© 2026 Lokalbüro / KI-generiertes Bild mit ChatGPT

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In der kom­men­den Woche begin­nen im Japa­ni­schen Gar­ten des Nord­parks die jähr­li­chen Pfle­ge­ar­bei­ten an den cha­rak­te­ris­ti­schen Form­kie­fern. Die tra­di­tio­nelle Schnitt­tech­nik, im Japa­ni­schen Mekiri genannt, dient dem Erhalt der mar­kan­ten tel­ler- und wol­ken­för­mi­gen Asteta­gen der soge­nann­ten Niwaki – jener kunst­voll geform­ten Schwarz­kie­fern, die zu den prä­gends­ten Gestal­tungs­ele­men­ten der Anlage zählen.

Beim Mekiri wer­den zunächst die fri­schen Triebe der Kie­fern zurück­ge­schnit­ten oder ent­fernt. An den Schnitt­stel­len ent­ste­hen bis zum Spät­som­mer neue Knos­pen, wodurch die Ver­zwei­gung mit der Zeit in Struk­tur und Dichte zunimmt. Ergän­zend wer­den ältere Nadel­jahr­gänge aus­ge­zupft, damit mehr Licht in das Innere der Äste gelangt, die Belüf­tung ver­bes­sert wird und das Risiko pilz­li­cher Erkran­kun­gen wie der Kie­fern­schütte sinkt.

Die im Niwaki-Stil gezo­ge­nen Schwarz­kie­fern stel­len beson­ders hohe Anfor­de­run­gen an die Pflege, denn sie reagie­ren emp­find­lich auf ver­än­derte Umwelt­be­din­gun­gen und Extrem­wet­ter­er­eig­nisse infolge des Kli­ma­wan­dels. Diese machen die Bäume anfäl­li­ger für Krank­hei­ten und Schäd­lings­be­fall, wes­halb die regel­mä­ßi­gen Schnitt- und Pfle­ge­maß­nah­men einen wich­ti­gen Bei­trag zur Vita­li­tät des Baum­be­stands leis­ten. Die Pflege der Niwaki folgt dabei einer jahr­hun­der­te­al­ten Tra­di­tion japa­ni­scher Gar­ten­ge­stal­tung: Anders als in euro­päi­schen Gär­ten steht nicht die natür­li­che Wuchs­form der Bäume im Mit­tel­punkt, son­dern die durch bestän­dige Pflege ent­ste­hen­den cha­rak­te­ris­ti­schen For­men, die Natur- und Land­schafts­bil­der nach­bil­den – etwa an Wol­ken erin­nern – und die Har­mo­nie zwi­schen Natur, Was­ser, Stein und Pflanze unterstreichen.

„Der Japa­ni­sche Gar­ten ist ein ein­zig­ar­ti­ges Kul­tur­denk­mal und ein sicht­ba­res Zei­chen der engen Ver­bun­den­heit zwi­schen Düs­sel­dorf und Japan. Die Pflege der Niwaki bewahrt nicht nur die beson­dere Ästhe­tik der Anlage, son­dern trägt auch dazu bei, ihren wert­vol­len Gehölz­be­stand lang­fris­tig zu erhal­ten”, sagt Umwelt­de­zer­nent Jochen Kral.

Der Japa­ni­sche Gar­ten wurde 1975 als Geschenk der japa­ni­schen Gemein­schaft an die Lan­des­haupt­stadt über­ge­ben und eröff­net; im Mai 2025 fei­erte er sein 50-jäh­ri­ges Jubi­läum. Die rund 5.000 Qua­drat­me­ter große Anlage gilt als eines der bedeu­tends­ten Bei­spiele japa­ni­scher Gar­ten­kunst in Deutsch­land und wurde im Früh­jahr 2025 offi­zi­ell in die Denk­mal­liste der Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf ein­ge­tra­gen. Ent­wor­fen wurde der Gar­ten von dem renom­mier­ten japa­ni­schen Gar­ten­ar­chi­tek­ten Iwaki Sen­tarō nach den Prin­zi­pien eines tra­di­tio­nel­len Wan­del­gar­tens, bei dem Was­ser, Steine, Gehölze und Blick­ach­sen ein har­mo­ni­sches Gesamt­kunst­werk bil­den. Die fach­ge­rech­ten Arbei­ten wer­den durch Mit­ar­bei­ter des Gar­ten­am­tes in Zusam­men­ar­beit mit der Bon­sai­werk­statt Düs­sel­dorf durch­ge­führt und dau­ern vor­aus­sicht­lich zwei Wochen.

 

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