Symbolbild Spargelangebot

Sym­bol­bild Spargelangebot

 

Mit dem sym­bo­li­schen ers­ten Stich ist am Don­ners­tag die Spar­gel­sai­son in Nord­rhein-West­fa­len offi­zi­ell eröff­net wor­den. Auf dem Spar­gel- und Erd­beer­hof in Köln-Zün­dorf griff Land­wirt­schafts­mi­nis­te­rin Silke Gori­ßen gemein­sam mit Ver­tre­tern aus Land­wirt­schaft und Gar­ten­bau zum Mes­ser – und gab damit den Start­schuss für eine der belieb­tes­ten kuli­na­ri­schen Zei­ten des Jahres.

Die Vor­aus­set­zun­gen für eine erfolg­rei­che Sai­son sind in die­sem Jahr güns­tig. Nach Anga­ben des Minis­te­ri­ums rech­nen die Betriebe mit einer Ern­te­menge von rund 17.000 Ton­nen bis zum tra­di­tio­nel­len Sai­son­ende am Johan­nis­tag am 24. Juni. Bereits der ver­gan­gene Som­mer habe mit mode­ra­ten Tem­pe­ra­tu­ren und aus­rei­chen­dem Nie­der­schlag ideale Wachs­tums­be­din­gun­gen gebo­ten. Auch die Vor­be­rei­tung der Fel­der ver­lief unter tro­cke­nen Bedin­gun­gen reibungslos.

Für viele Ver­brau­cher gehört Spar­gel im Früh­jahr fest auf den Spei­se­plan. Minis­te­rin Gori­ßen betonte die Bedeu­tung des regio­na­len Anbaus und ver­wies auf die hohe Qua­li­tät der hei­mi­schen Pro­dukte. Der Spar­gel aus Nord­rhein-West­fa­len sei nicht nur frisch, son­dern auch reich an Vit­ami­nen und Mine­ral­stof­fen. Gleich­zei­tig sichere der Kauf regio­na­ler Ware die Exis­tenz vie­ler meist fami­li­en­ge­führ­ter Betriebe.

Dass die Sai­son in die­sem Jahr beson­ders früh begon­nen hat, bestä­tigt auch Karl Wer­ring, Prä­si­dent der Land­wirt­schafts­kam­mer Nord­rhein-West­fa­len. Bereits Ende Februar und Anfang März hät­ten unge­wöhn­lich warme Tem­pe­ra­tu­ren für einen frü­hen Ern­te­be­ginn gesorgt. Eine anschlie­ßende Käl­te­phase mit Nacht­frös­ten habe das Wachs­tum zwar vor­über­ge­hend gebremst, nun könne die Ernte jedoch flä­chen­de­ckend anlaufen.

Die Erzeu­ger wer­ben zum Sai­son­start gezielt für regio­na­len Spar­gel. Kurze Trans­port­wege garan­tier­ten maxi­male Fri­sche und bes­ten Geschmack, erklärte Willy Kre­ien­baum. Beson­ders gefragt ist inzwi­schen geschäl­ter Spar­gel – nach Bran­chen­an­ga­ben wer­den rund 80 bis 90 Pro­zent der Ware bereits küchen­fer­tig angeboten.

Auch kuli­na­risch zeigt sich das „könig­li­che Gemüse“ viel­sei­tig: Ob klas­sisch mit Kar­tof­feln, als Suppe oder im Salat – Spar­gel bleibt ein fes­ter Bestand­teil der Früh­lings­kü­che. Neben dem wei­ßen Spar­gel gewinnt zuneh­mend auch die grüne Vari­ante an Bedeutung.

Hin­ter dem Genuss steckt jedoch inten­sive Arbeit. Wochen­lange Vor­be­rei­tung der Fel­der und eine arbeits­in­ten­sive Ernte prä­gen den All­tag der Betriebe. Einer von ihnen ist Land­wirt Peter Wer­mes, der in die­sem Jahr auf 30 Jahre Spar­gel­an­bau zurück­blickt. Auf rund zwölf Hektar pro­du­ziert er seine Ernte, die über­wie­gend direkt über Hof­la­den und Ver­kaufs­stände ver­mark­tet wird.

Auch Eva Käh­ler-Theu­er­kauf hebt die Bedeu­tung des Spar­gel­an­baus her­vor. Er stehe exem­pla­risch für die Leis­tungs­fä­hig­keit des Gemü­se­baus in Nord­rhein-West­fa­len und zeige, wie viel Erfah­rung und Hand­ar­beit in jedem ein­zel­nen Pro­dukt stecke.

Wer den Spar­gel­kauf mit einem Aus­flug ver­bin­den möchte, kann ent­lang der „Spar­gel­straße NRW“ auf Ent­de­ckungs­tour gehen. Mehr als 140 Höfe zwi­schen Ost­west­fa­len-Lippe und dem Rhein­land bie­ten dort fri­sche Ware direkt vom Feld an. Die Route lässt sich auch gut mit dem Fahr­rad erkun­den – inklu­sive zahl­rei­cher Gele­gen­hei­ten zur Einkehr.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen zur Route gibt es unter: www.spargelstrasse-nrw.de

 

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