Was vor fast zwei Jahr­zehn­ten als kleine Initia­tive begann, ist heute eine feste Größe in der deut­schen Motor­rad­szene: Die Biker4Kids aus Düs­sel­dorf enga­gie­ren sich seit 2007 für den Ambu­lan­ter Kin­der- und Jugend­hos­piz­dienst Düs­sel­dorf – und haben dabei eine beein­dru­ckende Ent­wick­lung hingelegt.

Im Mit­tel­punkt ihres Enga­ge­ments steht nicht nur das Sam­meln von Spen­den, son­dern vor allem die Unter­stüt­zung von Fami­lien mit lebens­ver­kürzt erkrank­ten Kin­dern. Ziel ist es, ein Stück Nor­ma­li­tät und Freude in den oft belas­te­ten All­tag der Betrof­fe­nen zu brin­gen. In den Anfangs­jah­ren orga­ni­sier­ten die Motor­rad­fah­rer vor allem Grill­abende gemein­sam mit ehren­amt­li­chen Hel­fern und Fami­lien des Hos­piz­diens­tes. Auch kleine Aus­fahr­ten mit den Geschwis­ter­kin­dern gehör­ten dazu.

Heute hat sich die Ver­an­stal­tung zu einer der größ­ten Motor­rad-Bene­fiz­ak­tio­nen in Deutsch­land ent­wi­ckelt. Lange Zeit ganz ohne große öffent­li­che Auf­merk­sam­keit, ganz im Sinne des Mot­tos „Tu Gutes und rede nicht dar­über“. Statt auf Social Media setzte man zunächst auf klas­si­sche Wege: Flyer an belieb­ten Treff­punk­ten und per­sön­li­che Gesprä­che. Den­noch wuchs die Teil­neh­mer­zahl kontinuierlich.

Flyer

Eine beson­dere Aner­ken­nung erhielt die Gruppe 2013 mit der Ver­lei­hung des Deut­schen Kin­der­hos­piz­prei­ses. Rund 20 Mit­glie­der nah­men die Aus­zeich­nung in Essen ent­ge­gen – sicht­lich bewegt von der Wert­schät­zung ihrer Arbeit.

Der bis­he­rige Höhe­punkt folgte im Jahr 2025: Mehr als 5.000 Besu­cher ström­ten auf das Fes­ti­val­ge­lände an der Auto­meile Höher­weg, rund 2.500 Motor­rä­der betei­lig­ten sich am Korso durch die Stadt. Am Ende stand eine Spen­den­summe von 82.000 Euro, die an den Hos­piz­dienst über­ge­ben wer­den konnte.

Mit dem Wachs­tum der Initia­tive ent­wi­ckelte sich auch deren Struk­tur wei­ter. Neben der eige­nen Inter­net­seite unter Biker4Kids Web­site betrei­ben die Orga­ni­sa­to­ren ein Forum sowie einen Online-Shop. Auch in sozia­len Netz­wer­ken ist die Gruppe inzwi­schen prä­sent und erreicht meh­rere tau­send Unterstützer.

Ursprüng­lich war die Ver­wen­dung der Spen­den strikt an den Ambu­lan­ten Kin­der- und Jugend­hos­piz­dienst Düs­sel­dorf gebun­den. Mit stei­gen­den Ein­nah­men wuchs jedoch der Wunsch, auch unab­hän­gig davon hel­fen zu kön­nen. Dar­aus ent­stand 2015 auf Initia­tive der Biker4Kids der Ver­ein der Freunde und Unter­stüt­zer der Kin­der­hos­piz­ar­beit Düs­sel­dorf e.V..

Der Ver­ein ermög­licht es, gezielt auch Fami­lien zu unter­stüt­zen, die nicht direkt an den Hos­piz­dienst ange­bun­den sind. Wei­tere Infor­ma­tio­nen dazu gibt es unter VDFU Website.

Was geblie­ben ist, ist die Grund­idee: Mit Lei­den­schaft für Motor­rä­der und gro­ßem per­sön­li­chem Ein­satz Men­schen zu hel­fen, die auf Unter­stüt­zung ange­wie­sen sind – leise, aber wirkungsvoll.