelungen. Im sportlichen Mittelpunkt stand der Preis der Fortuna über 1.700 Meter, den der achtjährige Hengst Best Lightning in überzeugender Manier für sich entschied.
Unter Jockey Michaela Malacova zeigte sich der Routinier bestens aufgelegt und kam mit dem Geläuf hervorragend zurecht. Im entscheidenden Moment setzte sich Best Lightning deutlich von der Konkurrenz ab und steuerte einem ungefährdeten Sieg entgegen. Hinter dem Sieger entwickelte sich ein spannender Zweikampf um die weiteren Plätze: Leon Wolff belegte mit Royal Spirit Rang zwei, Va Bene wurde unter Esentur Turganaaly Uulu Dritter. Trainiert wird Best Lightning von Andreas Suborics in Köln, der mit dem Hengst bereits 2024 den Großen Preis der Landeshauptstadt Düsseldorf gewinnen konnte. Die Ehrenpreise überreichte Ex-Fortuna-Profi Oliver Fink an das erfolgreiche Team.
Auch abseits der Bahn war der traditionelle Fortuna-Renntag ein Publikumsmagnet. Die Zweitliga-Mannschaft präsentierte sich nahbar und sorgte mit Autogrammstunden, Torwandschießen und Auftritten im Teehaus für beste Unterhaltung bei den Besuchern.
Für einen vielversprechenden Auftakt in die neue Saison sorgte zudem die dreijährige Stute Fine Bubbles. Mit Jockey Michael Cadeddu gewann sie das Rennen der action medeor und überzeugte insbesondere auf der Zielgeraden mit einem starken Endspurt. Die Stute aus dem Quartier von Trainer Michael Figge könnte künftig auch auf internationalem Parkett eine Rolle spielen – mögliche Starts in den italienischen 1.000 Guineas oder in einem Listenrennen sind bereits im Gespräch.
Ein besonderer Moment war die Ehrung von Waldnebel als Düsseldorfer Galopper des Jahres. Matthias Körner, Geschäftsführer der Rheinischen Post, gratulierte Züchter und Eigner Albrecht Woeste zu diesem Erfolg. Für eine gelungene Überraschung sorgte zudem DRRV-Präsident Alexander Bethke-Jaenicke, der Trainer Sascha Smrczek anlässlich seines 25-jährigen Berufsjubiläums mit einer Jubiläumstorte ehrte.
Sportlich setzte auch Fegentri-Weltmeisterin Janina Boysen ein Ausrufezeichen. Sie gewann mit dem Wallach Repute den ersten Wertungslauf zum Preis der Perlenkette des Juwelier Wirnsdorfer. Ebenfalls in starker Form präsentierte sich Nina Baltromei: Die junge Reiterin aus Mülheim feierte gleich zwei Tagessiege. Zunächst gewann sie mit Morindoo souverän den MERKUR Spielbanken Cup, später sicherte sie sich mit Crefelder nach einem beeindruckenden Schlussspurt auch die Wettchance des Tages – den Preis der Brauerei Füchschen. Mit ihren Saisontreffern sechs und sieben baute Baltromei ihre Führung im Jockey-Ranking weiter aus.
Für zusätzliche Spannung sorgte der YAYLA-Cup über 2.100 Meter. Hier konnte selbst die Zielfotografie keinen Unterschied feststellen: Oriental King unter Hakim Tabet und Louvre mit Sean Byrne wurden nach einem packenden Finish gemeinsam zu Siegern erklärt – ein seltenes „totes Rennen“. Den Schlusspunkt des Renntages setzte schließlich Sweatheart aus dem Gestüt Fährhof, trainiert von Andreas Wöhler. Unter Eduardo Pedroza gelang ein souveräner Start-Ziel-Sieg.
Rennbahn-Geschäftsführerin Andrea Höngesberg zog ein rundum positives Fazit: „Wir danken allen Aktiven, die bei diesen hervorragenden Bedingungen zu einem erlebnisreichen Nachmittag beigetragen haben.“ Auch Präsident Bethke-Jaenicke zeigte sich zufrieden und sprach von einem „wunderbaren Event“, das bei den Besuchern auf große Resonanz stoße.
Die nächste Galoppveranstaltung in Düsseldorf steht bereits bevor: Am Sonntag, 12. April, folgt der Kirschblüten-Renntag mit der Kalkmann-Frühjahrs-Meile als sportlichem Höhepunkt. Die Gruppe-3-Prüfung ist mit 55.000 Euro dotiert und verspricht erneut hochklassigen Rennsport auf dem Grafenberg.
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