Vanessa, Rouwen Hennings, Thomas und Oliver Fink © Lokalbüro

Vanessa, Rou­wen Hen­nings, Tho­mas und Oli­ver Fink © Lokalbüro

 

Pro­mi­nente Unter­stüt­zung für das Düs­sel­dor­fer Stra­ßen­ma­ga­zin fif­ty­fifty: Die frü­he­ren For­tuna-Pro­fis Rou­wen Hen­nings und Oli­ver Fink haben am Diens­tag­mit­tag in der Düs­sel­dor­fer Alt­stadt selbst das Stra­ßen­ma­ga­zin fif­ty­fifty ver­kauft. Gemein­sam mit den fif­ty­fifty-Ver­käu­fern Vanessa und Tho­mas mach­ten die bei­den Ex-Fuß­bal­ler auf die schwie­rige Situa­tion des Pro­jekts aufmerksam.

Die Aktion begann am Burg­platz in der Nähe des For­tuna-Fan­shops. Dort erhiel­ten Hen­nings und Fink sym­bo­lisch einen fif­ty­fifty-Aus­weis, bevor sie gemein­sam mit den Ver­käu­fern durch die Alt­stadt zogen und Pas­san­ten die aktu­elle Aus­gabe anbo­ten. Meh­rere For­tuna-Fans, die von dem Ter­min erfah­ren hat­ten, nutz­ten die Gele­gen­heit für Auto­gramme, Sel­fies und kurze Gesprä­che mit den bei­den ehe­ma­li­gen Publikumslieblingen.

Im Mit­tel­punkt der Aktion stand jedoch die Zukunft des Stra­ßen­ma­ga­zins. Seit Jah­ren sin­ken die Ver­kaufs­zah­len von fif­ty­fifty deut­lich. Nach Anga­ben des Pro­jekts geben viele Men­schen zwar Geld, ver­zich­ten aber dar­auf, die Zei­tung mit­zu­neh­men. Für die Ver­käu­fer ist das ein wach­sen­des Pro­blem. Denn das Kon­zept des Stra­ßen­ma­ga­zins lebt davon, dass die Zei­tung tat­säch­lich gekauft wird. Nur so ent­steht Nach­frage, nur so kann die Auf­lage sta­bil blei­ben und nur so haben obdach­lose und arme Men­schen ein Pro­dukt, das sie selbst­stän­dig ver­kau­fen können.

„Nur fif­ty­fifty kau­fen, ist die rich­tige Hilfe. Almo­sen geben, ohne die Zei­tung zu neh­men, scha­det der Auf­lage und bedroht das Pro­jekt“, erklärte Oli­ver Ongaro von fiftyfifty.

Das Stra­ßen­ma­ga­zin gehört seit Jahr­zehn­ten zum Düs­sel­dor­fer Stadt­bild. Gegrün­det wurde fif­ty­fifty Mitte der 1990er Jahre mit dem Ziel, woh­nungs­lo­sen Men­schen eine Mög­lich­keit zu geben, eige­nes Geld zu ver­die­nen und wie­der stär­ker am gesell­schaft­li­chen Leben teil­zu­neh­men. Ver­käu­fer kau­fen die Maga­zine zu einem redu­zier­ten Preis ein und ver­kau­fen sie anschlie­ßend auf der Straße wei­ter. Ein Teil des Erlö­ses bleibt direkt bei ihnen. Damit soll Hilfe zur Selbst­hilfe ermög­licht wer­den – nicht bloß eine kurz­fris­tige Spende.

Neben dem Stra­ßen­ver­kauf enga­giert sich fif­ty­fifty seit Jah­ren auch in der Woh­nungs­lo­sen­hilfe, bei Sozi­al­pro­jek­ten und in der Kunst- und Kul­tur­ar­beit. Das Maga­zin berich­tet regel­mä­ßig über soziale The­men, Armut, Woh­nungs­lo­sig­keit und gesell­schaft­li­che Ent­wick­lun­gen in Düs­sel­dorf und Nord­rhein-West­fa­len. Finan­ziert wird die Arbeit vor allem durch den Ver­kauf der Zei­tung, Spen­den und Unterstützerprojekte.

Gerade des­halb sieht das Pro­jekt die aktu­el­len Ent­wick­lun­gen mit Sorge. Wenn immer weni­ger Men­schen die Zei­tung kau­fen, gerät nicht nur die Auf­lage unter Druck. Lang­fris­tig fehlt vie­len Ver­käu­fern damit auch eine wich­tige Ein­nah­me­quelle. Mit der gemein­sa­men Ver­kaufs­ak­tion woll­ten Hen­nings und Fink des­halb ein Zei­chen für Soli­da­ri­tät und gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt setzen.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen gibt es auf der Inter­net­seite von fif­ty­fifty.

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