Symbolbild Oldibahn der Rheinbahn © Lokalbüro

Sym­bol­bild Oldi­bahn der Rhein­bahn © Lokalbüro

 

Der öster­rei­chi­sche Rechts­extre­mist Mar­tin Sell­ner hat am gest­ri­gen Abend (08.04.2026) auf der Social-Media-Platt­form X (vor­mals Twit­ter) öffent­lich gemacht, dass er einen Vor­trag in einer Stra­ßen­bahn in Düs­sel­dorf gehal­ten hat. Nach sei­nen Anga­ben war „Remi­gra­tion“ das Thema der Zusammenkunft.

Nach inter­nen Recher­chen kann die Rhein­bahn bestä­ti­gen, dass der Vor­trag in einer Oldie­bahn des Unter­neh­mens statt­ge­fun­den hat. Der Rhein­bahn lagen im Vor­feld keine Erkennt­nisse über eine ent­spre­chende Absicht sowie eine poli­ti­sche Nut­zung vor. Die Buchung der Char­ter­fahrt erfolgte über eine Pri­vat­per­son als „pri­vate Ver­an­stal­tung im Freun­des­kreis“. Zudem wur­den Anga­ben im Nach­gang der Fahrt ver­än­dert. Ent­ge­gen dem ver­mit­tel­ten Ein­druck fand die Son­der­fahrt bereits vor Ostern statt.

Zu dem Vor­fall äußert sich Annette Grabbe, Vor­stän­din der Rhein­bahn AG, wie folgt:

„Ich war scho­ckiert, als ich das Video die­ser Fahrt mit unse­rer Oldie­bahn gese­hen habe. Die Rhein­bahn ist gezielt instru­men­ta­li­siert wor­den: Die regu­lär gebuchte Son­der­fahrt wurde für eine popu­lis­ti­sche Insze­nie­rung miss­braucht. Die tat­säch­li­che Nut­zung wurde ver­schlei­ert – zudem wur­den Rech­nungs­an­ga­ben nach­träg­lich geändert.

Als öffent­li­ches Unter­neh­men ste­hen wir für eine offene, viel­fäl­tige und demo­kra­ti­sche Stadt­ge­sell­schaft. Unsere Fahr­zeuge sind Teil des öffent­li­chen Raums – und kein Ort für poli­ti­sche Kam­pa­gnen, Aus­gren­zung oder ideo­lo­gi­sche Inszenierungen.

Wir wer­den den Vor­gang voll­stän­dig auf­ar­bei­ten, recht­li­che Schritte prü­fen und unsere Regeln, Prüf­pro­zesse und Fahrt­kon­trol­len für Son­der­fahr­ten so anpas­sen, dass ein sol­cher Miss­brauch künf­tig aus­ge­schlos­sen wird.“