Indifferente siegt unter Hugo Journiac im Henkel-Stutenpreis © LB / Olaf Oidtmann

Indif­fe­rente siegt unter Hugo Jour­niac im Hen­kel-Stu­ten­preis © LB / Olaf Oidtmann

 

Es war ein Renn­tag, der sei­nem Anspruch als Bühne gro­ßer Gefühle voll­auf gerecht wurde. Beim Hen­kel-Stu­ten­preis 2026 auf dem Düs­sel­dor­fer Gra­fen­berg erleb­ten 8.500 Zuschauer hoch­klas­si­gen Galopp­sport, bewe­gende Momente und einen ein­drucks­vol­len Heim­sieg zum Abschluss.

Im sport­li­chen Mit­tel­punkt stand der mit 30.000 Euro dotierte Hen­kel-Stu­ten­preis, der eine sou­ve­räne Sie­ge­rin sah. Die drei­jäh­rige Stute Indif­fe­rente setzte sich unter Jockey Hugo Jour­niac als 3,0:1‑Favoritin leicht mit vier Län­gen gegen die fran­zö­si­sche Kon­kur­ren­tin Moon­la­bel (Dorian Pro­vost) durch. Rang drei ging an Star­lit Destiny mit Ioritz Men­diza­bel, wäh­rend Aida unter Sean Byrne als beste deut­sche Ver­tre­te­rin Vierte wurde.

Indif­fe­rente stammt aus dem Besitz der Gebrü­der Wert­hei­mer, die zugleich als Züch­ter der Siy­ouni-Toch­ter fun­gie­ren. Trai­niert wird die Sie­ge­rin von Yann Bar­be­rot im nor­man­ni­schen Deau­ville. „Sie hat ein gro­ßes Kämp­fer­herz und einen fan­tas­ti­schen Sie­ges­wil­len. Wir sind schon mit Mumm nach Düs­sel­dorf gereist“, sagte Bar­be­rot nach dem Ren­nen. Zufrie­den­heit herrschte auch im Lager von Yas­min Almen­rä­der, deren Aida ein star­kes Finish zeigte: „Sie bekam ein ruhi­ges Ren­nen und war nur eine Länge vom zwei­ten Platz ent­fernt. Wir sind überglücklich.“

Doch nicht nur sport­lich setzte der Renn­tag Akzente. Für einen beson­ders emo­tio­na­len Moment sorgte der Wirns­ho­fer-Preis der Per­len­kette. Hier fei­erte die Schwei­ze­rin Sibylle Vogt ihren ers­ten Sieg in der tra­di­ti­ons­rei­chen Wer­tung. Mit einem meis­ter­haf­ten Ritt auf der sie­ben­jäh­ri­gen Stute North Fire sicherte sie sich mit 16 Punk­ten den Gesamt­sieg. Rang zwei teil­ten sich Janina Boy­sen und Michaela Mala­cova, wäh­rend Marissa Pot­ters und Elo­die Marie Palau Teruel gemein­sam Dritte wurden.

Für bewegte Gesich­ter sorgte zudem eine beson­dere Geste: Die fünf­ma­lige Rekord­ge­win­ne­rin Vicky Fur­ler wurde von San­dra und Sascha Hall­wass vom Juwe­lier Wirns­ho­fer mit einer neuen Per­len­kette über­rascht. Ihre zuvor gewon­ne­nen fünf Ket­ten waren ihr vor Jah­ren bei einem Ein­bruch gestoh­len wor­den – ein Moment, der auf der Bahn für gro­ßen Applaus sorgte.

Sport­lich über­zeugte auch der Nach­wuchs: Gleich zu Beginn impo­nierte der Schlen­derha­ner Hengst Well Al bei sei­nem Debüt unter Bauyrz­han Murz­abayev. „Mein Pferd ist prima abge­sprun­gen, der Rest war Form­sa­che“, kom­men­tierte der Jockey nüchtern.

Für den emo­tio­na­len Höhe­punkt zum Abschluss sorgte schließ­lich Any Moon aus dem Stall von Trai­ner Sascha Smrc­zek. Unter Matthew John­son gewann der Wal­lach über­le­gen mit vier Län­gen und bescherte sei­ner 45-köp­fi­gen Besit­zer­ge­mein­schaft aus­ge­las­se­nen Jubel. Es war zugleich der erste Heim­sieg des Jah­res für die Düs­sel­dor­fer Trainingszentrale.

Wei­tere Erfolge ver­buch­ten West­wood unter David Liska für Trai­ner Andreas Wöh­ler im höchs­ten Aus­gleich sowie die Außen­sei­te­rin Char­lie Brown, die unter Silke Brüg­ge­mann zu einer Quote von 23,2:1 überraschte.

Bei bes­ten äuße­ren Bedin­gun­gen ent­wi­ckelte sich der Renn­tag zu einem rundum gelun­ge­nen Renn­sport­fest mit aus­ge­las­se­ner Stim­mung auf dem Gra­fen­berg. Die nächste Ver­an­stal­tung steht bereits fest: Am Sonn­tag, 31. Mai, rücken die 106. Ger­man 1.000 Gui­neas in den Mit­tel­punkt. Der mit 125.000 Euro dotierte deut­sche Stu­ten­klas­si­ker führt über 1.600 Meter und ver­spricht erneut hoch­klas­si­gen Sport in Düsseldorf.

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