
Symbolbild Bundespolizei HBF Düsseldorf © Lokalbüro
Nach einem besonders schweren Fall des Diebstahls im Düsseldorfer Hauptbahnhof hat die Bundespolizei ein beschleunigtes Verfahren angeregt. Zwei junge Männer im Alter von 20 und 22 Jahren stehen im Verdacht, am Samstagabend einer 19-jährigen Frau zwei Mobiltelefone entwendet zu haben.
Nach Angaben der Beamten beobachteten zivile Fahnder gegen 20 Uhr über die Videoüberwachung, wie die beiden Tatverdächtigen gezielt zugriffen und anschließend die Flucht ergriffen. Eine sofort eingeleitete Fahndung führte schnell zum Erfolg: Uniformierte Einsatzkräfte konnten die Männer noch im Nahbereich des Hauptbahnhofs stellen und vorläufig festnehmen.
Die Geschädigte erschien wenig später eigenständig auf der Dienststelle, um Anzeige zu erstatten. Die entwendeten Mobiltelefone blieben jedoch verschwunden. Lediglich die Schutzhülle eines Geräts wurde entlang des mutmaßlichen Fluchtwegs sichergestellt.
Wie die Polizei weiter mitteilte, sind beide Tatverdächtige bereits wegen Eigentumsdelikten in Erscheinung getreten. Dennoch lagen bei einem der Männer keine Haftgründe vor, sodass er nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt wurde. Anders verhielt es sich bei seinem mutmaßlichen Komplizen: Für den 22-jährigen Wohnungslosen stimmte die Staatsanwaltschaft Düsseldorf einem beschleunigten Verfahren zu. Bereits am Sonntag wurde er einem Richter vorgeführt.
Gegen beide Männer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts eines besonders schweren Falls des Diebstahls eingeleitet.
Die Bundespolizei nahm den Vorfall zum Anlass, erneut vor professionell agierenden Taschendieben zu warnen. Gerade an stark frequentierten Orten wie Bahnhöfen und in Zügen gingen Täter oft arbeitsteilig und routiniert vor. Reisende sollten daher besonders aufmerksam sein, Abstand einfordern und Wertsachen möglichst körpernah und getrennt voneinander aufbewahren. Auch Taschen sollten stets verschlossen und nach Möglichkeit vor dem Körper getragen werden.

